Die Stadt der Toten (Autor: David Pepose; Moon Knight)
 
Zurück zur Startseite


  Platzhalter

Die Stadt der Toten von David Pepose

Reihe: Moon Knight

 

Rezension von Ingo Gatzer

 

Mit Moon Knight: Die Stadt der Toten bietet Panini ein besonders einsteigerfreundliches Abenteuer, in dessen Mittelpunkt der wehrhafte Priester von Khonshu steht. Denn der Band ist eigenständig, abgeschlossen und benötigt kein umfangreiches Vorwissen über die Figur und deren Historie.

 

Eigentlich wollte Marc Spector alias Moon Knight nur einen jungen Nachtschwärmer in New York vor dem Angriff einer Gang retten. Doch dabei kann er nicht verhindern, dass der Junge eine lebensgefährliche Verletzung erleidet. Der letzte Ausweg scheint eine mystische Reise in die Stadt der Toten. Dabei wird schnell klar, dass das Problem viel größer ist. Zu allem Überfluss trifft der Priester Khonshus hier auf gleich mehrere Bekannte. Bei den meisten handelt es sich dabei leider um alte Feinde...

 

Verantwortlich für die Story von »Die Stadt der Toten« ist David Pepose (Punisher, Savage Avengers), der Leserinnen und Lesern ein stimmiges Setting präsentiert. Denn eine mythologisch aufgeladene Reise in die Unterwelt passt einfach gut zum düsteren Mondritter. Dabei gelingt dem US-Amerikaner ein besonderer Balance-Akt. Einerseits kreiert er nämlich eine spannende Geschichte, die für Einsteiger alle wichtigen Informationen enthält. Andererseits langweilt er Fans nicht mit einer Flut von für sie redundanten Hinweisen und bietet einige Verbindungen. Das bezieht sich nicht nur auf frühere Comics, sondern auch auf die Netflix-Serie. Deswegen dürften einige Figuren den Kennern von Moon Knight ziemlich bekannt vorkommen. Auch die besondere mentale Disposition der Hauptfigur sowie die typische Schuldfrage ob seine Vergangenheit, spielen eine Rolle, was für etwas psychologische Tiefe sorgt. Zu kritisieren bleiben da eher Details. So harmonieren etwa Maschinengewehre nicht besonders gut mit einer mythologischen Unterwelt und beeinträchtigen die archaische Atmosphäre der Stadt der Toten.

 

Die Zeichnungen stammen überwiegend von Marc Ferreira (Spider-Man, Strange), den im Mittelteil Sean Damian Hill (Bishop: War Collage) vertritt. Dabei passt sich Hill sichtlich an den Stil von Ferreira an, sodass die visuelle Gestaltung weitgehend wie aus einem Guss wirkt. Die Panels präsentieren sich immer wieder unterschiedlich geformt und dimensioniert sowie dicht  gedrängt, sodass keine unschönen weißen Parteien bleiben. Das sorgt für eine kompakte Atmosphäre und unterstützt die Wirkung der Hauptfigur. Denn auf fast allen Bildern verkörpert  Moon Knight als einziges Element ein strahlendes Weiß, das Blicke auf sich zieht. Besonders Gänsehautmomente münden passenderweise immer wieder in großformatigen und oft besonders detailreich gestalteten Panels, was deren Wirkung noch steigert. Auch das Design der Stadt der Toten überzeugt. Allerdings entspricht sie nicht immer so ganz den Beschreibungen im Text. Hier wäre eine bessere Abstimmung wünschenswert gewesen.

Fazit

Lust auf eine spannende und visuell ansprechend gestaltete mythische Reise mit einem eher untypischen Marvel-Superhelden? Dann ist »Moon Knight: Die Stadt der Toten« eine gute Wahl.

 

Nach oben

Platzhalter

Comic:

Die Stadt der Toten

Reihe: Moon Knight

Original: Moon Knight: City of the Dead, 2023

Autor: David Pepose

Zeichner: Marcelo Ferreira und Sean Damien Hill

Übersetzung: Robert Syska

Taschenbuch, 124 Seiten

Panini Verlag, 07/2024

 

ISBN-10: 3741638447

ISBN-13: 978-3741638442

 

Erhältlich bei Amazon

 

Kindle-ASIN: B0DBV3NK59

 

Erhältlich bei Amazon Kindle-Edition


Platzhalter
Platzhalter
Erstellt: 13.08.2024, zuletzt aktualisiert: 11.01.2025 16:36, 23420