Boston in den 1930er Jahren. Samantha Hawke ist als Journalistin bei einer Zeitung für den Hausfrauenteil zuständig. Nachdem sie einen Mörder überführen konnte, erlaubt ihr Chef ihr aber, zwischendurch auch ›richtigen‹ Journalismus zu betreiben. Als sie einen Hinweis bekommt, dass es sich bei einem Selbstmord in Wirklichkeit um Mord handelt, wendet sie sich an Dr. Haley Higgins, eine Gerichtsmedizinerin, die sie vom letzten Mordfall kennt.
Im Zentrum von Lee Strauss’ Cosy-Crime-Reihe stehen 2 Frauen im Boston der 1930er Jahre. Beide hadern damit, dass es für Frauen zu dieser Zeit nicht einfach war, eigene berufliche Erfolge zu verbuchen. Da ich Band 1 nicht kenne, fehlt mir ein Teil der Vorgeschichte, da beide Protagonistinnen sich in diesem wahrscheinlich kennenlernten und gemeinsam einen Mordfall lösten. Er und seine journalistische Auswertung haben der Journalistin Samantha Hawke jedoch die Freiheit verschafft, neben Hausfrauenthemen auch ernsthaften Journalismus betreiben zu dürfen.
Im aktuellen Fall geht es um einen Fenstersturz aus der 7. Etage eines Bürogebäudes, den die Polizei längst als Selbstmord abgeschrieben hat. Den Protagonistinnen gelingt es auch mit für ihre Zeit unorthodoxen Methoden zu beweisen, dass es Mord war und natürlich schlussendlich den Täter zu überführen. Die Autorin legt dabei viel Augenmerk auf die Persönlichkeiten ihrer Heldinnen. Letzteres erscheint zeitweise fast wichtiger als der Fall. Zusammen ergibt das eine solide Cosy-Crime-Story, die weitgehend auf humorige Elemente verzichtet.
Die Autorin erzählt mit wechselndem Fokus auf ihre beiden Protagonistinnen.