Kaum läuft das Leben des Antiquitätenhändlers Siggi Malich wieder in gewohnten Bahnen, stolpert er auf seinem Hof schon wieder über eine Leiche. Bei der Ähnlichkeit, die der Tote mit ihm selbst hat, fragt sich Siggi, ob vielleicht sogar er selbst das Opfer sein sollte. Oder hat der Mord etwas mit dem Koffer voller anscheinend wertlosem Plunder zu tun, die er dem Toten kurz zuvor abgekauft hat? Die Polizei geht allerdings von einem Unfall aus.
Nach seinen gelungenen Cosy-Crime-Erstling Mord im Antiquitätenladen legt der aus dem Fernsehen bekannte Antiquitätenhändler »80-Euro«-Waldi Lehnertz einen neuen ›Antiquitätenkrimi‹ nach. Mit meiner Vermutung in der Rezension zu Band 1, dass hier wohl keine Fortsetzungen geplant seien, lag ich damit eindeutig falsch. Wie bereits beim Vorgänger wird auch diesmal wieder Miriam Rademacher als Co-Autorin (oder vielleicht doch eher Ghostwriterin?) genannt. Der Protagonist Siggi Malic weist dabei nicht nur vom Beruf her unverkennbare Parallelen zum Autor auf. Vermutlich dürfte letzterer es im realen Leben aber nicht ganz so oft mit Leichen zu tun bekommen.
Im aktuellen Fall bekommt der Protagonist eine zusätzliche Motivation, den Fall selbst aufzuklären, denn seine Assistentin/Geliebte wird entführt. Dazu gibt es die Genre-üblichen Verwicklungen und Verwirrungen. Das alles ist gut angelegt, sodass ich trotz unterschiedlichster Verdächtigungen beim Lesen nicht auf den wahren Täter gekommen bin. Und doch erscheint die Handlung nach der Aufklärung des Falls erneut logisch. So gesehen darf Siggi gerne noch weiter über Leichen stolpern.
Im Gegensatz zum Vorgänger verwendet der Autor diesmal deutlich mehr Szenen, in denen der erzählerische Fokus auf anderen Charakteren als dem Protagonisten liegt.