Nach Hochzeit und ausgedehnter Hochzeitsreise wacht Lydia erstmals im gemeinsamen Ehebett auf. Als Amerikanerin muss sie sich zunächst im Leben einer Countess auf dem Schloss ihres adligen britischen Manns zurechtfinden. Schon bei der Besichtigung des Städtchens gerät sie jedoch in einen Mordfall. Wie sich herausstellt, war die Tote eine Ex-Freundin ihres Mannes, und schnell ist der der Hauptverdächtige.
Danielle Weidig siedelt ihre neue Cosy-Crime-Reihe im England der heutigen Zeit an. Ihre Protagonistin ist die gebürtige Amerikanerin Lydia, die kürzlich einen echten britischen Earl geheiratet hat. Der Einstieg wirkt auf mich etwas überstürzt. Lydias Vergangenheit, Kennenlernen, Hochzeit und Flitterwochen werden nur kurz angerissen und wirken so nicht ganz glaubhaft. Auch erscheint die Protagonistin zunächst etwas auf ihr Äußeres bezogen.
Als sie mit den Mordermittlungen beginnt, bessert sich diese Einschätzung allerdings deutlich. Ab hier kommt das typische Cosy-Crime-Feeling zutage. Der Höhepunkt wirkt für das Genre sogar überraschend hart. Die für derartige Geschichten typischen Handlungselemente wie mehrere Verdächtige und falsche Spuren sind vorhanden. Im Finale wird dann sogar schon der Fall für den nächsten Band angedeutet. Wenn dann die oben beschriebenen Einstiegsschwierigkeiten wegfallen, könnte diese Reihe ihr Potenzial ganz ausspielen.
Die Autorin folgt handlungsmäßig stets ihrer Protagonistin, wobei die Darstellung der Ereignisse im Präsens etwas verwirren kann.