Eigentlich dreht sich für Charlotte Sloane und Lord Wrexford derzeit alles um die Hochzeitsvorbereitungen. Für einen Besuch einer Biologen-Tagung in den Royal Botanic Gardens bleibt aber dennoch Zeit. Immerhin gehört der wissenschaftlich interessierte Wrexford der Royal Society an. Als dort ein Gastredner tot zusammenbricht, wird ihr Interesse aber doch geweckt, zumal Anzeichen auf einen Giftmord hindeuten. Doch wer ermordet einen Wissenschaftler?
Im Band 5 ihrer historischen Cosy-Crime-Reihe lässt Andrea Penrose ihre beiden Protagonisten auf ihre Hochzeit zusteuern. Dass auch dabei wider ein Mordfall dazwischen kommt, war natürlich abzusehen. Wie bereits in Band 4 (Die dunklen Gassen von Mayfair) ist die Tat auch diesmal wieder im wissenschaftlich geprägten Milieu angesiedelt, wobei es in diesem Fall ins Gebiet der Biologie geht. Dass sowohl das Opfer als auch der sich recht schnell herauskristallisierende Hauptverdächtige US-Amerikaner sind, verkompliziert die Angelegenheit. Immerhin bewegen wir uns im frühen 19. Jahrhundert, als Großbritannien die Staaten der jungen USA noch als abtrünnige Kolonien ansieht. Aber was wäre das schon für eine Story, wenn es nicht überraschende Wendungen gäbe?
Bis der Täter überführt werden kann, kommen auf das Protagonisten-Duo nicht ganz ungefährliche Ermittlungen zu. Natürlich bekommen auch die üblichen Nebenfiguren wie beispielsweise Lord Wrexfords Diener oder die beiden von Charlotte adoptieren Straßenjungen wieder ihre gebührenden Auftritte. Am Ende ist es der Autorin erneut gelungen, einen Kriminalfall zu konstruieren, der alle Fans dieser Reihe zufriedenstellen dürfte.
Stilistisch belässt die Autorin erwartungsgemäß alles beim Gewohnten.