Kaum konnte Lydia die Unschuld ihres Mannes in einem Mordfall beweisen, stolpert sie schon in den nächsten hinein. Diesmal steht der Chauffeur ihrer Schwiegermutter unter Verdacht. Der hat zwar wirklich eine kriminelle Vergangenheit, doch ist Lydia trotzdem von seiner Unschuld überzeugt. Auf der Suche nach dem wahren Mörder wagt sich die Hobbydetektivin vielleicht etwas zu weit vor, aber notfalls ist ja Butler Godfrey zur Stelle.
Nach dem 1. Fall ihrer neu-adeligen Protagonistin und Countess Lady Lydia in Band 1 (Mord im Musensaal) ihrer Cosy-Crime-Reihe lässt Danielle Weidig nicht nur wenig, sondern genau genommen gar keine Zeit vergehen, bis sie Lydia in ihren nächsten Mordfall stolpern lässt. Immerhin wurde der neue Mord ja bereits am Ende von Band 1 erwähnt. So wird auch die Handlung nahezu lückenlos fortgesetzt.
Im Gegensatz zum letzten Fall, der sich eher als familiäre Fehde erwies, bekommt es die Protagonistin diesmal mit wirklichen Kriminellen zu tun. Der Fall an sich ist sehr verwickelt konstruiert, sodass es dem Leser kaum möglich ist, viel vorauszuahnen. Auffallend ist, dass dem Ehemann der Protagonistin nur eine nahezu unbedeutende Nebenrolle zukommt. Wenn das so bleibt, dürfte es der Autorin auf Dauer schwerfallen, eine erst kürzlich stattgefundene Liebesheirat glaubwürdig herüberzubringen. Stattdessen scheint sich der Butler der Schwiegermutter zum Detektiv-Helfer zu entwickeln. Mit seinem fast schon Cliché-mäßigen Butler-Verhalten stellt er gleichzeitig auch ein humoristisches Element dar. Das Ende dieses Bandes deutet dann eine mögliche Entwicklung an, die für die Weiterentwicklung dieser Reihe von entscheidender Bedeutung sein könnte.
Die Autorin erzählt auch diesmal wieder in der etwas ungewohnt wirkenden Präsens-Form.