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MySims Kingdom (Wii)

Rezension von Eileen Weinreich

 

Die Story

 

In König Rolands Reich ist nicht mehr viel, wie es war. Denn es fehlt ein Stabträger, der sich um die vielen Inseln, die das Königreich umfasst, kümmert. Aus diesem Grunde veranstaltet König Roland einen Wettbewerb, bei dem ein neuer Stabträger ermittelt werden soll. Die Wahl ist bald getroffen und der neue Stabträger macht sich auf, die Menschen auf den einzelnen Inseln wieder glücklich zu machen, indem er sich ihrer kleinen und großen Probleme annimmt.

 

Die Graphik

 

Wie man es bereits aus dem Vorgänger kennt, zeichnet sich die Graphik der „MySims“ nicht unbedingt durch gestochene Schärfe und Echtheit aus. Auch die Proportionen der Figuren zu Bäumen, Gräsern und Häusern ist nicht als sonderlich realistisch zu bezeichnen. Dennoch hat die Graphik ihren ganz besonderen Charme. Denn das gesamte Spiel ist in einer sehr knuffigen Optik gehalten, die sowohl groß als auch klein sofort zu überzeugen weiß. Dabei findet das oft genutzte Kindchenschema hier Anwendung in Perfektion: große Augen, große Köpfe und absolut niedliche Mimiken und Gestiken. Obwohl gerade die Mimiken nicht besonders vielfältig sind, ist es aber auch hier die Einfachheit, die bewirkt, dass man wirklich alle Bewohner des „MySims“ – Königreiches sofort in sein Herz schließt. Auffällig ist dabei, dass besonders die Tiere, denen man auf den einzelnen Inseln begegnet, allesamt aussehen, als seien sie einem LEGO – Baukasten entsprungen, denn sie sind allesamt recht kantig und klobig, passen damit aber wie die Faust aufs sprichwörtliche Auge ins „MySims“ – Universum.

 

Das Gameplay

 

Gesteuert wird die selbst erstellte Figur, die den Stabträger mimt, mittels Nunchuk und Wii – Mote. Dabei wird die Figur durch den Stick des Nunchuks gesteuert; alle anderen Befehle werden durch die Wii – Mote eingegeben. Die Steuerung selbst ist denkbar einfach, denn vielmehr als springen und laufen kann man mit seiner Figur nicht tun. Dennoch ist die Präzision besonders, wenn man mittels Wii – Mote ein Bauelement platzieren soll, recht schwammig, was durchaus zu temporärem Frust führen kann.

 

Nun gilt es aber auch, den einzelnen Sims bei ihren Problemen zu helfen. Sei es nun das Einfangen von Schweinen und Kühen, das Überzeugen eines Sims von einem bestimmten Sachverhalt oder das Bauen verschiedener Dinge. Besonders Letzteres nimmt einen Großteil des Spiels ein. Um Häuser, Ställe, Brücken oder Schlösser zu bauen, benötigt man Schriftrollen, die man entweder findet oder vom Auftraggeber erhält. Für die Erfüllung einer Schriftrolle muss man so genannte Essenzen sammeln, die man entweder angelt, von Bäumen schüttelt, schürft oder mit einer Art Wünschelrute findet. Hat man alle nötigen Essenzen beisammen, werden verschiedene neue Elemente frei geschaltet, die man für das zu bauende Objekt benutzen kann. Umso mehr Objekte man zur Verfügung hat, umso weniger Grenzen werden der eigenen Kreativität und Phantasie auferlegt. Zwar hat man stets bestimmte Vorgaben für ein Bauwerk, dennoch kann man auch immer ein wenig seine eigenen Vorstellungen mit einbringen.

 

Um zu bauen, braucht man allerdings stets Nachschub am guten alten Mana. Denn immerhin möchte der Zauberstab ja auch mit Energie befeuert werden. Das Mana findet man im Prinzip überall, man kann es bei großer Not aber allerdings auch bei Lyndsay, einer der Begleiter des Stabträgers, bekommen, indem man nicht benötigte Essenzen in eben jenes Mana umwandeln lässt.

 

Die Musik

 

Ähnlich wie die Graphik, ist auch die musikalische Untermalung recht simpel gehalten. Dabei wurde die Musik aber stets der Umgebung angepasst. So vernimmt man auf der Wildwest – Insel stets eine Musik, die an „Bonanza“ erinnert, auf der gruseligen Insel Spukikana ist die Musik entsprechend zum Fürchten und auf der Insel Royal beispielsweise, dem Hauptsitz von König Roland, klingt die Musik sehr königlich mit Posaunen und Trompeten. Bei der Komposition der einzelnen Melodien wurden auf Einfachheit und Wiedererkennungswert gesetzt. Dieses Konzept geht voll auf. Denn zum einen behält man die Melodien im Kopf, zum anderen unterstreicht jede einzelne das Flair bzw. das Thema jeder einzelnen der vielen Inseln, die es zu bereisen gibt.

 

Fazit

 

„MySims – Kingdom“ ist ein Spiel für die ganze Familie.

Die Steuerung ist recht leicht zu erlernen, das Spielprinzip erschließt sich einem auch, wenn man noch nie etwas mit den Sims zutun hatte und der Spaß wird lange aufrecht erhalten, ebenso wie die Langzeitmotivation. Denn immerhin ist das Spiel noch nicht zu Ende, wenn man alle Inseln besucht hat. Den Sims fällt immer wieder etwas ein, wobei der Stabträger behilflich sein kann, sodass man gut und gerne seine 25 Stunden mit dem Spiel zubringt. Die Graphik überzeugt trotz ihrer Einfachheit und des Minimalismus, ganz genauso wie die Musik. Gewürzt wird das Ganze dabei noch von der Tatsache, dass es keine Bösewichte gibt bzw. dass die, die auf den ersten Blick böse sind, in interaktiven Dialogen doch noch zum Guten bekehrt werden. „MySims – Kingdom“ ist ein tolles Spiel nach dem bekannten Baukastenprinzip, das trotz seiner Einfachheit immer wieder Abwechslung bietet in den Aufgaben, die es zu bewältigen gilt.

 

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MySims Kingdom

von Software Pyramide

Plattform: Nintendo Wii

USK-Einstufung: USK ab 0 freigegeben

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 15.09.2009, zuletzt aktualisiert: 07.11.2015 13:37