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Nachtjägerseele von Tina Alba

Rezension von Christel Scheja

 

Tina Alba ist an der Nordsee aufgewachsen und lebt auch heute noch in Norddeutschland. Sie arbeitet als Biologin, findet aber immer noch Zeit Kurzgeschichten und Romane zu schreiben. So ist nach „Nachtjägerherz“ nun auch „Nachtjägerseele“ entstanden, eine direkte, aber auch ohne Vorkenntnisse lesbare Fortsetzung.

 

Der Mensch Tiano und Zersa, die Heilerin des Volkes der Wildkatze und naturverbundene Dienerin der Waldmutter, haben einander gefunden. Sie sind nun „Imako“, Seelenverwandte und beschließen das auch vor dem Stamm öffentlich zu machen, auch wenn die meisten anderen Uruni ihn immer noch nicht wirklich in ihrer Mitte akzeptieren.

Zersa aber vertraut ihm, und das nicht nur aus Liebe. Denn sie hat durch eine „Träne der Waldmutter“ mehr in ihrem Gefährten gesehen – erkannt, dass er sich wie sie vermutlich auch in ein Tier verwandeln kann, in einen Tiger statt in einen Panther. Das ist allerdings für den jungen Mann nur schwer vorstellbar

Doch bevor sich die beiden näher damit beschäftigen können, erscheint ein Bote des Narivogel-Stammes in ihrem Dorf und bittet um Hilfe. Eine Krankheit, ein unnatürlicher Wahnsinn hat große Teile seines Volkes befallen und schon vielen den Tod gebracht, weil sie sich selbst auszurotten beginnen. Schnelle Hilfe von einer erfahrenen Heilerin tut Not und so brechen Tiano und Zersa auf, um zu retten, was sie noch retten können.

 

„Nachtjägerseele“ schließt zwar direkt an „Nachtjägerherz“ an, ist aber auch zu verstehen, wenn man den ersten Band nicht kennt, da die Autorin die notwendigen Informationen schnell nachliefert und dem Leser so hilft, problemlos in die Handlung zu kommen.

Die Geschichte selbst ist sicherlich nicht gerade neu, aber Tina Alba schafft es dennoch, den Leser zu fesseln. Das liegt weniger am Verlauf der Erzählung, in der sich vieles schon vorausahnen lässt, als an den lebendig geschilderten Figuren und dem stimmig beschriebenen, sehr atmosphärischen Hintergrund. Man fühlt sich schon nach wenigen Sätzen in den Wald der Uruni versetzt und taucht gerne in die magische Kultur ein, nimmt dabei auch noch an dem Schicksal der Helden Anteil, weil man sich schon sehr bald mit ihnen fühlt und denkt – gespannt darauf ist, wie sie sich verhalten.

Dazu kommt aber auch noch ein guter Schuss an Spannung, denn nicht jede Situation in die die Figuren geraten sieht zunächst gut aus. Auch die persönlichen Dramen berühren, weil sie nicht übertrieben dargestellt werden und einen glaubwürdigen Verlauf erhalten.

Das alles sorgt für eine kraftvolle, magische Aura, durch die die Geschichte in Erinnerung bleibt und nicht so schnell vergessen wird – vor allem wenn man zauberhafte, aber auch realistisch wirkende Fantasy abseits der epischen Dramen mag.

 

„Nachtjägerseele“ ist wie sein Vorgänger „Nachtjägerherz“ ein Fantasybuch, dass vor allem durch seine Figuren und das Setting lebt. Wer sich ohne Vorbehalte auf die magische Geschichte einlassen kann, wird schon bald sein Kopfkino einschalten können und ein farbenprächtiges Abenteuer miterleben können, auch wenn es natürlich kein neues und innovatives Thema behandelt. Aber das ist in diesem Falle auch nicht notwendig, um die Erzählung genießen zu können, weil alles andere stimmt.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Nachtjägerseele

Autorin: Tina Alba

broschiert, 200 Seiten

Machandel Verlag, erschienen März 2015

ISBN-10: 3939727792

ISBN-13: 978-3939727798

Erhältlich bei: Amazon

Kindle Edition

ASIN: B00UZ9A812

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 10.04.2015, zuletzt aktualisiert: 23.11.2018 10:18