Duvna ist der Urenkel des Trägers des Horns des Untergangs. Aber er ist auch ein Wolfswandler und nach dazu der rechtmäßige Erbe des Throns von Naraim. Mit all dem muss er sich in seiner Jugend auseinandersetzen. Will er überhaupt König werden? Doch droht Naraim sowieso ein Bürgerkrieg, denn der aktuelle König hat keinen männlichen Erben. Der Rat von Setan scheint sogar der Meinung zu sein, Duvna könnte dem Land Frieden bringen.
Auch beim abschließenden 4. Band seiner epischen Fantasy-Tetralogie stellt Ludo Tabor wieder einen anderen Charakter in den Fokus: den jungen Wolfswandler Duvna. Im Gegensatz zur Protagonistin des 3. Bandes (Der dritte Ton des Horns), Tirun, ist er für den Leser relativ einfach ins Gesamtbild dieser Welt einzuordnen. Voraussetzung ist dabei natürlich, dass man in diesem alleine schon wegen der mehrere Generationen umfassenden Geschichte wahrhaft als episch zu bezeichnenden Gesamtwerk überhaupt noch einen Überblick hat. Ein Personenregister wäre hier definitiv eine sinnvolle Ergänzung aller 4 Bände.
Die im vorliegenden Band erzählte (Teil-)Geschichte ist jedenfalls inhaltlich rund. Einschränkungen wie beim Vorgänger sind diesmal nicht festzustellen, sodass man diesem Abschlussband auch wirklich als Höhepunkt der Tetralogie bezeichnen kann. Nicht nur, dass die Handlung hier zu einem sinnvollen und runden Abschluss findet, ist dieser Band für mich auch der eindeutig gelungenste. Zusammengenommen ergeben alle 4 Bände eine überzeugende High-Fantasy-Story.
Stilistisch kommt es im letzten Buch natürlich zu keinen Überraschungen. Der Autor wechselt auch hier wieder zwischen den Perspektiven verschiedener Charaktere, und Sophia Koppenwallners Illustrationen ergänzen erneut den Text.