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Demnächst: Queer*Welten – das erste deutschsprachige queer-feministische Science-Fiction- und Fantasy-Magazin

Herausgegeben von Lena Richter, Kathrin Dodenhoeft und Judith Vogt, ist ein quartalsmäßiges Erscheinen des Zines im Berliner Ach Je Verlag geplant.

Queer*Welten Band 1

Queer*Welten Band 1
Queer*Welten Band 1

 

Herausgeberinnen: Lena Richter, Kathrin Dodenhoeft und Judith Vogt

Heft, 56 Seiten

Ach je Verlag, 2020

ISBN-10: 3947720513

ISBN-13: 978-3947720514

Erhältlich bei: Amazon

Kindle-ASIN: B088TPFJ4W

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Inhalt:

  • Nebelflor von Annette Juretzki (Kurzgeschichte)
  • Feuer von Lena Richter (Kurzgeschichte)
  • Die fortgesetzten Abenteuer des Spaceschiffs Plastilon von Jasper Nicolaisen (Ballade)
  • Die Heldenfresserin von Anna Zabini (Kurzgeschichte)
  • Von Orks, Briten und dem Mythos der Kriegerrassen (Teil 1) von James Mendez Hodes (Essay)

Was ist queer-feministische Science-Fiction und Fantasy?

Das Wort Feminismus müssen wir vermutlich nicht erklären – wir möchten, dass in den Geschichten, die wir in Queer*Welten veröffentlichen, geschlechterspezifische Machtdynamiken thematisiert oder in Frage gestellt werden und dass Frauen eine Rolle spielen. Dass sie Protagonistinnen sind, ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen, eine Identität haben, die nicht von Männern oder heterosexistischen Weltbildern geprägt ist (oder, wenn doch, von der Rebellion gegen solche erzählen). Queer-feministisch ergänzt das, um neben der Geschlechterebene andere Ebenen der Diskriminierung zu berücksichtigen und Verhältnisse zu hinterfragen.

Queer steht für das Aufbrechen und Dekonstruieren normativer Gesellschaftsstrukturen, die patriarchal, heterosexistisch und rassistisch geprägt sind. Wir möchten nicht, dass alle unsere Geschichten von weißen hetero cis Frauen handeln, die die Welt retten. Wir möchten stattdessen, dass die Geschichten verschiedene Lebensrealitäten abbilden, auch wenn sie in fernen Welten spielen. Wir möchten, dass darin nichtbinäre Menschen, Women of Color und trans Frauen genauso sichtbar sind wie asexuelle cis Frauen oder ältere Frauen mit Behinderung. Unser Feminismus ist intersektional, das heißt, er berücksichtigt die Überschneidungen von mehreren Diskriminierungsebenen. So kann eine Frau neben ihrem Geschlecht auch für ihr Schwarzsein, ihre Homosexualität und/oder ihre Behinderung diskriminiert werden. Diese verschiedenen Ebenen wirken immer zusammen, auch wenn die einzelnen Dimensionen in verschiedenen Kontexten unterschiedlich stark zum Tragen kommen. Dabei möchten wir ganz besonders auch Own Voices berücksichtigen.

Wer ist die Zielgruppe?

»Queer*Welten« richtet sich an Lesende, die Lust auf Kurzgeschichten haben, in denen der Status Quo in Frage gestellt wird, in denen Utopien und Dystopien geschaffen und gesellschaftliche Normierung ausgehebelt werden, in denen es um Empowerment geht, aber auch um Marginalisierung, um nicht-heteronormative Konzepte von Leben und Überleben, Familie und Partnerschaft, die Menschen als Protagonist*innen lesen wollt, die sonst eher am Rand von Geschichten stehen, die Autor*innen lesen will, deren Perspektive sich bislang eher nicht auf Bestsellerlisten finden lassen.

Was sich nicht in Queer*Welten finden wird, sind Texte mit Hate Speech, Beleidigungen, übermäßig brutalen oder rein erotischen Inhalten.

Außerdem sucht Queer*Welten natürlich immer neue Kurzgeschichten, Comics, Essays, Gedichte und Balladen für weitere Ausgaben. Unter https://queerwelten.de/wir-suchen-dich/ befinden sich die Einzelheiten inklusive der Einreichungsadresse. Wir bevorzugen bei unserer Auswahl Own-Voices-Autor*innen (Nicht-Männer, Queers, BIPoC, Autor*innen mit Behinderung oder Neurodivergenz), aber eine Veröffentlichung in Queer*Welten bedeutet nicht automatisch ein „Outing“ – niemand wird genötigt, Details offenzulegen.

Die erste Ausgabe

Für unsere erste Ausgabe haben wir einen rassismuskritischen Essay von James Mendez Hodes zu Orks und dem Mythos der »Kriegerrassen« übersetzt, außerdem enthält sie Geschichten von Anna Zabini, Annette Juretzki und Lena Richter, eine Ballade von Jasper Nicolaisen sowie aktuelle Romantipps. Wir sind ein kleines Projekt und freuen uns über alle, die Lust haben, uns mit dem Kauf von »Queer*Welten« zu unterstützen.

Bad feminists

Wir werden es niemals schaffen, allen Menschen in ihrer unglaublich komplexen Lebensrealität gerecht zu werden. Nicht alle werden sich (immer) in unseren Texten wiederfinden können. Wir sind auf die Einsendungen angewiesen, die wir erhalten, und können nur aus diesem begrenzten Pool auswählen. Wir werden uns bemühen, auch aktiv möglichst viele Texte von Own Voices zu akquirieren, aber uns ist von vornherein bewusst, dass wir auch an unserem eigenen Anspruch scheitern können. Wir möchten, dass ihr wisst: Wir sind keine perfekten (Queer-)Feministinnen. Wir versprechen euch nicht, dass wir die Welt verstanden haben und ihr in unserem Magazin alle Antworten finden werdet, die ihr sucht. Auch wir sind lediglich auf einer Suche und möchten frei nach dem Prinzip des »messy learning« versuchen, einen Beitrag zu mehr Vielfalt und Sichtbarkeit von Diskriminierten in der Phantastik zu leisten.

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Erstellt: 05.04.2005, zuletzt aktualisiert: 30.06.2020 18:42