NCIS, Staffel 6.1 (DVD)
 
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NCIS, Staffel 6.1

Filmkritik von Christel Scheja

 

Rezension:

 

Seit 2003 ist das Team des Naval Criminal Investigative Service rund um Agent Gibbs aktiv im Fernsehen unterwegs. Sieben Staffeln sind bereits gelaufen eine achte startet im Herbst 2010 in den USA und ein Ende ist noch nicht abzusehen.

Ursprünglich ging die Serie aus der Navy-Anwaltsserie „JAG-Im Auftrag der Ehre“ hervor, da die Pilotepisoden sehr gut beim Publikum ankamen, mittlerweile ist sie um einiges erfolgreicher, was in erster Linie an dem etwas geänderten Konzept und den Figuren liegen mag.

 

Der Naval Criminal Investigative Service (NCIS) kommt immer dann ins Spiel, wenn Marines oder Marineangehörige und deren Familien ermordet wurden, verschwunden sind oder aber unter Verdacht geraten. Sie übernehmen die Ermittlungen von der örtlichen Polizei oder arbeiten – wenn auch sehr ungern mit dem FBI oder CIA zusammen. Gerade mit ersteren lieferte man sich in früheren Staffeln immer kleine Kompetenzduelle.

Von Washington aus, reisen die Agenten durch das Land oder auch in andere Länder, wenn die Todesfälle dort geschehen sind. Kopf des Teams ist Special Agent Leroy Jethro Gibbs, einst selbst ein Scharfschütze und Marine. Er hat eine ganz besondere Art sein Team zu motivieren und die Verdächtigen zum Sprechen zu bringen. An seiner Seite stehen Tony DiNozzo, einst Detective bei der Polizei und aus gutem Hause stammend, der Computerspezialist Timothy McGee, der aber immer mehr auch Ermittlungsarbeit übernimmt und die Mossad-Austauschagentin Ziva David.

Ergänzend wird das Team von NCIS eigenen Pathologen Dr, Donald „Ducky“ Mallard und der Forensikerin Abigail „Abby“ Sciuto unterstützt.

Am End der fünften Staffel wurde die langjährige Direktorin des NCIS, Jenny Shephard ermordet. Ihre Position übernimmt nun ihr Stellvertreter Leon Vance und dieser lässt einen völlig neuen Wind wehen. Dieser besteht darin, das Team von Gibbs auseinander zu reißen. Ziva wird zurück nach Israel und in die Dienste des Mossad geschickt, DiNozzo soll seine Erfahrungen als „Agent zur See“ machen und McGee in der Abteilung arbeiten, in die er eigentlich gehört.

Agent Gibbs werden neue Agenten zugeteilt, ein Team, das nicht wirklich zusammen zu passen scheint und auch nicht mit seinem unwilligen Chef warm wird. Aber schon bald wird deutlich, dass die Aktion von Vance durchaus einen Sinn hat – denn schon eine ganze Weile sickern Informationen des NCIS an Stellen, die nichts davon erfahren dürfen und er versucht so den Verräter zu finden. Das gelingt am Ende – doch wie so oft ist das nicht die ganze Wahrheit.

Auch nach der Aktion braucht es eine Weile, das Team wieder zusammen zu fügen, aber Gibbs bleibt gegenüber Vance stur, bis er hat, was er will. Denn auch wenn er seine Untergebenen nicht immer nett behandelt – er steht zu ihnen und sie zu ihm.

Mit neu gefundener Kraft macht man sich an die Lösung weiterer Fälle. Einer davon führt in Jethro Gibbs Heimatort und das Team lernt erstmals seinen Vater kennen.

Dann legt man sich wieder einmal mit dem FBI an, denn ein Mordverdächtiger steckt in deren Zeugenschutzprogramm und soll natürlich nicht ausgeliefert werden, fällt fast auf die Behauptungen eines Senators herein, der eine Affäre mit einer Navy-Offizierin hatte und findet schließlich den echten Maulwurf.

Besinnliche Gedanken an die Vergangenheit ruft ein Fall kurz vor Weihnachten in das Gedächtnis des Teams, als ein Mordverdächtiger sich als vor siebzehn Jahren für tot gehaltener Ex-Marine entpuppt und nicht zuletzt gerät McGee in einen Gefängnisaufstand unter Frauen.

 

Es sind nicht unbedingt die Fälle, die NCIS auszeichnen sondern eher die Menschen, die während der Ermittlungen zusammenarbeiten. Die Teamdynamik zwischen Gibbs und seinen Untergebenen, vor allem aber DiNozzo, David und McGee machen den Großteil der Spannung aus. Dazu kommen sehr eigenwillige Nebenfiguren wie die bekennende Goth Abby, die immer wieder in neuen Outfits zu sehen ist und ihre Kauzigkeit zur Marke erhoben hat. Auch der eigenwillige Dr. Mallard und sein munterer Assistent Palmer tragen zur Stimmung mit bei.

Kurzum – auch wenn der Fall und seine Auflösung nicht immer das Gelbe vom Ei sind – die Stimmung macht es wieder wett, denn man verfolgt mit entsprechender Begeisterung, wie sich die Ermittler im Einsatz ärgern und ermahnt werden müssen, wie es durchaus zwischen Figuren wie Tony und Ziva knistert, auch wenn nichts ausgesprochen wird.

Immerhin ist die Entwicklung auch nicht stehen geblieben und bestimmte Rollen haben sich verschoben. Ziva, die noch in der dritten und vierten Staffel eher außen vor stand, gehört nun mit zum Team, McGee ist längst nicht mehr so tollpatschig wie in den ersten Staffeln und auch aus der Vergangenheit von Gibbs kommen wieder kleine Details ans Licht. Die Folge in der das Team und die Zuschauer Gibbs Vater kennen lernen gehört wohl zu den Highlights dieser Box. Gespielt wird die Figur durch keinen anderen als den Schauspieler, an den sich viele noch als „Papa Walton“ erinnern werden.

Alles in allem gestalten sich die Fälle der Box sehr abwechslungsreich, es gibt neben persönlichen Eifersuchtsdramen, Morden aus Habgier aber auch terroristische Aktionen, die gestoppt werden müssen.

Die Action ist zwar von Folge zu Folge unterschiedlich gewichtet, aber immer vorhanden. Alles in allem sind die Folgen durchweg spannend und unterhaltsam, man hat noch nicht das Gefühl, dass die Luft irgendwie raus wäre. Gerade weil man so viele aktive Figuren hat und diese nicht nur auf eine Person fixiert ist, findet wohl jeder seinen Liebling, den er immer wieder gerne sieht.

Bild und Ton sind in Ordnung und auf der Höhe der Zeit, auch die drei Featurettes können sich sehen lassen. Das einzige, was ein wenig bitter aufstößt ist die Aufteilung der sechsten Staffel in zwei Halbstaffel-Boxen, die sogar zeitgleich erscheinen.

 

 

Fazit:

 

Der erste Teil der sechsten Staffel von NCIS beweist, was die Serie so erfolgreich macht, denn die Teamdynamik zwischen Gibbs und seinen Leuten ist so gut wie nie zuvor und man erfährt so einiges über die Figuren, was auch der Hintergrundhandlung, die die Staffel locker durchzieht zu Gute kommt.

Wer kurzweilige Krimiunterhaltung mit viel Action, Humor und sympathischen Charakteren sucht, wird die Serie sicherlich schnell ins Herz schließen können.

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20240423215959b4779585
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DVD:

NCIS, Staffel 6.1

NCIS, USA 2008/2009

Format: Dolby, PAL, Surround Sound

Sprache: Deutsch, Italienisch, Französisch (Dolby Surround), Englisch (DD 5.1),

Untertitel: Deutsch, Dänisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Niederländisch, Italienisch, Norwegisch

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Anzahl Disks: 3

FSK: Freigegeben ab 16 Jahren

Studio: Paramount Home Entertainment

Erscheinungstermin: 5. August 2010

Spieldauer: 499 Minuten (12 Folgen a ca. 43 min)

 

ASIN: B003O7EHTG

 

Erhältlich bei: Amazon

 

 

Extras:

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Körperwelten"-Featurette

"Fear: Exklusiv auf DVD" - eine Akustikversion von Pauley Perrettes Song "Fear"

"Anfangsknall"-Featurette

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Darsteller:

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Mark Harmon

Michael Weatherly

Cote de Pablo

Sean Murray

Pauley Perette

David McCallum

Rocky Carroll

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Erstellt: 04.08.2010, zuletzt aktualisiert: 07.02.2024 17:01, 10838