Wenn sich auf Burg Neuzahnstein die Reichen und Schönen treffen, fließt Blut. Das ist allerdings ganz normal, denn die, die sich hier zum Ball treffen, sind Vampire. Ausnahmslos. Hoffen zumindest alle. Als im Sanitärbereich statt des Hausherrn nur ein Häuflein Asche zu finden ist, weil hier jemand eine Tageslicht-Lampe verbaut hat, kommen Zweifel auf, ob sich vielleicht doch ein Vampirjäger eingeschlichen haben könnte. Zum Glück ist Seraphina Blanc, eine erfahrene Ermittlerin der V.A.M.P., schnell zur Stelle.
Diese kurze Zusammenfassung verrät natürlich schon, dass es in Sebastian Steffens’ neuer Urban-Fantasy-Krimi-Reihe nicht gerade verbissen ernst zugeht. Und das, obwohl alle relevanten Mitwirkenden Vampire sind. Deren Population wird allerdings schon in diesem 1. Band merklich ausgedünnt, denn Graf Aurelius von Sonnenbads Überreste bleiben nicht der einzige Aschehaufen auf Burg Neuzahnstein. Selbst die vampirische Protagonistin kann sich nur mit knapper Not vor Sonnenkontakt bewahren. Sie wird ja schließlich noch für weitere Bände benötigt.
Wie es sich für einen Krimi gehört, kann die Ermittlerin am Ende natürlich die Ursache für die Beendigung diverser Unsterblichkeiten aufklären. Womit dem 713. Ball des höheren Blutes auf Neuzahnstein eigentlich nichts im Wege steht.
Dieser Kriminalfall ist durchaus auch für sterbliche Leser gut verdaulich, die Seraphina Blancs nächsten Ermittlungen dann schon gespannt entgegensehen dürfen.
Der Autor erzählt (abgesehen vom 1. Kapitel, das als eine Art Prolog dient) durchgängig aus der Sicht seiner Protagonistin.