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Nijura - Das Erbe der Elfenkrone von Jenny-Mai Nuyen

Rezension von Carmen Huber

 

Ein schreckliches Verbrechen sorgt für Entrüstung und Angst unter den Elfen und bedroht den Frieden: Elrysjar, die magische Halbkrone der Moorelfen, wurde von einem Menschen gestohlen! Doch von der Unverschämtheit einer derartigen Tat abgesehen hat dieser Diebstahl noch weitaus größere Auswirkungen: Alle Moorelfen schulden dem Träger der Krone blinde Ergebenheit und absolute Treue, und zudem macht Elrysjar den König der Moorelfen unverwundbar. Und der beginnt schon bald, graue Krieger um sich zu scharen, eine gewaltige Armee aus den unter seinen Bann stehenden Moorelfen, mit der er die Welt erobern und alles unter seine Herrschaft zwingen will ... Und nur eines kann ihm noch gefährlich werden: Die Halbkrone der Freien Elfen – das Gegenstück zu Elrysjar, bestehend aus demselben Stein – die in ein magisches Messer verwandelt wurde und die zugleich der einzige Gegenstand ist, der es vermag, den unverwundbaren König zu töten und seinen Eroberungsfeldzug aufzuhalten ...

 

Abgeschieden von den großen Vorgängen der Welt lebt die junge Nill in einem kleinen Dorf der Menschen am Waldrand. Von klein auf war sie eine Außenseiterin und musste Spott, Verachtung und Schmähungen über sich ergehen lassen – denn Nill ist eine Halbelfe, die man als Säugling vor den Toren des Dorfes gefunden hat. Nur im Wald, der ansonsten von allem Menschen gefürchtet wird, fühlt sie sich wohl. Als sie wieder einmal ihrer Ziehmutter entflohen ist und einen kurzen Augenblick ungestörten Glücks im Wald genießen kann, findet sie plötzlich in einem Spalt in einer Birke einen schwarzen, schlanken Steindorn. Durch dieses Ereignis verändert sich ihr Leben – denn es handelt sich dabei um den einzigen Gegenstand, der den neuen König der Moorelfen aufhalten könnte, die verwandelte Halbkrone der freien Elfen. Und ausgerechnet Nill hat sie gefunden – aber sie ist doch keine Heldin! Nur eine Halbelfe, eine Außenseiterin, die zu nichts zu gebrauchen ist – wie könnte ausgerechnet sie zu etwas Großem bestimmt sein? Trotzdem aber wird sie von den Menschen ihres Dorfes ausgeschickt, um dem neuen König den Steindorn als Zeichen ihrer Ergebenheit zu bringen ...

 

Unterwegs begegnet sie einer Gruppe Elfen, die das gleiche Ziel haben: Kaveh, Prinz der Freien Elfen, sein Cousin Erijel und die Zwillinge Arjas und Mareju – und nicht zu vergessen ihr treuer Begleiter Bruno, ein riesiges Wildschwein. Zusammen reisen sie weiter, und schon bald wird den Gefährten klar, dass sie in diesem Kampf eine wichtige Rolle zu spielen haben ...

 

Gleich auf den ersten Blick beeindruckt das Buch durch seine wirklich gelungene Gestaltung, wie man es von cbj bereits gewöhnt ist: Nijura ist ein Hardcover mit wunderschönem Schutzumschlag in passenden Grüntönen und mit geschmackvoller Goldprägung. Als kleine Unterstützung findet man im Inneren außerdem noch eine hübsche Karte, die die Orientierung angenehm erleichtert.

 

Wirklich bemerkenswert ist aber vor allem auch das Alter der Autorin: Die gerade mal 18-Jährige hat »Nijura« bereits mit 16 zu schreiben begonnen. Doch trotz ihrer Jugend legt Jenny-Mai Nuyen mit ihrem Erstling ein beeindruckendes Debüt vor, wobei vor allem ihre Charaktere wirklich gut gelungen sind. Sie sind von Anfang an sympathisch, und vor allem Nill wirkt durch ihre Selbstzweifel oft besonders menschlich und kann gerade dadurch, dass sie keineswegs die perfekte Heldin ist, überzeugen. Aber auch die anderen Personen wirken lebendig, interessant und sehr real. Und vor allem die ungewöhnliche Idee, den Protagonisten als treuen Freund und Begleiter ein Wildschwein zur Seite zu stellen, fand ich ganz besonders amüsant. Schön gelungen sind auch die Beschreibungen der einzelnen Schauplätze, die sehr lebendig und farbenfroh wirken und einem oft das Gefühl geben, die Orte vor seinem geistigen Auge wirklich sehen zu können.

 

»Nijura« ist in erster Linie ein Jugenbuch, was man dem Roman auch durchaus anmerkt. Die Sprache ist eher einfach, es gibt nicht zu viele Handlungsstränge oder Protagonisten und auch die Welt selbst ist ebenfalls eher klein angelegt. Man begegnet nicht besonders viel Neuem, und so altbekannte Figuren wie Elfen weichen kaum von dem bereits da Gewesenen ab. Aber das stört nicht besonders, denn die junge Autorin schafft es trotzdem, ihrem Buch Leben einzuhauchen und eine eigenständige, wirklich gelungene und gut durchdachte Geschichte zu schaffen, die den Leser in ihren Bann zieht und bis zum Schluss fesselt.

 

Fazit:

»Nijura« ist spannendes und schönes Jugendbuch, das einfach Spaß macht.

Eure Meinung:

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Anzeige: 6 - 7 von 7.
Patrick
Freitag, 22. Dezember 2006 01:36 Uhr
Dieser Roman ist einzigartig!Er hält den Vergleich mit anderen fantasy Romanen in jedem Fall stand und überrascht durch seine Vielseitigkeit.Jenny-May Nuyen zeigt viel Liebe zum Detail und schaft es den Leser für Stunden in den Bann ihres Buches zu ziehen.Dazu noch überaus spannend und mitreißend,bietet dieser Roman alles was ein gutes Buch braucht.Jenny-Mai kennt den Stoff aus dem eine unvergleichliche
Geschichte wird.

allgemeiner Zugang
Mittwoch, 25. Oktober 2006 17:49 Uhr
Jenny-Mai Nuyen ist die beste Autorin der Welt.Das Buch Nijura war toll.Gibt es eine Fortsetzung?Ich musste voll weinen als Erijel starb.
Das was ich geschrieben hab ist zwar schwachsinn aber...

gruß huffel

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Buch:

Nijura - Das Erbe der Elfenkrone

Autorin: Jenny-Mai Nuyen

Gebundene Ausgabe, 512 Seiten

Cbj, August 2006

Karten: Jenny-Mai Nuyen

 

ISBN: 3570130584

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 25.09.2006, zuletzt aktualisiert: 20.09.2019 15:49