Leidiges Problem: Wer noch so gar nichts weiß und jetzt neugierig weiterliest, betrügt sich um eine wahrlich hübsch krasse, höchst plötzliche Erfahrung. Vorausgesetzt, wir definieren hübsch jetzt mal im besten Finster-Kontext. Vielleicht soviel: Was als solides Familientreffen geplant ist, endet als Schauer-Solo. Dazwischen geht es knallhart zur Sache.
Und Schnitt. Ende. Zumindest für diejenigen, die sich inhaltlich nicht vorweg greifen lassen möchten. Lohnt freilich wirklich, sich mit dem Film, Chips und Wolldecke auszurüsten für eine Runde Atemlosigkeit. Ansonsten gilt … einfach weiterlesen. Allzu viel verraten wird eh nicht.
Brutal getötet wird bereits gleich zu Beginn in direkter Nachbarschaft der Hauptakteure, Platz für Schonung gibt’s hier nicht. Die Mörder hinterlassen eine Drohung, mit Blut geschrieben: You’re Next. Die Warnung steht erst mal. Szenenwechsel. Ein sehr wohlhabendes Ehepaar erwartet zur Feier seines Hochzeitstages auf seinem pompösen Feriendomizil irgendwo dort, wo es so herrlich hübsch einsam ist, seine Gäste: Die drei Söhne, die einzige Tochter und die jeweiligen Lebenspartner. Man plaudert, neckt und freut und ärgert sich, zankt, wird zynisch, und plötzlich dann, beim gemeinsamen Abendessen, stirbt der Erste. Richtig fies. Natürlich. Es folgen zunächst … danach … demnächst … fies und fieser noch.