Of Flame and Fury (Autorin: Mikayla Bridge)
 
Zurück zur Startseite


  Platzhalter

Of Flame and Fury von Mikayla Bridge

Rezension von Christel Scheja

 

Of Flame and Fury ist nicht nur das Debüt von Mikayla Bridge, sondern ganz offensichtlich auch ein im Young-Adult-Bereich angesiedelter Einzelband. Der Verlag mag die Geschichte zwar als Romantasy labeln, aber das Abenteuer und die Entwicklung der Figuren stehen eher im Mittelpunkt.

 

Wenn die Menschen eines lieben, dann sind es die Phönixrennen auf der Insel Cendor, die von Reitern und Tieren alles fordern und nicht selten zum Tod führen. Denn die Feuervögel sind keine sanftmütigen Wesen. Das weiß auch die 17-jährige Kel, die mit ihrem Team das nächste Rennen gewinnen muss, um Schulden zu begleichen. Denn sonst verliert sie ihren geliebten Phönix Savita.

Leider geht schief, was schiefgehen kann und sie muss sich letztendlich mit Warren Coupers zusammentun, den sie absolut nicht ab kann. Allerdings merkt sie mit der Zeit, das hinter dem aufgeblasenen Angeber auch ein Mensch steckt, der bereit ist, mit ihr durch dick und dünn zu gehen, als sie einem düsteren Geheimnis auf die Spur kommt.

 

Und das ist es auch, was die Geschichte eigentlich beherrscht und nicht die Beziehung zwischen den beiden Charakteren, die sich zunächst nicht wirklich leiden können weil die ernstere Kel anfangs immer wieder bestätigt bekommt, dass „Coup“ nur ein überheblicher Hohlkopf ist. Andere Sorgen beschäftigen sie mehr.

Und das sind die Schulden, die ihr ihr Vater hinterlassen hat und später auch noch eine andere, erschütternde Nachricht. Aber dennoch ist sie bereit, für ihren Phönix bis zum letzten Atemzug zu kämpfen. Das sorgt für Spannung, Intrigen und Geheimnisse, die im Vordergrund stehen und dabei helfen, die Figuren zusammen zu bringen.

 

Wie in vielen Jugendromanen wird der Hintergrund nicht sonderlich ausgearbeitet, man erfährt nicht viel über die Gesellschaft auf den Inseln, ebenso wenig über den Rest der Welt. Die Handlung konzentriert sich ganz auf die Teams und Sponsoren hinter den Rennen und das Geflecht von Intrigen, das sich nach und nach immer enger um die Heldin zieht.

 

Das ganze ist in einer futuristisch angehauchten Welt angesiedelt, in der es jede Menge Technik gibt, die Phönixe sind das einzige Fantasy-Element und werden auch eher nüchtern, wie jede fremde Alienrasse betrachtet.

 

Heraus kommt ein interessantes Gemisch, das aber durchaus unterhalten kann. Die Figuren sind nett ausgearbeitet, während man von Anfang an mit Kel fühlen kann, entwickelt sich Coup erst nach und nach zu einem sympathischen Charakter. Und die Gefühle zwischen den beiden wachsen langsam und beruhen nicht unbedingt auf Leidenschaft, was zur Handlung passt.

Fazit

Alles in allem ist »Of Flame and Fury« ein solider Young-Adult-Roman für junge Leserinnen ab vierzehn Jahren, denen Liebe und Leidenschaft noch nicht so wichtig ist wie ein spannendes Abenteuer, in dem die Helden sich bewähren und wachsen können. Die Autorin entwickelt einen netten Hintergrund, arbeitet ihn aber nur so weit aus, wie sie es für die Handlung braucht, nutzt damit leider auch nicht alle Ideen.

Platzhalter

Buch:

Of Flame and Fury

Original: Of Flame and Fury, 2025

Autorin: Mikayla Bridge

Übersetzung: Ulrike Köbele

Karte: Virgina Allyn

Taschenbuch, 496 Seiten

Fischer Sauerländer, 24. September 2025

 

ISBN-10: 3737374864

ISBN-13: 978-3737374866

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0F4ZLBB85

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition


Platzhalter
Platzhalter
Erstellt: 20.12.2025, zuletzt aktualisiert: 03.01.2026 13:46, 25612