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Onkel Montagues Schauergeschichten von Chris Priestley

Rezension von Bine Endruteit

 

Sein Onkel Montague ist schon ein etwas kauziger Geselle, trotzdem geht Edgar immer wieder gerne zu ihm, um sich seine Geschichten anzuhören. Diesmal ist es allerdings besonders gruselig. Schon auf dem Weg durch den Wald hat er das Gefühl beobachtet zu werden. Auch im Haus hört Edgar seltsame Geräusche, findet es eigenartig kalt und findet die Atmosphäre einfach eigentümlich. Trotzdem setzt er sich gemeinsam mit Onkel Montague in die gemütlichen Sessel vor dem Kamin, sie trinken gemeinsam Tee und Edgar genießt die Geschichten, die er erzählt bekommt.

 

Da ist zum Beispiel die von dem Jungen, der nicht auf die Warnungen des Gärtners hören will und mutig auf die alte Ulme klettert. Er hört auch von dem Mädchen, das auf eine Art, die ihr gar nicht lieb ist, das Geheimnis eines Puppenhauses ergründet. Ihm wird auch von einer Hexe erzählt und einem Jungen, der sie bestehlen will. Besonders gruselig ist die Erzählung von dem Geistermädchen, das in einem großen Herrenhaus umgeht oder die von einem Jungen, der sich seinem geschundenen Selbst stellen muss. Dann sind da noch das Mädchen, das durch drei Wünsche sein Glück finden will, aber nur allergrößtes Leid erhält und der Dämon, der einen Jungen in den Wahnsinn treibt. Doch am gruseligsten ist vielleicht die Geschichte über Onkel Montague selbst... .

 

Rezension:

"Onkel Montagues Schauergeschichten" von Chris Priestley ist ein Buch in der Tradition altertümlicher Gruselmärchen, die dem Leser das Blut in den Adern gefrieren lassen. Mit der Zeit ahnt man zwar schon, worauf es bei den Geschichten hinausläuft, absolut spannend, beklemment und unheimlich ist trotzdem jede einzelne. Wer es besonders mag, sich zu gruseln, liest sie am besten Abends vor dem zu Bett gehen.

 

Ein bisschen wundert es, dass das Buch im Buchhandel unter den Kinderromanen zu finden ist. Teilweise sind die Erzählungen für eine etwas zartere Kinderseele doch etwas heftig geraten. Man kann sie guten Gewissens erst ab einem Alter von mindestens zwölf Jahren empfehlen. Doch auch Liebhaber von den klassischen Schauergeschichten, wie sie Edgar Allan Poe geschrieben hat, werden an dem Buch ihre Freude haben. Ja, man fragt sich sogar, ob der Vorname des Protagonisten, der ebenfalls Edgar lautet, nicht vielleicht eine Hommage an den berühmten Dichter ist.

 

Besonders gelungen sind außerdem die Illustration von David Roberts, die in einfachem Schwarzweiß gehalten sind und dadurch sehr gut zur Stimmung des Buches passen.

 

Jede einzelne der Erzählung baut schnell eine dichte Atmosphäre auf und man wird sofort von ihr "aufgesogen". Einen besonderen Reiz machen die Gegenstände aus, die sich in Onkel Montagues Besitzt befinden und jeweils den Schlüssel zu den einzelnen Kapiteln bilden. Edgar sieht immer ganz direkt ein Ding vor sich, von dem er eine der Schauergeschichten hört oder hält es sogar in den Händen. So hat man auch als Leser das besonders intensive Gefühl, hinter all den Geschichten könnte doch mehr stecken, als reine Fiktion und Onkel Montague könnte in der Tat mehr sein, als ein etwas verschrobener Wunderling. Und man soll Recht behalten!

 

Fazit:

"Onkel Montagues Schauergeschichten" ist ein wunderbares Buch für alle, die es gruselig mögen und sich gerne so richtig von einer Geschichte fesseln lassen.

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MEDIUM:

Onkel Montagues Schauergeschichten

Autor: Chris Priestley

Berlin Verlag, 6. Februar 2010

Gebundene Ausgabe: 222 Seiten

ISBN-10: 3827053714

ISBN-13: 9783827053718

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 18.05.2010, zuletzt aktualisiert: 20.09.2019 15:49