Kriminalhauptkommissar Maike Pech lässt sich nach Niederteerbach versetzen, einem Dorf im Umland Kölns. Das ist kein Zufall, denn hier verschwand während ihrer Schulzeit eine gute Freundin spurlos. Aber auch in der Gegenwart hat das kleine Dorf eine erschreckend hohe Kriminalitäts-, insbesondere Mordrate. Nur gut, dass Maikes beste Freundin und Schwägerin, Gerichtsmedizinerin Zoe Schwäfel immer auf dem ganz kurzen Dienstweg erreichbar ist.
Hinter dem gemeinsamen Pseudonym Robin Fuchs verbergen sich Christian Handel, Jana Ronte, Nica Stevens und Andreas Suchanek. Allerdings ist »verbergen« nicht ganz das richtige Wort, denn dieses Geheimnis wird am Ende des Sammelbandes ganz öffentlich ausgeplaudert.
Mit dem Gespann aus Pech und Schwäfel bringen sie ein Protagonisten-Duo an den Start, bei dem die Chemie stimmt. Doch auch viele der anderen wiederkehrenden Charaktere haben ihre Besonderheiten, die zum speziellen Feeling dieser Cosy-Crime-Reihe beitragen. Bei all den Morden kommt auch der Humor nicht zu kurz, der speziell dann, wenn es um die Eigenheiten der oft kauzigen Einwohner des Handlungsorts oder die Rivalitäten zum benachbarten Oberteerbach geht, seine Höhepunkte erlebt.
Auf die einzelnen Fälle will ich hier nicht näher eingehen, denn die habe ich in meinen Rezensionen den einzelnen Bänden detaillierter betrachtet. Eine Besonderheit dieser ursprünglich als Ennealogie angelegten Reihe ist, dass Nebenfiguren eines Bandes mehrfach als Opfer oder auch Täter eines späteren zurückkehren. Da kommt beim Leser leicht das Gefühl auf, selbst im (fiktiven) Niederteerbach zu wohnen. Und der Abschiedsschmerz nach den 9 in diesem Sammelband enthaltenen Geschichten ist nicht ganz so groß, denn mittlerweile sind zumindest als Hörbuch-Veröffentlichung weitere Fälle erschienen.