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Perfect Girl, Band 22

Rezension von Christel Scheja

 

„Perfect Girl“ erschien bei Tokyopop, bis die Serie aufgrund von Lizenzschwierigkeiten dort eingestellt werden musste. Es ist EMA sehr hoch anzurechnen, dass sie die Reihe nicht nur weiter fort führen, sondern auch in etwa die Größe und das Design der Bände beibehalten, was vor allem die Sammler der Reihe freuen dürfte.

 

Noch immer müssen die vier Studenten Kyohei, Takenaga, Ranmaru und Yukinojo auf Wunsch ihrer Vermieterin dafür sorgen, dass deren verschrobene Nichte Sunako endlich ein ganz normales Mädchen wird, das alle mögen und gerne haben. Vor allem soll sie lernen, dass das Leben sehr schön sein kann.

Nur erweist sich Sunako als harter Brocken, da sie ein bekennender Gruftie ist und nicht von ihrer Welt der Dunkelheit und Verzweiflung lassen kann. Doch die jungen Männer bleiben beharrlich und es ist vor allem dem schönen Kyohei zu verdanken, dass sie immer wieder auch schöne und liebenswerte Seiten zeigt und zudem aus ihre, Schneckenhaus kriecht.

Nur in manchen Dingen lässt sie immer noch nicht mit sich reden, so dass die Jungen zu drastischen und ungewöhnlichen Mitteln greifen müssen.

Bei einem Ausflug ans Meer lassen sie alle Kleidung von Sunako bis auf einen Bikini verschwinden und begeben sich ans Meer, in der Hoffnung, dass sie ihnen folgt. Tatsächlich lässt sich das Mädchen sehen – wenn auch in ein Laken gehüllt und mit einer furchteinflößenden Miene. Aber es kommt schließlich der Moment, in dem sie sich in ihrer vollen Schönheit zeigen muss.

Zurück in der Schule wird sie von einem Liebesbrief verwirrt, den ihr offensichtlich ein neuer Mitschüler geschrieben hat. Sie selbst ist vollkommen verwirrt, aber gerade das bringt Kyohei dazu, sich das ganze einmal genauer anzusehen. Und nicht zuletzt enthüllt der Besuch auf einem Spukschloss zu Halloween überraschende Geheimnisse und Gefahren.

 

„Perfect Girl“ ist schon lange weit davon entfernt, realistisch zu sein und wird in der letzten Episode dieses Bandes sogar ganz phantastisch. Die anderen kleinen Geschichten dieses Bandes zeigen wieder einmal kuriose und verrückte Momente in Sunakos Leben, mit denen sie erst einmal fertig werden muss, weil sie diese bisher noch nicht kannte – die Irrungen und Wirrungen der Liebe, eine glückliche Freizeit am Strand und vor allem die Aktivitäten, von denen sie sich bisher lieber fern gehalten hat.

So vergnüglich die Episoden auch sind – so ganz voran bringen sie die Handlung nicht – da sich weder die Figuren noch die Beziehungen wirklich weiter entwickeln und sich vieles wiederholt. Für fleißige Leser ist es nichts neues, dass Sunako immer wieder ganz gerne in ihren Goth-Modus verfällt und damit die Umgebung schockt. Allein die letzten Seiten des Bandes sind ganz anders als gewohnt, da sie Sunako und Kyohei mit einer Entwicklung konfrontieren, die für sie beide gefährlich werden könnte.

 

„Perfect Girl“ ist damit weiterhin die humorvoll erzählte Romanze um ein hässliches Entlein, das eigentlich schon lange ein stolzer Schwan ist und immer wieder von anderen auf diese Tatsache gestoßen werden muss.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Perfect Girl, Band 22

Autorin & Künstlerin: Tomoko Hayakawa

Aus dem Japanischen von Till Weingärtner

Yamato Nadeshiko Shichihenge, Vol. 22, Japan 2008

Manga-Taschenbuch, 176 Seiten

Egmont Manga & Anime, 04/2010

ISBN-10: 3770471520

ISBN-13: 978-3770471522

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 09.05.2010, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39