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Phoenixfeuer von Christoph Lode

Reihe: Pandaemonia, Bd.3

Rezension von Christel Scheja

 

„Phoenixfeuer“ ist der aktuellste Roman aus der Feder des deutschen Autors Christoph Lode, und schließt seine Fantasy-Trilogie „Pandaemonia“ ab. Der Roman schließt genau an das vorhergehende Buch „Die Stadt der Seelen“ an.

 

Wie stark der Würgegriff der geheimnisvollen Lady Sarka um die Stadt Bradost ist, haben Liam Satander, der Sohn eines Blitzhändlers und Viviana Quindal, die Tochter eines Erfinders und einer Wahrsagerin aus dem fahrenden Volk nur zu deutlich zu spüren bekommen.

Zwar ist es ihnen gelungen, Jackon, den jungen Traumwandler aus der Gewalt der tyrannischen Herrscherin, die mit ihren Spiegelmännern Angst und Schrecken verbreitet, zu befreien, aber können sie ihm wirklich trauen?

Leider erweist sich die zarten Freundschaft zwischen Jackon und Liam als Trugschluss, denn der ehemalige Schlammtaucher verrät den Händlerssohn und liefert ihn der Gewalt seiner Herrin aus.

Nun ist es an Viktoria, dem aus einer anderen Welt in die ihre gelangte Alb Lucien und den restlichen Freunden, Liam zu befreien und alles zu unternehmen, was sie können, um Lady Sarka aufzuhalten. Denn indem sie den Phoenix unterworfen hat und mit der ihr zugefallenen Macht experimentiert, ebnet sie nun auch noch mehr oder weniger ungewollt den Dämonen anderer Ebenen Tür und Tor, die schon eine ganze Weile darauf gelauert haben, Bradost an sich zu reißen.

Es gibt nur einen Weg, den Bann zu brechen, den die schurkische Zauberin über das Lichtweden geworfen hat – denjenigen zu finden, der einst vom Phoenix verflucht wurde, und ihn zu bitten, seinen Hass zu überwinden und so vielleicht endlich selbst Erlösung zu finden.

 

Auch diesmal ist kein Bruch in der Geschichte zu bemerken. Sie wird von Christoph Lode stringent weitergeführt und im gleichen Tempo gehalten. Dabei führt er gekonnt die Fäden zusammen und klärt offene Fragen. Immer wieder müssen sich die Freunde unerwarteten Gefahren stellen, so dass zusätzliche Spannung aufkommt.

Erst zum Ende des Buches hin zeigt sich, dass die Schurken nicht alles vorhersehen können und schließlich durch ihre eigene Überheblichkeit fallen. Aber der Endkampf ist logisch und glaubwürdig aufgebaut.

Die Geschichte spult sich insgesamt sehr routiniert ab. Der Autor benutzt viele vertraute Versatzstücke der Fantasy, interpretiert sie aber auch neu. Dabei erschafft er eine Welt, die ein wenig an die Traumlande von Neil Gaimans „Sandman“ erinnern. Dass diese Comicserie Pate gestanden hat, merkt man gelegentlich.

Dazu kommen ein paar Wendungen mit denen man so nicht gerechnet hat, die aber den Hintergrund abrunden. Die Figuren selbst bleiben jedoch weiterhin blass und auf wenige Eigenschaften reduziert, agieren als Archetypen in einer sehr phantasievollen Geschichte, die mehr auf das „Wie“ als das „Warum“ setzt und dem Leser damit auch noch eigene Interpretationsmöglichkeiten überlässt.

Der Erzählstil ist flüssig und wirkt entspannend, so dass man niemals zurückblättern muss, um Verständnisprobleme zu klären. Allein die Tatsache, dass man die ersten Bände kennen muss, um den letzten zu verstehen, und nicht allein in die Geschichte finden kann, mag auf den ein oder anderen Leser frustrierend wirken.

 

„Phoenixfeuer“ ist der gelungene Abschluss einer phantasievollen Fantasy-Trilogie, die klassische Magie mit Steampunk-Elementen vermischt. Spannend führt der Autor die offenen Fäden zusammen und rundet die Geschichte so sauber wie atmosphärisch ab. Nur wer vielschichtigere Charaktere mit großen inneren Entwicklungen erwartet, könnte etwas zu kurz kommen.

 

Eure Meinung:


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Phoenixfeuer

Autor: Christoph Lode

Reihe: Pandaemonia, Bd.3

Paperback, 480 Seiten

Goldmann, erschienen September 2011

Titelbild von Wilhelm R. Behr, Karte von Andreas Hancock

ISBN-10: 3442471753

ISBN-13: 978-3442471751

Erhältlich bei: Amazon

Kindle Edition

ASIN: B006GI6HH0

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 17.04.2012, zuletzt aktualisiert: 05.10.2019 18:58