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Pixels

Als Aliens Videos von alten Arcade-Spielen als Kriegserklärung missverstehen, greifen sie die Erde an und verwenden Spiele wie Pac-Man, Donkey Kong, Galaga, Centipede und Space Invaders als Vorlagen für ihre Kriegsmaschinen. Präsident Will Cooper (Kevin James) muss seinen besten Freund aus Kindertagen, den Videospiel-Profi der 80er Sam Brenner (Adam Sandler), um Hilfe bitten. Dieser soll ein Team von Retrogamern (Peter Dinklage und Josh Gad) anführen, die Außerirdischen besiegen und die Erde retten.

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Eure Meinung:

Armin, 22.07.2016, 12:05:
Vorsicht: Ein kindliches Gemüt sollte man sich schon bewahrt haben. Und es ist sicher auch kein Schaden, irgendwann in den frühen achtziger Jahren mindestens eine Begegnung mit einem dieser klobigen Videospielautomaten gehabt zu haben, die mit einer Mark zum Leben erweckt wurden und einen dafür mit ebenso simpler wie faszinierender Animations-Action und quäkenden Synthesizer-Klängen belohnt haben. Wer dann noch ein grundsätzliches Faible für die Achtziger mit ihren schrecklichen Frisuren, der auf Massenkompatibilität getrimmten Popmusik und Politikern wie Ronald Reagan hat, kann sich „Pixels“ guten Gewissens anschauen und wird eine Menge Spaß haben. Das Vergnügen wird einem dann auch nicht durch einen auf eher unterdurchschnittlich unterhaltsamen Klamauk spezialisierten Komiker wie Adam Sandler und andere offensichtliche Schwächen des Films verdorben.

Sam Brenner (Adam Sandler) war einst fast unschlagbarer Champion an den Arcade-Spielautomaten. Doch aus der von seinem besten Freund Will Cooper (Kevin James) vorhergesagten großen Zukunft ist nichts geworden: Brenner installiert, in eine peinliche, grell-orangefarbene Uniform gekleidet, Heimkinosysteme. Cooper dagegen ist inzwischen Präsident der USA, lässt aber auch in diesem Amt keine Peinlichkeit aus, von seiner Leseschwäche bis hin zur Vorliebe für Süßes. Als die Erde von außerirdischen Invasoren angegriffen wird, ist Präsident Cooper jedoch der richtige Mann am richtigen Ort. Die Aliens haben nämlich eine ins All geschickte Grußbotschaft gründlich missverstanden und in den mitgelieferten Videospielen eine reale Bedrohung gesehen. Sie zahlen es den Menschen mit gleicher Münze zurück und lassen Pac Man, Donkey Kong und Co. die Erde attackieren. Mit Brenner, dessen altem Nerd-Kumpel Ludlow Lamonsoff (Josh Gad) und ihrem früheren erbitterten Widersacher Eddie „Fireblaster“ Plant (Peter Dinklage) hat der Präsident glücklicherweise genau die richtigen Spezialisten an der Hand, um sich in Spieleklassikern wie Galaga oder Centipede mit den Angreifern zu messen.

So mancher Dialog kommt arg flach daher, einige Zoten bewegen sich hart an und unter der Schmerzgrenze, der ultra-simplen Handlung kann man auch im geistigen Tiefschlaf folgen und die Darsteller-Riege ist, mit Ausnahme von Peter Dinklage, sicher nicht die erste Wahl für einen nur halbwegs intelligenten Film. Trotzdem schafft es Regisseur Chris Columbus („Harry Potter und der Stein der Weisen“) erstaunlicherweise, für eine Menge vor allem nostalgischer Unterhaltung zu sorgen. Star des Films sind die alten Computerspiel-Helden, die hier zum Leben erweckt werden. Während sich aber beispielsweise der zu gigantischer Größe angewachsene Pac Man in die Rolle des Bösewichts zwängen lassen muss, erhalten Q*Bert und Lady Lisa („Dojo Quest“) sympathischere Züge. Und wenn mitten im Londoner Hyde Park eine überdimensionale Version von Centipede ausgetragen wird, reißen auch die Bilder (3D lohnt sich in diesem Fall) den Zuschauer mit. Das kann dann, schaut man den Film aus dem richtigen Blickwinkel, allen Schwächen zum Trotz tatsächlich Spaß machen.

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Pixels

Jahr: 2015

Regie: Chris Columbus

SF-Film

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 22.07.2016, zuletzt aktualisiert: 29.06.2018 10:25