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Planet der Silberherren von Uwe Anton

Reihe: Planet der Silberherren Atlan: Bd. 11, Monolith-Zyklus Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Nach dem Einzelband „Rico“ setzt Fantasy Productions die Atlan-Reihe nun mit einem neuen Roman fort. „Planet der Silberherren“ ist der Auftakt zum „Monolith“-Zyklus und wurde von dem 1956 geborenen Uwe Anton verfasst, der seit 1980 freier Schriftsteller und seit 1995 fester Autor des Perry-Rhodan-Teams ist.

 

Die Geschichte beginnt im Jahr 3112, die Serie macht also einen Sprung von etwas mehr als acht Jahren. Noch immer ist Atlan der Lordadmiral der United Stars Organisation, auch kurz USO genannt, die immer dort einschreitet, wo die offiziellen Kräfte des vereinten Imperiums nicht viel unternehmen können. Dabei gehen sie nicht nur gegen Verbrecherorganisationen, sondern manchmal auch gegen wesentlich gefährlichere Gegner vor.

Zusammen mit dem Spezialisten Santjun landet Atlan auf dem Planeten Thanaton, um den Spuren einer Substanz nachzugehen, die ganz offensichtlich das Leben verlängern kann. Sie stellen fest, dass die Bevölkerung – Nachfahren lemurischer Siedler - von den ominösen Silberherren unterdrückt wird, können aber zunächst nicht viel unternehmen. Zu sehr nimmt sie die Entdeckung eines seltsamen Artefaktes gefangen. Was hat es mit dem unheimlichen schwarzen Monolithen auf sich, der ausgerechnet in dem Moment zum Leben erwacht, als sich Atlan und Santjun mit den Schergen der geheimnisvollen Tyrannen auseinander setzen müssen...

 

Bis es allerdings zu diesem Abenteuer kommt, muss sich der Lordadmiral – und auch der Leser erst einmal durch wirre und teilweise auch unzusammenhängende Fieber-Visionen eines Unbekannten quälen, bei dem sich erst auf Seite 174 heraus stellt, dass es die ganze Zeit Atlan selbst gewesen ist, der hier halluziniert hat.

Mehr als einmal muss man sich fragen, was diese ganzen Träume eigentlich bezwecken und ob sie später noch einmal zum Tragen kommen. Bis dahin langweilt man sich eher, als dass man neugierig wird. Erst danach geht es wie gewohnt weiter, denn kaum ist der Arkonide wieder halbwegs genesen folgt er einem interessanten Hinweis nach Thanaton, nur um dort vom Regen in die Traufe zu geraten. Das Abenteuer beginnt zwar sehr spannend, verliert aber zusehends an Fahrt, da Uwe Anton nicht mehr weit genug ausholen kann um wirklich einen spannenden und dramatischen Plot zu entwickeln.

Selbst die knallharte Action kann die Schwächen in der Handlung nicht überdecken. Man mag vielleicht darüber hinweg sehen, dass der Hintergrund noch sehr schwammig bleibt, aber nicht einmal die Protagonisten wissen zu überzeugen, denn Atlan ist wieder einmal nur ein kläglicher Schatten seiner selbst und Spielball der Kräfte als der unerschrockene und erfahrene Held, den man aus seinen Heftroman-Abenteuern kennt.

 

„Planet der Silberherren“ wird so zum bisher schwächsten Roman der Reihe, der weder in der Handlung noch der Ausführung wirklich überzeugen kann. Bis zum offenen Ende des Romans weiß man eigentlich nicht, worum es überhaupt gehen soll und vor allem der wirre Anfang kann von vorne herein vom Lesen abschrecken.

Mit freundlicher Unterstützung von Fantasy Productions GmbH, www.fanpro.com und www.f-shop.de.

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Eure Meinung:

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Buch

Planet der Silberherren

Reihe: Atlan 11, Monolith-Zyklus 1

Autor: Uwe Anton

Taschenbuch, 347 Seiten

Fantasy Productions, Oktober 2008

Titelbild: Arndt Drechsler

 

ISBN-10: 3890641784

ISBN-13: 978-3890641782

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 14.12.2008, zuletzt aktualisiert: 15.03.2019 13:00