Plötzlich blond von Meg Cabot

Rezension von Julia

 

Meg Cabot hat sich schon lange in die Herzen der Leser geschrieben, zeugen ihre Geschichten doch von Witz, Spannung und tragischer Leichtigkeit, die einen fesselt und nicht mehr loslässt. Umso schöner ist es, dass sich der Randomhouse Verlage cbj jetzt an eine neue Serie der Autorin gewagt hat. „Airhead“ heißt diese und der erste Teil liegt mit „Plötzlich blond“ vor.

 

Em Watts ist hochintelligent, hat ein Stipendium für eine gute Schule und spielt gerne am Computer. So kommt es aber, das sie nicht zu den It-Girls der Schule gehört, sondern vielmehr deren Spott zu spüren bekommt. Dabei ist Em nicht hässlich, aber sie macht sich nichts aus schicken Klamotten, sondern bevorzugt vielmehr ihre Jeans und ein Shirt und schminken möchte sie sich ebenfalls nicht. Vor allem mit Whitney, der Schulschönheit, die zudem ein Riesenfan von Nikki Howard ist, dem angesagtesten Model überhaupt, gerät sie regelmäßig aneinander. Immerhin ist ihr bester Freund unempfänglich für Whitneys Reize, sodass Em immer noch hoffen kann, das aus ihnen irgendwann etwas werden wird.

Eines Nachmittags ist eine Autogrammstunde des Schmusesängers Gabriel Lunas angesagt, zu der Ems Schwester Frida unbedingt hingehen möchte. Ihre Mutter erlaubt dies jedoch nur, wenn Em ebenfalls mitkommt. So steht diese gerade in der Warteschlange für Autogramme, als Nikki Howard in den Laden kommt, gemeinsam mit ihrer millionenschweren besten Freundin Lulu und einige Demonstranten auf einen der Flachbildfernseher schießen, auf denen Nikki leicht bekleidet zu sehen ist. Dieser löst sich aus der Halterung und stürzt auf Frida herab. Em wirft sich dazwischen, um ihre Schwester zu schützen und alles wird schwarz.

Als Em aus dem Dunkel erwacht, geschehen viele merkwürdige Dinge. Ihre Hand sieht schlanker aus, ihre Stimme klinkt piepsig, Gabriel sitzt an ihrem Bett und sogar Lulu hat sich zu ihr geschlichen. Warum das so ist, kann sie aber nicht abschätzen.

Als sie eines Tages von Lulu und dem Sohn des Stark-Imperiums entführt wird, weil die beiden glauben, das sie im Krankenhaus einer Gehirnwäsche unterzogen wurde und die sie zudem für Nikki Howard halten, glaubt sie, das die Welt vollkommen verrückt geworden ist. Im nächsten Spiegel muss sie jedoch erkennen, dass etwas tatsächlich ganz und gar nicht mit rechten Dingen zugeht, denn ihr blickt Nikki Howard entgegen.

Wie kann das sein und vor allem warum erkennen sie ihre Eltern und auch ihre Schwester dennoch wieder? Was ist nur mit Em geschehen?

 

Die Geschichte beginnt sehr schnell, kaum hat man Em kennen gelernt, geschieht der Unfall und alles ändert sich. Damit wird es nie langweilig, da man selbst eine ganze Zeit lang im Dunkeln tappt. Man hat zwar durchaus Vermutungen, was geschehen sein könnte, diese stellen sich jedoch alle schnell als falsch heraus, sodass der Leser sehr überrascht über die vielen unerwarteten Wendungen ist.

Ebenso überraschend ist, dass dies hier der erste Band einer neuen Serie ist, von der der dritte Band nächsten Monat in den USA erscheint. Das bedeutet, dass deutsche Fans noch lange auf die Fortsetzungen warten müssen. Das ist schade, denn die Geschichte weiß mitzureißen. Meg Cabot ist wieder voll und ganz in ihrem Element. Es gibt wahnwitzige Verstrickungen, philosophische Andeutungen, eine, beziehungsweise mehrere aufkommende Liebesgeschichten, eine Dreiecksbeziehung und sehr viele außergewöhnliche Charaktere, die dem Buch erst das gewisse Etwas geben. Lulu ist beispielsweise solch ein Original. Zu Beginn denkt man nur, das sie dumm wie Brot ist, im wahrsten Sinne des Wortes, doch nach und nach gewinnt man sie richtig lieb. Frida dagegen ist ein grässliches Weibstück und ebenso das blonde Gift aus Ems Klasse. Beide mag man im Grunde nicht. Das Buch ist in sich abgeschlossen, aber zahlreiche Fragen sind noch nicht beantwortet, sodass man sich auf die Folgebände freuen kann, die sicherlich ebenfalls so aufregend und spannend wie der erste Teil sein werden. Bis dahin kann ich nur empfehlen den vorliegenden zu lesen.

 

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Jugendbuch:

Plötzlich blond

Autor: Meg Cabot

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten

Verlag: cbj (25. Januar 2010)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3570135349

ISBN-13: 978-3570135341

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 13 Jahre

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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zuletzt aktualisiert: 20.09.2019 15:49 | Users Online
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