Fynn will nur eins: aus dem Internat fliehen. Hier ist er doch nur von Freaks umgeben! Dass er seit einem kleinen Zwischenfall vor ein paar Wochen selbst ein Werwolf ist, hat er noch nicht ganz verinnerlicht. Dass er bei seiner Flucht der Direktorin, einer Todesfee, direkt in die Arme läuft, war natürlich nicht geplant. Prompt muss er zusammen mit der Dämonin Sinistra eine Strafarbeit erledigen, während der sie sich anfreunden. Ist Fynn hier vielleicht doch richtig?
Vanessa Walders humorvolle Urban-Fantasy-Story richtet sich primär an ein sehr junges Publikum, an Erstleser ab etwa 7 Jahren. Dementsprechend kurz und ohne große Umschweife wird die Geschichte um den 12-jährigen Neu-Werwolf Fynn auch erzählt. Dieser zielgruppengerechten Kürze fallen natürlich auch einige Hintergründe zum Opfer, die vielleicht in einem der späteren Bände nachgetragen werden. Fynns Werwolf-Werdung oder wie er danach aufs Internat Nightmore kam, werden beispielsweise nur ganz am Rande erwähnt.
Die Geschichte selbst wirkt mit ihren interessanten Einfällen aber auch auf nicht mehr ganz so junge Leser durchaus gelungen. In diesem Ambiente sind noch einige Abenteuer um Fynn und seine neuen Freunde denkbar.
Die Autorin erzählt in einem gut lesbaren Stil, ohne zu versuchen, sich dem Zielalter der Leserschaft übermäßig anzupassen. Diesem angemessen wird jedoch die Aussprache englischer Begriffe jeweils erwähnt. Zahlreiche gelungene Illustrationen von Philipp Ach bereichern den Text.