Zurück zur Startseite


  Platzhalter

Pogo Island (Nintendo DS)

Rezension von Thomas Götz

 

Um 5 Minispiele geht es im vorliegenden "Spiel", welche sowohl einzeln angewählt als auch quasi in einer "Mission" gespielt werden können.

Eines sei gleich zu Anfang erwähnt: das Spielprinzip eigentlich aller Spiele ist zwar simpel, aber es zeigt sich hier wieder einmal, das gerade diese Simplizität für einen gehörigen Spielspass sorgen kann.

 

Die Grafik ist dabei für DS Standards sehr gut und auch die Bedienung erfolgt intuitiv und ist, nicht zuletzt dank des Touchpens, schnell herauszufinden. Dies ist unter Umständen auch nötig, denn obwohl es eine Anleitung zu jedem Spiel gibt ist diese in Englisch und daher vor allem für das jüngere Publikum nicht unbedingt immer zu verstehen. Abhilfe schafft hier aber immerhin das deutsche Handbuch, welches die Spiele ebenso erklärt, trotzdem, vor allem im Hinblick auf die "Mission" (dazu später mehr) wären hier deutsche Texte nicht nur schön sondern auch hilfreich gewesen.

Einige der Spiele sind übrigens auf der Pogo-Homepage spielbar, vielleicht rührt das englische ja daher, das es einfach von dort übernommen wurde. Aber auch wenn dem so ist hätte man sich bei der "Eindeutschung" ruhig etwas mehr Mühe geben können.

So ist ein "Einfach rein mit der Cartridge und drauf los" nur bedingt zu empfehlen.

 

Aber wie dem auch sei, zurück zu den Spielen an sich.

Alle Spiele sind in drei Schwierigkeitsgraden auswählbar, wobei sich diese meist nur in der Anzahl der abzubauenden bzw. Anordnung der Spielobjekte unterscheiden. Richtig in Zeitdruck kommt man eigentlich bei keinem Spiel wirklich, wenn man einigermassen konzentriert bei der Sache bleibt.

Im ersten, Poppit!, muss man Ballons zerplatzen lassen, bis sich eine Gewinnreihe über selbigen gefüllt hat. Zum Zerplatzen der Ballons muss man einfach eine Reihe anklicken (denn die zu zerplatzenden Ballons müssen natürlich farblich gleich und mindestens zu zweit nebeneinander in einer Richtung sein). Zwischendurch kann man natürlich einige Powerups freisetzen, die einem das Leben erleichtern.

Wer das Spongebob-Spiel kennt, wird darin sicher einige Parallelen erkennen können, hier wie da bietet auch dieses Spiel nette Kurzweil, je öfter man es spielt desto geübter wird man darin und es fällt einem leichter von der Hand.

 

Das zweite Spiel, Tri-Peaks Solitaire, ist an Solitär angelehnt (wie der Name schon sagt) und es gilt, immer die nächsthöhere bzw. größere Karte anzutippen und so den Stapel quasi abzubauen. Im Grunde muss man hier ein paar Pokerkartenkenntnisse mitbringen, um die Karten richtig deuten zu können, wie aber bereits das klassische Solitär so kann man auch hier mitunter mal etwas ins Stocken geraten. Trotz zweier höherer Schwierigkeitsgrade ist hier schnell die Luft raus, und auch wenn es, ähnlich den anderen Spielen, nach einiger Zeit immer gleich bleibt, so vermögen virtuelle Kartenspiele ihr volles Potential doch nur gegen andere Mitspieler auszuschöpfen.

 

Im dritten Spiel, Word Whomp, muss man möglichst schnell möglichst viele Wörter mit den vorhandenen Buchstaben bilden, um Punkte zu sammeln. Obwohl dieses Spiel viel Potential hat (vor allem in einer Hangman Variante, die es hier aber nicht gibt) krankt es doch wieder daran, das es englische Wörter sind, die man hier bilden muss. Mag dies für einen Erwachsenen schon teilweise schwerer umzudenken sein, so dürfte es für ein Kind erst noch schwieriger oder gar unmöglich sein, mit den vorhandenen Buchstaben etwas anzufangen. Auch die eingebaute Hilfefunktion hilft hier nur wenig - schade eigentlich, ist dies doch auch das einzige der integrierten Spiele, welches zwei Spieler gegeneinander spielen könnten.

 

Das vierte Spiel, Squelchies, verbindet Geschicklichkeit und Nachdenken und hier muss man schon konzentrierter bei der Sache sein, denn wenn man zu langsam spielt, hat man verloren. Auch hier gilt es, farbige "Squelchies" von einer Reihe zu nehmen und auf die nächste zu schleudern, um diese schnellstens abzubauen(wie immer müssen mehrere gleichfarbige aneinanderstossen). Im Gegensatz zu den Vorgängern spielt man dieses Spiel dann doch öfter, denn es ist, vor allem auch auf dem höheren Schwierigkeitsgrad, doch eine kleine Herausforderung und mag aufgrund des erwähnten Geschicklichkeitsfaktors auch länger zu motivieren.

 

Das Letzte Spiel in der Reihe, Phlinx, erinnert stark an Frozen Bubble. Wir erinnern uns: gleichfarbige Steine nach oben schiessen und so Reihen abbauen, bevor die Zeit abläuft.

Ok, im Grunde ist es Frozen Bubble und macht auch genausoviel Spass, allerdings macht es auch einige Sachen anders als der Grosse Bruder. Zum einen ist hier zu erwähnen, das man nun die Flugbahn des Steins sieht. Dies ist von Vorteil, kann man so doch besser zielen und weiss genau, wo man hintrifft. Auch kann man die Kanone versetzen, was ebenso hilfreich ist. Als Belohnung gibt es den Dusk-Level, der immerhin etwas neues ist. Allerdings gibt es im Gegensatz zum Vorbild keine Zeitbeschränkung. Die Steine purzeln nur nach unten, wenn man sich tatsächlich so verbaut hat, das es nicht mehr schlimmer geht.

Dadurch fehlt dem Spiel leider ein sehr wichtiger stressaufbauender - oder besser Geschicklichkeits- und Spassfördernder - Faktor. Und es gibt im Gegensatz zu FB auch keine 100 schweisstreibenden Level. Auch hier ein großes Schade.

 

Sehen wir uns zum Schluss noch den anderen Spielmodi, die "Mission" (bzw. das Adventure) an. Hierbei stranden einige Tiercharaktere (Pogos) auf einer Insel und die Minispiele sind eingebaut, um genug Schiffsteile (wobei man in Minieinlagen das Schiff noch reparieren muss) und Pogos zusammenzusammeln und die Insel wieder zu verlassen. Dabei wird per Zufall ausgewählt (indem man eine Art Glücksrad dreht) welches Spiel drankommt und dann gilt es natürlich, genügend Punkte zu sammeln, um voranzukommen (und mit mehr Punkten steigt im übrigen auch der Rang des Spielers). So schön es ist eine motivierende Story im Hintergrund zu haben, so zerstört die Tatsache, das diese in Englisch erzählt wird, für einige bestimmt etwas an Atmosphäre. Und wie oben bereits erwähnt sind die Spiele nicht derart schwer, das man es als echte Herausforderung bezeichnen könnte.

 

Fazit:

Alles in allem gute Minispiele für Zwischendurch, wobei die Qualität selbiger etwas schwankt und teilweise doch etwas Potential verschenkt wird. Wer allerdings keine Langwierige Unterhaltung sucht, ist mit der vorliegenden Sammlung mit Sicherheit gut bedient.

 

(Anklicken zum Vergrößern)

Eure Meinung:


Keine Einträge
Keine alten Kommentare vorhanden.

Zum Seitenanfang

Platzhalter

Pogo Island (Nintendo DS)

von Electronic Arts

System: Nintendo DS

Genre: Cleverness / Geschicklichkeit

USK: ohne Altersbeschränkung

ASIN: 3898872211

Erhältlich bei: Amazon

 

 

 

 


Platzhalter
Platzhalter
Erstellt: 17.10.2007, zuletzt aktualisiert: 16.02.2017 13:47