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Prince of Persia – Der Sand der Zeit

Filmkritik von Bine Endruteit

 

Mit Prince of Persia – Der Sand der Zeit schicken die Disney Studios einen actiongeladenen Fantasyfilm ins Rennen. Er basiert auf der "Prince of Persia"-Computerspielreihe, die im Jahr 1989 ihren Anfang nahm etwas über zehn Jahre später den besagten Sand der Zeit zum Thema hatte, welcher auch hier den Mittelpunkt der Geschichte bildet. Für den Film wurde allerdings eine eigene Geschichte erarbeitet, die sich jedoch an die Tradition der Spiele hält.

 

Inhalt:

Dastan ist zwar ein Straßenkind, trotzdem hat er einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Als einer seiner Freunde von einem Gefolgsmann des Königs verprügelt wird, setzt er sich für ihn ein und wird dabei vom Herrscher Sharaman höchstpersönlich beobachtet. Der ist so beeindruckt von Dastans Heldenmut, dass er ihn als Adoptivsohn in seinen Palast aufnimmt, wo er mit Tus und Garsiv als seinen Brüdern aufwächst.

 

Viele Jahre später zieht Dastan in den Kampf um die Stadt Alamut. Spione haben ausgesagt, dass dort Waffen hergestellt und unter der Hand verkauft werden, die gegen das Persische Reich eingesetzt werden sollen. Das macht Alamut zu Feinden, die nun von den Persern angegriffen werden. Dastan ist zwar erst dagegen, da er sich an die Worte seines Vaters erinnert, die deutlich sagen, dass Alamut nicht bekämpft werden soll, als es dann aber doch zum Angriff kommt, schlägt er sich heldenhaft. Mit einem Trick gelingt es ihm zusammen mit seinen Gefolgsleuten, die Stadttore zu öffnen und so einen Sieg zu ermöglichen. Dabei erbeutet er einen kunstvoll geformten Dolch mit einem gläsernen Griff, womit das Abenteuer seinen Lauf nimmt.

 

Der Dolch stellt sich als ausgesprochen wertvoll heraus, kann man mit ihm doch in der Zeit zurück reisen. Davon weiß Dastan allerdings noch nichts, als er gemeinsam mit der Prinzessin von Alamut flüchten muss, als man ihn des Mordes an seinem eigenen Vater beschuldigt. Prinzessin Tamina ist kratzbürstig wie eine Katze und beide trauen sich nicht über den Weg, wissen sie doch (noch) nicht, dass sie eigentlich das gleiche Ziel haben. Anfangs schweißt sie nur die Not zusammen und gemeinsam finden sie heraus, wer wirklich König Sharamans Mörder ist und wer es auf den geheimnisvollen Dolch abgesehen hat.

 

Rezension:

"Prince of Persia – Der Sand der Zeit" sieht man deutlich an, dass es sich um eine Videospiel-Verfilmung handelt. Der Held Dastan zeichnet sich vor allen Dingen durch seine Geschicklichkeit in akrobatischen und halsbrecherischen Sprüngen aus, die der gepixelten Figur seiner selbst in nichts nachstehen. Erklärt wird sie durch seine Vorgeschichte als Straßenkind. Dargestellt wird er von Jake Gyllenhaal, der für den Kinofilm extrem trainiert hat und hier sein Können im Umgang mit Schwert und Pferden zeigt. Auch Gemma Arterton, die Tamina spielt, ist zu recht stolz auf einige Stunts, die sie selbst ausführen konnte. Sie hat extra für diesen Film reiten gelernt.

 

Generell wurde hier viel Wert auf Action gelegt, ganz so, wie man es von der Vorlage kennt. Die Geschichte selbst ist eher oberflächlich und als zweitrangig anzusehen. Besonders schade ist es, dass alles sehr gut voraussehbar ist und der Film quasi keine Überraschungen bietet. Selbst wer der Bösewicht ist, wird in der Werbung leider im Voraus verraten, auch wenn es im Film selbst erst später offenbart wird. Allerdings wäre auch das schon zu vermuten, selbst ohne weitere Informationen.

 

Das fantastische Element stellt ausschließlich der Dolch dar, mit dem man einen kleinen Zeitraum in die Vergangenheit reisen kann. Ansonsten ist die Handlung in einer vergangenen Epoche in einem historischen Persien angesiedelt. Allerdings hat man hier eher ein märchenhaftes Setting gewählt als ein authentisches. Insgesamt macht "Prince of Persia – Der Sand der Zeit" ein wenig den Eindruck einer alten Sage oder eines überlieferten Märchens aus einer Zeit, in der es noch üblich war, an Dinge wie einen magischen Dolch oder den Sand der Zeit zu glauben.

 

Fazit:

Insgesamt kann man "Prince of Persia – Der Sand der Zeit" ganz prima als Popcornkino genießen, sollte dabei aber keine allzu tiefgreifende Unterhaltung erwarten. Klischees werden gerne aufgenommen, aber durchaus gekonnt umgesetzt. Langweilig wird es nicht und besonders Fans der Videospiele werden "ihren" Prinzen hier durchaus wiederfinden.

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Eure Meinung:


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Kino:

Prince of Persia – Der Sand der Zeit

USA 2010

Originaltitel: Prince of Persia: The Sands of Time

Regie: Mike Newell

Drehbuch: Jordan Mechner, Boaz Yakin

Produktion: Jerry Bruckheimer

Musik: Harry Gregson-Williams

Kamera: John Seale

Schnitt: Martin Walsh

Länge: 116 Minuten

Premiere: 20. Mai 2010

 

Darsteller:

Jake Gyllenhaal

Ben Kingsley

Gemma Arterton

Alfred Molina

Toby Kebbell


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Erstellt: 18.05.2010, zuletzt aktualisiert: 23.04.2019 17:16