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Prinzessin Lillifees Einhorn (PC-Spiel)

Rezension von Markus K. Korb

 

PC Spiele für kleine Kinder ab fünf Jahren zu finden, ist inzwischen dank der großen Verbreitung von Kinder-PCs und dementsprechender Software kaum ein Problem mehr. Dennoch eignet sich nicht jedes Software-Programm dazu, um bei Kindern leuchtende Augen hervorzurufen. Gerade im Bereich der Lernsoftware erzeugt der Begriff „Lern-“ sogleich eine Abwehrhaltung, die stärker wird, je älter das Kind ist. Im Bereich der Unterhaltungssoftware sind die Einstiegshürden weniger groß, aber dafür ist die Auswahl von passender Software gerade für die Altersgruppe sehr beschränkt.

Mädchen gelten als technikfeindlich. Das ist zumeist ein Vorurteil, wenn man die Umstände genauer betrachtet. Was dazu führt, dass wenige Mädchen als Jungen sich für den Computer als Spiel- und Lernobjekt begeistern liegt wohl eher daran, dass die meiste Software auf eine männliche Zielgruppe zugeschnitten ist.

Dies ändert die Software-Schmiede Tivola mit ihren Programmen rund um „Prinzessin Lillifee“.

 

„Prinzessin Lillifee“ dürfte all jenen Buchkäufern ein Begriff sein, die schon einmal ein Geschenkbuch für ein kleines Mädchen gesucht haben. Die erfolgreiche Buchreihe rund um die namensgebende Prinzessin ist zu einem wahren Bestseller geworden. Dazu tragen nicht nur die mit Liebe gemalten Zeichnungen bei, sondern auch die geschickte Farbgestaltung und solide Buchprägung. Die Autorin Monika Finsterbuch hat mit der „Prinzessin Lillifee“ eine Identifikation für kleine Mädchen geschaffen, die geradezu ideal erscheint.

Nun wurden die Buchinhalte in anderer Form für den PC umgesetzt.

 

Hintergrund:

„Prinzessin Lillifee“ lebt in einem Schloss mit Garten. Ihre Freunde, darunter der Frosch Carlos und die Maus Clara, haben ebenfalls ihren Platz dort gefunden. In den Stallungen befindet sich ein Einhorn, mit dem die Prinzessin allerlei Unterhaltsames erleben kann.

 

Spielmechanik:

Der Spieler steuert die Prinzessin Lillifee mit Hilfe der Tastatur (Cursor-Tasten) zunächst durch den Garten. Die Prinzessin kann aber nicht nur lediglich laufen, sondern auch fliegen. Dies ist auch nötig, um bestimmte Stellen zu überwinden, an denen ein Fortkommen nicht möglich wäre.

Der Mauszeiger in Form eines Zauberstabs besitzt ebenfalls eine Funktion. Sobald er seine Form verändert (er leuchtet auf), kann man Gegenstände in der Welt der Prinzessin benutzen. So kann man beispielsweise einen Pilzhut anklicken, der daraufhin seine Farbe ändert. Auf diese Weise schlendert man Entdeckungen machend durch den Garten der Prinzessin.

Ist man in den Stallungen angekommen, beginnt ein zweiter Spielabschnitt.

Hier kann der Spieler das weiße Einhorn bürsten und striegeln. Dies geschieht unter Einsatz der Maus, mit der man die verschiedenen Werkzeuge anklickt und damit über das virtuelle Einhorn bewegt. Auf diese Weise säubert man das Fell oder die Hufe und dergleichen mehr.

Hat man das Einhorn vollständig gesäubert wird es Zeit für einen Ausritt. Hierzu benötigt man eine Satteldecke und ein Zaumzeug. Wurde vom Spieler auch dieses gefunden und über das Einhorn gelegt, kann der Ausritt beginnen.

Nun folgt ein dritter Spielabschnitt. Der Spieler reitet dabei auf einem Weg durch den Apfelgarten und muss versuchen so viele Äpfel als möglich einzusammeln. Dies geschieht unter Einsatz des Einhorns, welches der Spieler mit der Leer-Taste springen lassen kann, während er im rechten Moment unter einem Apfelbaum hinwegreitet. Dabei sollte man aber auf die Rosen auf dem Weg achten, damit man nicht zu viele von ihnen zertrampelt.

 

Grafik:

Die Grafik von „Prinzessin Lillifee – Lillifees Einhorn“ ist gut gezeichnet und identisch mit der Buchvorlage. Beim ersten Spielabschnitt wird das Bild beim Laufen mitgescrollt, bewegt sich also von rechts nach links. Dabei ist festzustellen, dass die Spielengine nicht auf das Darstellen dieser Bewegung hin ausgerichtet ist, denn es kommt zu unschönen Rucklern.

Bei der Apfelbaumgarten-Sequenz hingegen macht die Grafikengine eine bessere Figur.

 

Sound:

Im Sound-Bereich gibt sich „Prinzessin Lillifee – Lillifees Einhorn“ handwerklich sauber. Die Geräuschkulisse passt, es wird das Kind nicht mit zu vielen Eindrücken verwirrt. Die Stimme der Prinzessin klingt angenehm.

 

Alters- und Zielgruppenentsprechung:

Für Fünfjährige sind die Spiele, welche „Prinzessin Lillifee – Lillifees Einhorn“ bietet, gut geeignet. Sie überfordern das Kind nicht, regen zum Fantasieren an und bieten gute Unterhaltung für kleine Mädchen. Gerne striegeln und bürsten sie das Einhorn und versuchen erste Reflex-Übungen beim Reiten durch den Apfelhain.

Die Steuerung gibt sich unkompliziert und reagiert recht korrekt auf die Tasteneingabe. Allerdings ist das Pflücken der Äpfel beim Ritt durch den Apfelbaumgarten nicht immer einfach zu bewerkstelligen. Hier benötigt das Kind eine gehörige Portion Ausdauer, um den richtigen Rhythmus in der Abfolge von Bildaufbau und Tastendruck zu finden, der nötig ist, um erfolgreich zu sein.

 

Fazit:

„Prinzessin Lillifee – Lillifees Einhorn“ ist ein gut geeignetes Spiel für kleine Mädchen, die dem Charme der Titelheldin schnell erliegen. Besonders der unkomplizierte Einstieg in das Abenteuer konnten gefallen, aber ebenso die weiteren Spielchen, welche das Kind fordern aber bis auf eine Ausnahme zumeist nicht überfordern.

 

Eure Meinung:


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Prinzessin Lillifees Einhorn

von Tivola Publishing GmbH

System-Anforderungen

Plattform: Windows 2000 / XP / 98

Medium: CD-ROM

PII 400 CPU

125MB RAM

8fach CD- bzw. DVD-ROM-Laufwerk

ASIN: 3898872181

Erscheinungsdatum: 22. Februar 2007

Erhältlich bei: Amazon

 

 

 

 


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Erstellt: 11.03.2007, zuletzt aktualisiert: 10.05.2019 10:50