Nachdem alle lysischen ›Berater‹ des Landes verwiesen wurden, könnte ganz Milean unter der gemeinsamen Regentschaft von Zephanian und Yola eigentlich aufleben. Doch gerade jetzt greifen die Drachen unter ihrem auferstandenen Drachengott an. Selbst Yola kann nicht zu ihnen durchdringen, nur die Kraft aller 3 Splitter könnte helfen. Doch einer davon befindet sich in Lysien. Zeph und Yola bleibt nichts, als sich an den lysischen Hof zu begeben, mit dem sie gerade erst gebrochen haben.
Sah es am Ende de 2. Bandes aus Lara Eliaschs Fantasy-Epos Mileans Erben (Feuermohn) aus, als würde sich alles zum Guten wenden, steht es um Milean jetzt schlimmer als zuvor. Obwohl die Gefahr durch vernichtende Drachenangriffe den Hintergrund der Handlung dieses Bandes bildet, steht vor allem Lysien und dessen Herrscher im Mittelpunkt der Handlung. Kann es den beiden Protagonisten gelingen, der lysischen Gedankenwebkunst etwas entgegenzusetzen?
Speziell das Verhältnis Yolas zu den beiden Männern an ihrer Seite gewinnt Bedeutung für die Ereignisse. Vom jugendlichen Eindruck der Protagonisten ist mittlerweile nichts mehr erkennbar. Insgesamt ist dieser Band der bisher ›dunkelste‹, was insbesondere das Finale betrifft, in dem gleich mehrere wichtige Charaktere sterben. Das lässt die Gesamthandlung in einem Stadium zurück, an dem man nur schwer mutmaßen kann, wohin die Entwicklung im abschließenden (?) 4. Band führen könnte.
Auch diesmal wechselt die Autorin erzählerisch wieder zwischen verschiedenen Charakteren hin und her.