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Rächerin der Engel von Mary Stanton

Reihe: Die überirdischen Fälle der Bree Winston, Bd. 3

Rezension von Christel Scheja

 

Seit sie die Kanzlei ihres Großonkels in Savannah übernommen hat, betreut die junge Anwältin Bree Winston nicht nur normale Kunden. Zu ihren Klienten gehören auch Männer und Frauen, die erst vor kurzem gestorben sind, sich aber auch einer oder mehrerer Todsünden schuldig gemacht haben.

Diese hoffen nun , dass Bree doch noch das Himmelreich für sie herausschlagen kann, weil sie nicht wirklich durch einen Unfall oder Selbstmord aus dem Leben geschieden sind. Um ihr Ziel zu erreichen stehen der jungen Frau eine Schar himmlischer Helfer zur Seite.

 

Alles beginnt bei einer Auktion. Dort wird der Nachlass des erst vor kurzem durch Selbstmord verschiedenen Bankiers O’Rourke verkauft, da er sich mit seinen Investitionen verschätzt hat und hoch verschuldet ist.

Weil der Geist des Toten sie erst kurz vorher aufgesucht hat, beobachtet sie das Treiben auf der Versteigerung und stellt fest, dass dort nicht alles mit rechten Dingen vor sich geht – da die Bieter ein abgekartetes Spiel treiben. Könnte es sein, dass vielleicht die Ehefrau Tully O’ Rourke nicht ganz schuldlos am Ableben ihres Mannes ist?

Bei ihren Nachforschungen taucht die junge Anwältin unter anderem tiefer in die Theaterszene ein, die ihr bisher nicht so vertraut war, ihrer Schwester Antonia aber um so besser. So ahnt sie nicht, dass sich diesmal nicht nur sich, sondern auch ihre nahe Verwandte in ein Netz aus Intrigen verstrickt, das die wahren Mörder gesponnen haben.

Das merkt sie in dem Moment, in dem ein toter Polizist in ihrer Wohnung gefunden wird – und damit klar ist, dass sie in höchster Gefahr schwebt...

 

Mary Stantons Romane sind so angelegt, dass man ganz offensichtlich ohne größere Probleme in die Geschichte einsteigen kann, wenn man die Vorgänger nicht kennt. Aus diesem Grund kommt der Roman nicht ganz so schnell in die Gänge, da sie zunächst noch viel erklärt und die Figuren einführt – immerhin so, dass sie sich nicht all zu sehr wiederholt. Auch altgediente Leser bekommen neue Aspekte vorgesetzt.

Der Fall selbst erweist sich als klassisches Kriminaldrama ohne große Überraschungen, auch wenn Bree zunächst im Dunklen tappt, was den wahren Täter angeht. Wie auch schon in den anderen Bänden ist nicht viel „himmlisch“ an der Sache. Die Heldin geht Spuren nach, befragt Leute und macht sich ihre eigenen Gedanken über das, was sie sieht und hört.

Die Geschichte hat zunächst ganz und gar nichts überirdisches an sich. Über weite Strecken ist es eigentlich mehr als Gesellschaftsdrama mit komödiantischen Einschlägen und einem eher geringen Krimi-Anteil zu betrachten.

Erst zum Ende hin wird deutlich, dass das Buch auch eine phantastische Komponente hat, als noch jemand oder etwas ins Spiel kommt, der zwar bereits aufgetaucht ist, aber bisher noch keine Bedeutung hatte und dem Mythos der Toten in der Reihe in eine neue Facette hinzufügt. Aber auch das bleibt eher moderat und harmlos.

Alles in allem lässt sich das Buch recht gut lesen, das es flüssig geschrieben ist und nur am Anfang leichte Längen hat.

 

„Rächerin der Engel“ ist wie die beiden ersten Bände der Reihe auch ohne Kenntnis der anderen Bücher verständlich, erweist sich aber erst in letzter Linie als phantastischer Krimi. Gerade die titelgebenden Engel und ihre Welt treten eher selten auf, über weite Strecken geht es eher um die familiären und freundschaftlichen Beziehungen der Heldin und ihrer Klienten. Auch Liebe spielt noch immer eine untergeordnete Rolle.

 

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Buch:

Rächerin der Engel

Reihe: Die überirdischen Fälle der Bree Winston, Bd. 3

Autorin: Mary Stanton

Piper, erschienen Februar 2011

Broschiert, 361 Seiten

Übersetzung aus dem Englischen von Michael Koseler

Titelbild: Anke Koopmann

ISBN-10: 3492267629

ISBN-13: 978-3492267625

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 04.02.2011, zuletzt aktualisiert: 11.11.2019 13:33