Raumsonde Epsilon (Autor: Nicolai von Michalewsky; Mark Brandis, Bd. 8)
 
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Raumsonde Epsilon von Nicolai von Michalewsky

Reihe: Mark Brandis, Bd. 8

Rezension von Christel Scheja

 

Spielten die beiden letzten Abenteuer der Reihe doch eher auf der Erde, so kehrt der achte Band „Raumsonde Epsilon“ wieder in den Weltraum zurück. Es liegt Mark Brandis auch mehr, mit der „Hermes“ das Sonnensystem zu erkunden, als sich mit Terroristen, Wirtschaftsmagnaten und Politikern herum zu schlagen.

 

Das Schiff ist im tiefen Raum unterwegs, als es plötzlich von einem scheren Kreuzer aufgehalten und entwaffnet wird. Es handelt sich um die „Zeus“, die von dem abtrünnigen Captain Roger D’Arcy kommandiert wird, der einst unter General Smith diente und nach dessen Entmachtung zum Raumpiraten wurde.

Die Besatzung der „Hermes wird auf eine entlegene Raumstation der VOR gebracht, wo es zu einem überraschenden Wiedersehen kommt. Denn einer der Männer, die sich dort aufhalten ist Grischa Romen, der Testpilot, der mit dem letzten „Kolibri“ auf einen weg ohne Rückkehr in den Weltraum geschleudert wurde. Der zähe Zigeuner hat es geschafft zu überleben und sorgt nun auch dafür, dass Brandis und seine Leute entkommen können.

Sie können fliehen, aber das Abenteuer ist noch lange nicht zu Ende. Stattdessen geht es erst richtig los, denn die „Epsilon Bootes“-Sonde, die seit Jahrzehnten als Mythos unter den Raumfahrern kursiert, hat Gestalt angenommen. Die wenn auch unbemannte Abgesandte einer außerirdischen Zivilisation birgt vermutlich Wissen in sich, dass denjenigen, der es entschlüsselt, in ein neues Zeitalter katapultieren könnte.

So beginnt eine Hetzjagd, denn jeder will die Sonde nun in die Hände bekommen. Mark Brandis bekommt einen klaren Auftrag von seiner Regierung, auch ein Schiff der VOR ist in der Nähe und nicht zuletzt sieht Captain D’Arcy eine Chance darin, mit dieser „Büchse der Pandora“ eine neue Welt im Stile seines Mentors Smith zu schaffen...

 

Die Geschichte ist gleich doppelt spannend. Neben einer gelungenen Überraschung und viel Geplänkel mit den Piraten kommt erstmals auch außerirdisches Leben ins Spiel und wirft gerade für Mark Brandis Gewissenskonflikte auf.

Auch wenn die Sonde der Aliens den Menschen ganz und gar nicht feindselig gesinnt ist, stellt sich doch gerade für ihn immer wieder die Frage, ob die Menschen wirklich schon bereit dazu sind, sich höherem Wissen und Kontakt mit anderen Wesen zu stellen. Denn er hat ja gerade eben miterlebt, mit welch niederen Beweggründen andere Menschen immer noch handeln.

So kommen neben der dramatischen Handlung auch immer noch ethisch-moralische Fragen ins Spiel, die zum Nachdenken anregen. Man fühlt mit dem Helden und seinen Leuten, die schon bald wissen, dass auch ein Triumph nur weiteren Ärger hervorbringen kann. So gibt es am Ende eine sehr interessante und stimmige Lösung.

Wie immer überzeugt der Autor durch seine Mischung an spannender Handlung und nachdenkenswerten Themen, die auch heute noch brandaktuell sind. Wirklich gelungen ist dabei auch die Einbindung eines Charakters, den man in einem früheren Band schon durch seine Herzlichkeit schätzen und lieben gelernt hat.

 

„Raumsonde Epsilon“ ist damit ein rundum gelungener Band der Reihe. Sowohl die abenteuerlichen als auch die philosophisch-ethischen Aspekte der Geschichte kommen trotz der Kürze des Romans gut zum Tragen und bringen einen nach der Lektüre unwillkürlich zum Nachdenken.

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202403030459059cbfb9e6
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Buch:

Raumsonde Epsilon

Reihe: Mark Brandis Band 8

Autor: Nicolai von Michalewsky

broschiert, 168 Seiten

Wurdack-Verlag, erschienen Januar 2009

Titelbild von Ernst Wurdack

ISBN-10: 3938065427

ISBN-13: 978-3938065426

Erhältlich bei: Amazon

 


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Erstellt: 21.12.2010, zuletzt aktualisiert: 17.10.2020 11:12, 11388