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Reise zum Mittelpunkt der Erde

Rezension von Stefan Glaubitz

 

Abstieg ins Erdinnere. Die Spieler führen die drei Abenteurer aus Jules Vernes berühmter Geschichte: Professor Lidenbrock, seinen Neffen Axel und deren Bergführer Hans. Vom Krater des isländischen Vulkans Snaeffelsjökull geht es hinab ins Innere der Erde.

Unterwegs entdecken Sie einen dichten Wald aus Riesenchampignons und einen unterirdischen Ozean, bevor Sie beim Ausbruch des Vulkans Stromboli in Italien wieder an die Erdoberfläche geschleudert werden.

Auf Ihrer Reise finden Sie Fossilien und beobachten urzeitliche Meeresbewohner. Dabei kommt es vor allem auf den cleveren Einsatz Ihrer mitgeführten Ausrüstung an. Der Spieler, welcher die meisten Entdeckungen macht, gewinnt das spannende Abenteuer.

 

Spielziel

 

Die Spieler bewegen die drei Abenteurer und versuchen dabei möglichst viele Fossilienkarten zu bekommen. Diese bekommt man, indem man am bestimmten Orten die passenden Ausrüstungsgegenstände nutzt und so Fossilienkarten vom verdeckten Stapel zieht. Dabei gibt es zu beachten, dass es verschieden Karten gibt. Zum einen die Einzelkarten, bei denen jede Karte einen bestimmten Wert hat. Dann gibt es größere Fossilien, für die man zwei oder drei Karten zu einem Fossiliensatz kombinieren muss. Je mehr Karten man von diesem Satz hat, umso wertvoller ist die Fossilie. Außerdem gibt es noch Mineralienkarten. Auch hier gilt: je mehr Karten man von diesem Satz hat, umso mehr ist der ganze Satz wert.

 

Ausstattung

 

Der Karton von „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ hat das typische „Kosmosformat“. Damit lässt er sich wunderbar in ein Spieleregal integrieren. Die Spielkomponenten sind:

 

  • 1 Spielplan
  • 1 Regelwerk
  • 3 Forscher-Figuren
  • 1 Floß
  • 20 Wassersteine
  • 10 Meeresabenteuerkarten
  • 2 Bonuskarten
  • 63 Forscherkarten
  • 45 Ausrüstungskarten
  • 64 Fossilienkarten
  • 16 Ereigniskarten

 

Wie von Kosmos gewohnt, ist das Design der Karten und des Spielplans von sehr schöner Qualität. Besonders gut ist das Farbenspiel dabei gelungen. Die Karten sehen sehr edel und zugleich geheimnisvoll aus. Alles in allem Komponenten, mit denen man sehr gerne spielt.

 

Spielregeln

 

Das Regelwerk ist vier Seiten stark und reichlich illustriert. Damit erwartet den Spieler nicht wirklich viel Lesearbeit. Die Illustrationen und großzügig angelegten Beispiele erleichten die Lesearbeit erheblich und nach dem Studium der vier Seiten sollten keine Fragen mehr offen stehen. Falls doch, ist das Regelwerk so gut gegliedert, dass man bequem die unklare Passage nachschlagen kann.

 

Spielverlauf

 

Die Spielvorbereitungen sollten nicht zu lange Zeit in Anspruch nehmen. Der Spielplan wird in die Mitte des Tisches gelegt und die drei Abenteurer wie auch das Floß werden auf ihre Startfelder gestellt. Die Karten werden nach ihren Rückseiten sortiert und auf die für sie vorgegebenen Felder auf dem Spielplan gelegt. Jedem Spieler werden sechs Forscher- und drei Ausrüstungskarten ausgeteilt und weitere drei werden auf dem Spielplan offen ausgelegt. Nachdem jeder noch einen Wasserstein bekommen hat, werden die Bonuskarten „Pilzwald“ und „Ruinenstadt“ offen neben dem Spielplan ausgelegt und die Meeresabenteuerkarten gemischt, um dann ebenfalls als verdeckter Stapel griffbereit neben den Spielplan platziert. Nun kann es losgehen.

 

Das Spiel hat drei Etappen, bei der jede ihre Besonderheiten hat. Dabei nimmt die erste die meiste Zeit in Anspruch, während man für die dritte und letzte Etappe nur ca. fünf Minuten benötigt.

 

Die erste Etappe ist der Abstieg ins Erdinnere. Ist ein Spieler am Zug, hat er zwei Möglichkeiten:

 

a. 3 Karten ziehen

 

Entscheidet sich ein Spieler Karten zu ziehen, darf er insgesamt drei aus dem verdeckten Stapel der Forscher- und Ausrüstungskarten, bzw. der aufgedeckten Ausrüstungskarten auf die Hand nehmen. Dabei darf ein Spieler maximal zehn Forscherkarten und sechs Ausrüstungskarten am Ende seines Zuges auf der Hand haben.

 

b. 1 Forscher bewegen

 

Entscheidet sich ein Spieler einen Forscher zu bewegen, spielt er Forscherkarten der Farbe, des betreffenden Abenteurers aus. Es dürfen aber nicht mehr als fünf solcher Karten sein. Dabei gilt es zu beachten, dass Forscher nur waagerecht und senkrecht bewegt werden dürfen und sich pro Zug der betreffende Forscher mindestens ein Feld in Richtung Etappenziel bewegen muss. Außerdem dürfen sie zwar Felder passieren auf denen andere Forscher stehen, doch dürfen sie nie auf einem solchen zum Stehen kommen. Kommt ein Forscher aber auf einem Feld zu stehen, auf dem einer oder mehrere Ausrüstungsgegenstände zu sehen sind, darf der aktive Spieler diese Karten, so er sie auf der Hand hat, abwerfen und dafür die entsprechende Anzahl Fossilienkarten ziehen und offen vor sich auslegen. Aber Ausrüstungskarten kann man auch anders einsetzten. Das „Seil“ erlaubt einem Forscher zum Beispiel tiefe Gruben zu überqueren, um welche er sonst herum laufen müsste und mit einem Kompass darf ein Forscher sogar ein Feld diagonal bewegt werden.

 

Irgendwann hat es ein Forscher geschafft das Feld „Pilzwald“ zu erreichen. Er bekommt die passende Sonderkarte, die Bonuspunkte einbringt und alle drei Forscher werden auf das Floß gestellt. Damit beginnt die zweite Etappe.

Auch hier hat der aktive Spieler wieder die Wahl drei Karten zu ziehen oder das Floß zu bewegen. Allerdings darf man nun eine Mischung an Forscherkarten zum Bewegen spielen. Eine weitere Änderung zur ersten Etappe ist, dass nach einer Bewegung eine Meeresabenteuerkarte gespielt wird. Diese Karten haben positive wie negative Effekte: so kann man zum Beispiel eine Forscherkarte gegen eine Fossilienkarte tauschen, das Floß kann aber auch von einem Kugelblitz getroffen werden.

 

Nachdem das Floß die Ruinenstadt erreicht und der aktive Spieler diese Sonderkarte bekommen hat, beginnt die letzte Etappe. Die Forscher werden durch einen Vulkan wieder an die Oberfläche katapultiert. Aber auf ihrem Weg den Vulkan hinauf können sie wertvolle Fossilien verlieren. Bewegt wird das Floß nun, indem vom Forscherkartenstapel die oberste Karte aufgedeckt wird. Das Floß rückt dann auf die nächste Position der Farbe vor. Auf jedem Feld ist die Anzahl der Fossilienkarten abgedruckt, die die Spieler verlieren würden. Aber zuvor wird noch eine Ausrüstungskarte vom Stapel gezogen und aufgedeckt. Wenn ein Spieler nun eine solche Karte auf der Hand hat, darf er diese abwerfen und kann seine Fossilien behalten.

 

Nachdem die Forscher den Vulkan verlassen haben, werden die Siegpunkte zusammengezählt und der Spieler mit den meisten gewinnt.

 

Spielspaß

 

„Reise zum Mittelpunkt der Erde“ hält sich in seiner Handlung recht dicht an dem Roman von Jules Vernes und das ist auch gut so. Kenner des Films oder des Buches werden also in einem gewissen Rahmen die Abenteuer der Romanhelden nachspielen können. Besonders gut gefällt mir, dass auf Würfel verzichtet wurde. Natürlich ist es immer noch Glück welche Karten man zieht, doch ist das Spiel durch das Weglassen dieser Option um einiges taktischer geworden, als es mit Würfeln wohl möglich gewesen wäre. Auch das Miteinander kommt bei „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ nicht zu kurz und man hat eher das Gefühl miteinander als gegeneinander zu spielen, ist das Ziel auf dem Spielbrett doch für alle Spieler das Gleiche.

 

Fazit

 

Gerade jüngere Spieler oder Jules- Vernes- Fans werden von „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ sicherlich begeistert sein, bietet das Spiel doch die Möglichkeit die Reise der Forscher hautnah mitzuerleben. Veteranen im Bereich Abenteuerspiele werden allerdings auf kurz oder lang zu anderen Spielen greifen, biete „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ für sie doch zu wenig Entfaltungsmöglichkeiten.

 

(Anklicken zum Vergrößern)
 

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Brettspiel:

Reise zum Mittelpunkt der Erde

Kosmos

Autor: Rüdiger Dorn

Spielerzahl: 2 bis 4

Spieldauer: 60 - 75 Minuten

Mindestalter: ab 10 Jahre

ASIN: B00113N58O

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:

Inhalt:

 

  • 1 Spielplan
  • 1 Regelwerk
  • 3 Forscher-Figuren
  • 1 Floß
  • 20 Wassersteine
  • 10 Meeresabenteuerkarten
  • 2 Bonuskarten
  • 63 Forscherkarten
  • 45 Ausrüstungskarten
  • 64 Fossilienkarten
  • 16 Ereigniskarten

 


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Erstellt: 01.04.2008, zuletzt aktualisiert: 16.02.2018 17:50