Belladonna Blackthorne ist eine Hexe, lebt aber ein ganz normales Leben als Buchhändlerin. Ihre Magie setzt sie eher sparsam ein. Anlässlich ihres 30. Geburtstags will ihr Hexenzirkel ihre Magie einer Prüfung unterziehen. Falls sie ihre Magie nicht sinnvoll nutzt, soll sie ihr entzogen werden. Nach einem eher mäßigen Ergebnis bekommt sie eine Frist gesetzt, ihre Kenntnisse aufzufrischen. Doch plötzlich hat es den Anschein, dass das jemand verhindern will.
Lucy Jane Wood geht mit ihrer Urban-Fantasy-Geschichte im Genre eher unübliche Wege. Das beginnt schon damit, dass ihre Protagonistin Bella mit ihren 30 Jahren deutlich über dem für vergleichbare Stoffe gewohnten Alter liegt. Gleich zu Beginn tritt zwar ein hübscher Mann in ihr Leben, doch verzichtet die Autorin darauf, daraus einen größeren Romantik-Part aufzubauen. Er bleibt sehr dezent im Hintergrund und beeinflusst die Haupthandlung nur minimal. Letztere konzentriert sich dagegen auf Machenschaften innerhalb des Zirkels, die nach und nach aufgedeckt werden. Aber auch das normale, nicht-magische Leben der Protagonistin in ihrem Job sowie die Probleme, die sich daraus ergeben, dass sie ihrer besten Freundin die Magie verheimlichen muss, werden thematisiert. Dabei ergibt sich ein durchaus interessantes Persönlichkeitsbild der Protagonistin, die sicher keine strahlende Heldin ist. Die Handlung des Buches ist in sich abgeschlossen, eine Fortsetzung scheint eher unwahrscheinlich.
Die Autorin erzählt die Geschichte mit durchgängigem Fokus auf ihre Protagonistin.