Robin. Im Angesicht des Feindes von Alan Grant
Rezension von Thomas Götz
Inhalt
Über den Dächern von Gotham City zeichnet sich die einsame Silhouette von Dick Grayson gegen den stürmischen Nachthimmel ab. Ein Monat ist vergangen, seit er gemeinsam mit Batman zwei der schlimmsten Schurken besiegt hat, die diese Stadt jemals bedrohten: Two-Face und Der Riddler. Jetzt, da der Tod seiner Familie gerächt ist, hat Dick sein Robin-Kostüm an den Nagel gehängt und Wayne Manor verlassen. Aber was wird die Zukunft ihm bringen?
Kritik
Das vorhandene Buch (oder wohl eher Büchlein, da es, obwohl es gebunden ist, nur knapp 124 Seiten aufweist) spielt kurz nach "Batman Forever".
Dick plagen Selbstzweifel, was insofern nicht verwunderlich ist, ruft man sich die Ereignisse aus dem Film ins Gedächtnis. Und Ungestüm war der junge Bursche auch allemal.
Wie in einer klassischen Story verläßt er daher Batman und geht auf einen 'Selbstfindungstrip', wobei er es natürlich sogleich wieder mit Gangstern zu tun bekommt. In diesem Fall ist allerdings selbst der Bösewicht etwas flach gehalten. Sind die Gangster anfangs nur "einfache" Mafiosi, so ist der später auftauchende 'Erzfeind' auch nur ein 17-jähriger Junge, mit dem man anfangs zwar noch Mitleid hat der aber schnell, ganz besonders am Ende, in die üblichen Klischees abdriftet und sich den "Gotham-Wahnsinnigen" anschließt.
Das Dick erneut etwas schlimmes passieren muss, auch wenn es vielleicht nicht ganz so traumatisch ist wie der Tod der Eltern, ist von vorneherein klar, ebenso, das es seinen neu gefundenen Freund Joe treffen wird.
Und so kommt es erneut wie es kommen muss: Dick/Robin geht auf die Jagd und findet dabei zu sich selbst zurück, so das er sich wieder Batman anschließen kann. Und da das Buch recht kurz ist, gibt es vielmehr dazu eigentlich auch nicht zu sagen.
Fazit: Etwas gediegenere, vorhersehbare Unterhaltung.