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Roland Ritter Ungestüm von Francoise Craenhals

Reihe: Roland Ritter Ungestüm Bd.4

Rezension von Olaf Kieser


 

Rezension:

Ritter Roland genießt mit seiner geliebten Gwendoline, der Tochter von seinem Lehnsherrn König Artus, einige unbeschwerte Tage auf Burg Rotteck. Doch heidnische Söldner entführen den jungen Ritter samt seiner Angebeteten. Bald stellt sich heraus, dass der Hüne von Worms dahinter steckt, der sich an Roland und Gwendoline rächen will. Doch der Plan schlägt fehl. Leider hat in der Zwischenzeit Artus, der Roland der Entführung seiner Tochter verdächtigt, die Burg seines hitzköpfigen Lehnsmannes angegriffen und schleifen lassen. So eine Schmach kann der junge Ritter nicht verwinden und kündigt seinem König die Gefolgschaft. Stattdessen schließt er sich einer Gemeinschaft von Räubern und Halsabschneidern an, um sich mit deren Hilfe am König zu rächen. Die drohende Invasion eines Heeres der Normannen zwingt die beiden nun verfeindeten Männer zu einem erneuten Bündnis. Doch Corbin, des Königs neuer Ratgeber, scheint wenig Gefallen an dem Bund zu haben und schmiedet Ränke.

 

Roland, Ritter Ungestüm ist eine Abenteuer-Serie des belgischen Zeichner und Autors Francois Craenhals. Die Comic-Jugendserie entstand in den 1970er Jahren. Cross Cult bringt die Serie nun in einer überarbeiteten Gesamtausgabe heraus. Der jetzt erschienene vierte Band umfasst wie gewohnt drei Alben. Es sind Die gefangene Prinzessin, Der Aufstand des Vasallen und Die Reiter der Apokalypse. Mit seiner Hauptfigur, dem jungen Roland, hat Craenhals eine nahezu ideale Identifikationsfigur für jugendliche Leser geschaffen. Sie können sich gut in den temperamentvollen Jungen hineinversetzen. Roland macht aber auch im Laufe der Geschichten eine langsame Wandelung und Entwicklung durch. Trotz seiner aufbrausenden Art wächst Roland dem Leser schnell ans Herz, da er eben keine perfekte Heldenfigur ist. Trotz aller Dramatik erzählt Craenhals auch die drei Abenteuer dieses Bandes nicht ohne Humor. Dennoch wirken sie aus heutiger Sicht manchmal etwas altmodisch.

 

Deutlich moderner als die Erzählweise wirken Aufbau und Zeichnungen des Bandes. Der Seitenaufbau ist abwechslungsreich und keinesfalls eintönig. Psychedelische Farbeffekte und geradezu surreale Panels veranschaulichen eindrucksvoll Rolands Wutausbrüche. Überhaupt entwickelt sich Die Reiter der Apokalypse nach normalem Beginn zu einem surrealen Alptraum mit starken übernatürlichen Elementen. Solche Zeichnungen und Geschichten machen die Serie auch heute noch visuell beeindruckend.

 

Sehr positiv ist auch, dass der Band von Cross Cult mit einem kurzen, informativen Nachwort versehen wurde. Darin erfährt man viel über Entstehung und Konzeption der Serie und natürlich auch über Craenhals selbst. Dazu gibt es weitere Zeichnungen und Bilder vom Autor und die Coverabbildungen von früheren Veröffentlichungen der Serie in Deutschland und Belgien.

 

Fazit:

Der vierte Band um Ritter Roland Ungestüm ist ein sehr spannender und dramatischer. Die Beziehung zwischen Roland und seinem Lehnsherrn König Artus wird einer großen Belastung ausgesetzt, als der König Rolands Burg aus einem falschen Verdacht heraus schleifen lässt. Auch die Intrigen des neuen Beraters Corbin wirken sich sehr ungünstig aus. In dem Band finden sich auch einige bemerkenswerte surreale Bilder, die einerseits Rolands Wut hervorragend veranschaulichen und andererseits von der Kunstfertigkeit von Craenhals zeugen.

 

 

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Comic: Roland Ritter Ungestüm

Roland Ritter Ungestüm Bd. 4

Originaltitel: Chevalier Ardent, Intégrale 4

Autor: Francoise Craenhals

Zeichner: Francoise Craenhals

Übersetzung: Kai Wilksen, Uli Pröfrock

Format: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 162 Seiten

Verlag: Cross Cult

Erscheinungsdatum: Juli 2011

Erscheinungsdatum des Originals: 1978, 1979, 1980

 

ISBN-10: 394124874X

ISBN-13: 978-3941248748

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 24.11.2011, zuletzt aktualisiert: 18.02.2021 18:53