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Rosen für Erkül Bwaroo von Ruth M. Fuchs

Rezension von Christel Scheja

 

Mit „Rosen für Erkül Bwaroo“ geht die Reihe von Einzelromanen um den kauzigen und sehr eigenwilligen Elfendetektiv unterhaltsam weiter. Wie immer verbeugt sich die Autorin Ruth M. Fuchs vor ihrem großen Vorbild Agatha Christie und deren Lieblingsfigur „Hercule Poirot“.


Wieder einmal wird Erkül Bwaroo aus seinem ruhigen Leben gerissen, um einen Mord aufzuklären. Ablehnen kann er die Ermittlungen nicht, so gerne er es auch würde, denn Elfenkönigin Titania selbst hat ihm den Auftrag erteilt. Begeistert über die Ehre ist er nicht, denn ausgerechnet seine Tante Seonny ist eine der Hauptverdächtigen und außerdem auch noch eine Vertraute der Herrscherin.

So macht er sich auf die beschwerliche Reise, die ihn in eine verwunschene wirkende Gegend und auf ein Filmset führt. Denn immerhin ist dort die Hauptdarstellerin als schlafendes Dornröschen nicht mehr aus dem Zauber erwacht. Zusammen mit dem dortigen Polizisten Heissenbier macht er sich daran, heraus zu finden, wer die junge blonde Frau vergiftet hat und warum das geschehen ist.

Schon bald zeigt sich, dass es natürlich mehr als einen Verdächtigen gibt. Denn so nett und freundlich die verstorbene Klarissa auch nach außen gewirkt hat, nicht wenige Mitarbeiter, Schauspieler und auch die Verantwortlichen hätten Grund gehabt, sie umzubringen.

Und so steht Erkül am Ende vor mehr als einem pikanten Rätsel und muss sich dazu auch noch seiner eigenen Vergangenheit stellen.


Ihren Charme hat auch die neuste Geschichte um den eigenwilligen Elfendetektiv nicht verloren, denn er bleibt trotz einiger Schwierigkeiten immer er selbst und lässt sich auch von unangenehmen weil persönlichen Schwierigkeiten nicht all zu sehr ablenken, auch wenn man gelegentlich merkt, dass auch ihn die Meinung anderer treffen kann.

Erstmals geht die Autorin nämlich auf seine Vergangenheit ein und enthüllt ein paar Details, die so noch nicht bekannt waren. Seine Tante lässt keine Gelegenheit aus, um ihm vor Augen zu führen, wie wenig sie seine Entscheidung gebilligt hat, seine Familie einfach im Stich zu lassen.

Der klassische Fall läuft dann doch eher nach dem gewohnten Schema ab. Jeder Verdacht enthüllt nach und nach mehr von den Hintergründen der Tat. Der Verdacht fällt dabei auf die unterschiedlichsten Leute, bis endlich der Schuldige gefunden ist.

Charmant werden dabei ein paar nette Märchenmotive eingebunden, ebenso wie Elemente aus Agatha Christies „Das Böse unter der Sonne“.

Die Geschichte bleibt allerdings sehr eigenständig und geht immer wieder eigene Wege, getragen von den schrägen Figuren, mit denen sich der Held herumschlagen muss. Wie immer sind die Figuren zwar etwas oberflächlich, machen aber trotzdem Spaß, da die Autorin die mit ihnen verbundenen Klischees gerne schon einmal auf den Kopf stellt.

Humorvoll und frech bringt sie immer wieder Stimmung in die mehr oder weniger ruhig verlaufende Handlung, die aber auch keine Längen hat.


Alles in allem ist „Rosen für Erkül Bwaroo“ wieder einmal ein Fantasy-Krimi, der spannende Unterhaltung mit einem liebenswert gestalteten Hintergrund verbindet und sich dabei charmant vor der Grande Dame der klassischen Krimi-Unterhaltung verbeugt, ohne diese jedoch all zu sehr zu kopieren.



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Eure Meinung:

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Buch:

Rosen für Erkül Bwaroo

Autorin: Ruth M. Fuchs

Taschenbuch, 272 Seiten

Raposa Verlag/ CreateSpace, Januar 2017

Titelbild: Chris Schlicht

 

ISBN-10: 3981802942

ISBN-13: 978-3981802948

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B01N9PNJO4

 

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Erstellt: 22.04.2017, zuletzt aktualisiert: 11.11.2019 13:33