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Runebound: Packs (Kartenerweiterungen)

Rezension von Ramona Schroller

 

Willkommen in der Welt von Runebound, einer Welt voller Abenteuer und tapferer Helden, die sich mutig dem unausweichlichem stellen und gegen das Böse kämpfen.

 

FlightFantasyGames hat 6 neue Kartensets zu ihrem Abenteuer-Tabletop-Spiel „Runebound" auf den Weg geschickt. Teils enthalten diese völlig neue Varianten, teils Erweiterungen. Zwei neue Sets sind gar ausschließlich der Aus- und Aufrüstung gewidmet. Spannend darf es da zugehen, spannender als bisher sowieso.

 

Die Sets sind aufwendig gearbeitet. So gut wie jede Karte wurde mit einem Bild versehen, das mehr als ansprechend ist. Teils würde der Fan tatsächlich das eine oder andere im Posterformat an seiner Wand sehen statt „nur" auf den Karten. Je Set gibt es 30 neue Karten, was dann auch schon auf jede Menge zusätzlichem Spielspaß hindeutet. Aber sehen wir uns die einzelnen Sets doch näher an:

 

 

VA 12: Relics of Legend

Hier findet der begeisterte Spieler 30 brandneue Artefakte und auch einige Verbündete. Laut der ausführlichen Anleitung zum Gebrauch besteht dieses Set aus Artefakten, Waffen, Rüstungen und Verbündeten, die die Städte von Runebound für den Krieg gegen die Drachen zusammenstellten und nun ihren Helden zur Verfügung stellen. Leider sind die einzelnen Gegenstände mit der Zeit aber durcheinandergeraten, so daß man quasi in jeder Stadt auch fremde erhält.

 

Meiner Meinung nach ist dieses Set zwar gut gemeint, hilft den Spielern in einigen Fällen nicht wirklich weiter in ihrem Kampf. Nur allein die Banner der Städte, die fast überhaupt keine Wirkung haben, sind mehr oder weniger überflüssig und bleiben eigentlich in den Märkten liegen. Die zusätzlichen Verbündeten sind nicht ganz so stark wie die ohnehin im Spiel vertretenen, und Waffen gibt es an für sich ohnehin schon genug.

 

 

VA 13: Artifacts and Allies

Laut der Anleitung stellen diese Gegenständekarten das Spiel an sich auf den Kopf. Einige bringen die Helden in Schwierigkeiten, andere sind sehr nützlich.

 

Nun, um es kurz zu machen: Dieses Set ist gegenüber dem ersten, für das Marktdeck bestimmte, einfach genial. Mit einer kurzen Regelerweiterung werden neue Wesen in das Spiel eingeführt, die an für sich sehr nützlich sind, die sogenannten Vertrauten. Mal darf man auf dem Markt der Stadt etwas stibizen, mal verstärkt sich die Selbstheilung. Vor allem diese Vertrauten sind es auf jeden Fall wert, sich dieses Deck anzuschaffen. Doch auch die Artefakte und die anderen Verbündeten haben es in sich. Diese Karten sind ein reiner Gewinn für das Spiel.

 

 

VA 14: Terrors of the Tomb

Hier haben wir es jetzt das erste Mal mit einer Erweiterung zu Runebound zu tun. Zusätzlich zu den normal spielbaren Abenteuern gibt es in diesem Deck ausschließlich Karten, die sich um die vielfältigen Arten der Untoten, Geister und Erscheinungen beziehen. Spielbar sind die Karten entweder, indem man sie unter die normalen Abenteuer mischt, oder man legt zwei Stapel an, um auch wirklich alle Abenteuer auskosten zu können.

 

Terrors of the Tomb sind nicht einfach zu spielen. Die Gegner sind größtenteils um einiges stärker als die normalen Kartenabenteuer. Dafür erhält man bei einem Sieg auch mehr Gold oder sogar noch einen Bonus. Eine interessante, aber nicht zu unterschätzende Erweiterung zum Basisspiel.

 

 

VA 15: The Dark Forest

Alle Abenteuer spielen sich in und um Wälder ab. Richtig gruselig wird's nicht (wie im vorher beschriebenen Set), dafür ist Spielspaß garantiert.

 

The Dark Forest ist eine normale Erweiterung zum normalen Runebound. Es läßt sich wie oben bereits beschrieben spielen. Die Gegner hier sind jedoch um einiges leichter als in der Erweiterung „Terrors of the Tomb". Außerdem sind viele Aufträge und längere Abenteuer dabei. Aber nichts, das nicht zu schaffen wäre.

 

 

VA 16: Crown of the Elder Kings

Hier haben wir es nun das erste Mal mit einer richtigen Variante zu tun. Statt, wie im Originalspiel, gegen die Bösen vorzugehen, schlüpft der Spieler selbst in die Rolle eines solchen, mit dem Ziel, ein Elder King zu werden.

 

Das Spiel startet wie gewohnt, allerdings mit der Ausnahme, daß die Elder-King-Karten neben den normalen Stapeln ausgelegt werden, bzw. sie ersetzen (die blauen Abenteuer des Basis-Spiels fallen komplett weg). Wer mag, kann gern auch rote Abenteuer spielen, dies jedoch mehr, um sich hochzuleveln und vielleicht noch die eine oder andere wichtige Rune zu ergattern.

 

Ziel dieser Variante ist es, der einzige und alleinige Elder King in der Welt von Runebound zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, besteht die Mehrzahl der mitgelieferten blauen Karten aus sogenannten Häusern und deren Vertretern. Wie in einem normalen Kartenspiel wird nach Knappe, Ritter, Dame und Herzog aufgeteilt. Die Spieler müssen sich ein Set erspielen, das sich unterschiedlich zusammensetzen kann: Entweder drei der vier Karten eines einzelnen Hauses oder vier verschiedene Karten der Häuser (drei Häuser: Secrets, Blood und Hate). Hat man eines dieser Ziele erreicht, wird man zum Elder King und das Brettspiel endet - nicht aber das Spiel!

 

Jetzt kämpfen die Spieler nämlich untereinander, um selbst Elder King zu werden. Das bedeutet, der Spieler, der nach dem Elder King die meisten blauen Karten gesammelt hat (wenn nicht dieses, dann die meisten Erfahrungspunkte, Erfahrungszähler oder schlicht Gold) tritt gegen den bisherigen Elder King an. Das Gefährliche an diesem Duell der Giganten ist die, laut Regeln, nicht vorhandene Heilungs- oder Erholungsphase zwischen den Kämpfen. Der herausfordernde Spieler muß zunächst gegen alle Verbündeten des Elder Kings kämpfen, dann gegen seine Vasallen aus den drei Häusern, um schließlich zum Elder King selbst vorzudringen. Wird dieser während dieses Duells geschlagen, nimmt der Spieler seine Figur vom Spielbrett und ist ausgeschieden, und der nächst mächigste tritt gegen den neuen Elder King an, bis schließlich nur noch ein Spieler übrig ist. Dieser ist dann Sieger des Spiels.

 

Um für die wartenden Spieler das ganze nicht zu eintönig zu machen, dürfen diese während des Duells weiterspielen und Abenteuer bestehen, um sich selbst weiter hochzuleveln, um selbst den Sieg davonzutragen. Eine interessante Variante zum Basisspiel. Bei manch einem werden da verborgene Emotionen wach, vor allem, wenn das Endspiel läuft. Irgendwie scheint plötzlich alles erlaubt, wenn Spieler direkt gegen Spieler antritt. Lohnenswert.

 

 

VA 17: The Scepter of Kyros

Die zweite Variante mittels neuer Karten. Hier sind es diesmal nicht die Drachen, die die Welt von Runebound bedrohen, sondern die Riesen kommen aus ihrem Exil im Norden zurück und wollen die Macht an sich reißen. Die Helden versuchen dies zu verhindern.

 

Diese Variante lehnt sich an den Doom-Track des Basisspiels an. Alle Karten außer den roten werden gespielt. Die Roten werden durch die blauen Riesenkarten ersetzt. Während des Spiels okkupieren die Riesen nach und nach die Städte Runebounds. Will ein Held in eine der besetzten Städte, ohne zu kämpfen, findet er sich ausgeknockt und ausgeplündert irgendwo auf dem Feld wieder. Erst wenn die Helden bereit sind zu kämpfen, können sie in die Städte einziehen.

 

Das gefährliche an dieser Variante ist, daß die Riesen fähig sind, alles zu benutzen, was sich innerhalb des Marktes der Stadt befindet, sowohl Gegenstände wie Rüstungen, Waffen und Artefakte wie auch Verbündete. An für sich ist der eigentliche Kampf gegen die Riesen sogar noch einfacher als der gegen die Drachen des Basisspiels, wenn das nicht diese Ausnahme wäre, die die Riesen teisl sogar noch gefährlicher machen kann, als sie ohnehin schon sind. Das Spiel endet, wenn alle Riesen besiegt worden sind. Der Sieger ist der Spieler, der die meisten Riesen erledigt hat.

 

Auf jeden Fall eine spannende und fesselnde Variante, die Lust auf mehr macht. Man kann sich noch so viel Mühe geben, nicht die gefährdeten Städte aufzusuchen, um die Märkte dort so leer wie möglich zu halten, es passiert doch immer etwas unvorhergesehenes. Lohnenswert.

 

Eure Meinung:


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Runebound: Packs (Kartenerweiterungen)

Autor: Martin Wallace & Darrell Hardy

Verlag: Fantasy Flight Games

Fantasy Flight Games, 2005

Spieler: 2-6

Altersempfehlung: ab 11 Jahre

Erhältlich bei: Heidelberger-Spieleverlag

 

Hinweis:

Diese Erweiterung ist kein eigenständiges Spiel, sondern nur in Verbindung mit dem Basisspiel Runebound spielbar!

 

Inhalt:

Mit 6 neuen Kartenerweiterungen

 

  • Relics of Legend
  • Artifacts and Allies
  • The Terrors of the Tomb
  • The Dark Forest
  • Crown of the Eldar Kings
  • The Sceptor of Kyros

 

 

 


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Erstellt: 15.04.2006, zuletzt aktualisiert: 16.02.2018 17:50