Salvarina und das Lächeln des Mantikor (Autor: Bernd E. Ochs)
 
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Salvarina und das Lächeln des Mantikor von Bernd E. Ochs

Rezension von Frank W. Werneburg

Klappentext

Ein Mädchen, das nicht existieren dürfte. Eine Kirche, die ihre eigene Finsternis fürchtet. Ein Geheimnis, älter als der Glaube selbst. Italien, 1487. Ein magisches Zeitalter dämmert. Hinter kalten Klostermauern ist die elfjährige Salvarina ein Schatten – versteckt und verleugnet vor der Inquisition. Sie trägt ein Zeichen auf der Haut, das in den Augen der Kirche den Tod bedeutet. An der Seite des jungen Gelehrten Lorenzo kommt sie einer dämonischen Intrige auf die Spur, die in die innersten Kreise der Kirche reicht. Verfolgt von einem uralten Orden und beobachtet von einem Wesen, das die Welt längst vergessen hat, muss Salvarina entscheiden: Bleibt sie ein heimatloses Kind oder wird sie zur Vorbotin einer neuen Zeit? Ein atmosphärischer Historical Fantasy Roman über die Macht der Identität, den Preis der Wahrheit und ein magisches Erbe, das die Welt in den Abgrund stürzen könnte.

Rezension

1487. Seit Jahren wurde Lorenzo von seinem Meister Borromäus in den Wissenschaften ausgebildet. Doch ausgerechnet an seinem 18. Geburtstag stirbt dieser. Da er keine Erben hinterlässt, fällt das ganze Anwesen mit allen Instrumenten und der Bibliothek an Lorenzo. Aber ist er jetzt selbst ein Meister? Er hat nie eine Prüfung abgelegt. Trotzdem überzeugt ihn der Abt eines nahegelegenen Klosters, eine Schülerin aufzunehmen, so wie es zuvor mit Borromäus vereinbart war. Die 11-jährige Salvarina trägt ein großes Hexenmal, und tatsächlich scheint sie über eigenartige Fähigkeiten zu verfügen. Und in der Bibliothek seines toten Meisters findet Lorenzo eine versteckte Abteilung mit magischen Büchern …

 

Was Bernd E. Ochs hier vorlegt, kann man wohl am besten als historische Urban Fantasy beschreiben. Die Handlungswelt ähnelt nämlich nicht nur unserer Welt in früheren Jahrhunderten, sondern es ist das Italien des 15. Jahrhunderts. Auch reale Personen dieser Zeit spielen eine Rolle – was mir allerdings erst durch die Erwähnung im Nachwort bewusst wurde. Dass ein Jugendlicher und seine Schülerin sich beide langsam ihrer magischen Fähigkeiten bewusst werden, schreit vor den Augen der Inquisition natürlich nach Ärger. Womit wir mitten in der Handlung angekommen sind. Sie unterscheidet sich damit deutlich von dem, das der Genre-affine Leser aus moderner Urban Fantasy oder Fantasy-Abenteuern in rein fiktiven Welten gewohnt ist. Speziell das (ihr selbst unbekannte) Rätsel um Salvarina birgt Überraschungen. Das Buch kann mit seiner Andersartigkeit überzeugen, wobei mir am Ende nicht ganz klar ist, ob das wirklich das Ende ist oder doch eine Verlängerung geplant ist.

 

Der Autor erzählt wechselweise aus den Perspektiven unterschiedlicher Charaktere, wobei auch Abstecher in andere Zeitebenen erfolgen.

Fazit

Urban Fantasy zu Zeiten der Renaissance ist zumindest für mich etwas ganz Neues. Magie zwischen Inquisition und Aufstieg der Wissenschaft.

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Buch:

Salvarina und das Lächeln des Mantikor

Autor: Bernd E. Ochs

Taschenbuch, 742 Seiten

Selbstverlag, 11. August 2026

 

ISBN-10: 3995010008

ISBN-13: 9783995010001

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 07.09.2026, zuletzt aktualisiert: 14.10.2026 16:22, 26830