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taverne:kurzgeschichten:goldrausch

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 ====== Goldrausch ====== ====== Goldrausch ======
 +{{:taverne:kurzgeschichten:goldrausch.jpg?300 |}}
 +//erschienen in der Anthologie [[taverne:anthologien:das_glück_saramees|Das Glück Saramees]]//\\
 Autor: [[taverne:autoren:guido_krain|Guido Krain]] Autor: [[taverne:autoren:guido_krain|Guido Krain]]
  
-Es war nicht wirklich eine Bitte. Geradezu fordernd streckte sie die Hand aus und nahm die Spende des alten Dork entgegen. Statt einem überschwenglichen Dank – oder wenigstens einem Lächeln – erntete der Wirt der „Singenden Makrele“ nichts als ein zufriedenes Kopfnicken. Fellon konnte nur staunen. Er hatte noch nie gesehen, dass der alte Geizhals sich freiwillig von seinem Geld getrennt hätte. Wie machte sie das nur? Was hatte Viona Makanar nur an sich, dass wirklich jeder in Saramee für ihr Waisenhaus zu spenden schien? Sicher, mit ihren hohen Wangenknochen, den violetten Augen und den langen schwarzen Haaren war sie eine wahre Schönheit. Aber sie verhielt sich jedem gegenüber wie ein Eisklotz. Niemand konnte sich für einen Eisklotz erwärmen. Oder?\\+sowie in der eBook-Reihe [[taverne:ebooks:der_kanumann|Geschichten aus Saramee Band 05: Der Kanumann]]\\ 
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 +===== Inhalt ===== 
 +Das Waisenhaus von [[personen:singletons:viona_makanar|Viona Makanar]] wird Dank der umtriebigen Betreiberin mit Spenden überschüttet. Kein Wunder, dass die Aussicht auf Gold die Langfinger der Stadt berauscht … 
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 +===== Protagonisten ===== 
 +   * [[personen:singletons:viona_makanar|Viona Makanar]] 
 +   * [[personen:singletons:fellon|Fellon]] 
 +   * [[personen:singletons:dork|Dork]] 
 +   * [[personen:singletons:pinca|Pinca]] 
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 +==== Goldrausch ==== 
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 +**E**s war nicht wirklich eine Bitte. Geradezu fordernd streckte sie die Hand aus und nahm die Spende des alten Dork entgegen. Statt einem überschwenglichen Dank – oder wenigstens einem Lächeln – erntete der Wirt der „Singenden Makrele“ nichts als ein zufriedenes Kopfnicken. Fellon konnte nur staunen. Er hatte noch nie gesehen, dass der alte Geizhals sich freiwillig von seinem Geld getrennt hätte. Wie machte sie das nur? Was hatte Viona Makanar nur an sich, dass wirklich jeder in Saramee für ihr Waisenhaus zu spenden schien? Sicher, mit ihren hohen Wangenknochen, den violetten Augen und den langen schwarzen Haaren war sie eine wahre Schönheit. Aber sie verhielt sich jedem gegenüber wie ein Eisklotz. Niemand konnte sich für einen Eisklotz erwärmen. Oder?\\
 Fellon beobachtete sie nun schon seit drei Wochen und war aus dem Staunen gar nicht mehr heraus gekommen. Wie eine Steuereintreiberin ging sie alle sechs Tage durch die Stadt und sammelte bei immer neuen Spendern Geld ein. Sogar den Kult der Toruswächter und die Stadtwache hatte sie mit Beuteln voller Münzen verlassen. Alles in allem musste ihr Einkommen ein Vielfaches dessen betragen, was zum Unterhalt eines Waisenhauses erforderlich war.\\ Fellon beobachtete sie nun schon seit drei Wochen und war aus dem Staunen gar nicht mehr heraus gekommen. Wie eine Steuereintreiberin ging sie alle sechs Tage durch die Stadt und sammelte bei immer neuen Spendern Geld ein. Sogar den Kult der Toruswächter und die Stadtwache hatte sie mit Beuteln voller Münzen verlassen. Alles in allem musste ihr Einkommen ein Vielfaches dessen betragen, was zum Unterhalt eines Waisenhauses erforderlich war.\\
 Entweder sie war sehr raffgierig oder sie erhielt das Geld nicht für die Kinder sondern für irgendeine andere Dienstleistung. Wenn das Waisenhaus nur eine Tarnung sein sollte, war sie jedoch eine hervorragende Schauspielerin. Alle paar Tage ging sie mit einigen der Kinder auf den Markt und bot ein geradezu idyllisches Bild. Als sie einem besonders kleinen Hosenscheißer die Nase putzte, hatte er sie sogar lächeln gesehen. Die Bälger schienen sie zu mögen…\\ Entweder sie war sehr raffgierig oder sie erhielt das Geld nicht für die Kinder sondern für irgendeine andere Dienstleistung. Wenn das Waisenhaus nur eine Tarnung sein sollte, war sie jedoch eine hervorragende Schauspielerin. Alle paar Tage ging sie mit einigen der Kinder auf den Markt und bot ein geradezu idyllisches Bild. Als sie einem besonders kleinen Hosenscheißer die Nase putzte, hatte er sie sogar lächeln gesehen. Die Bälger schienen sie zu mögen…\\
taverne/kurzgeschichten/goldrausch.1323905725.txt.gz · Zuletzt geändert: 05.03.2016 21:07 (Externe Bearbeitung)