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Scarlattis Söhne von John McNally

Infinity Drake Band 1

 

Rezension von Christel Scheja

 

Der britische Autor John McNally wuchs in Pembroke im westlichen Wales auf und reiste nach seinem Studium durch die Welt, verbrachte einige Jahre in Australien und wurde später Drehbuchautor, unter anderem auch für die BBC. Heute lebt er in London. „Scarlattis Söhne“ ist sein erster Roman für Jugendliche und der Auftakt einer Trilogie um den jungen „Infinity Drake“.

 

Seit er seine Eltern verloren hat, ist Infinity Drake ganz auf seine eigenwillige Großmutter und seinen abgedrehten Onkel Al angewiesen. Eigentlich hatte dieser ihm versprochen, richtig Ferien zu machen, doch dann kommt etwas dazwischen. Irgend jemand hat in England ein genetisch manipuliertes Insekt ausgesetzt, dass sich nicht nur reproduzieren, sondern auch über 550 Menschen töten kann, ehe es selbst verendet. Und dieses Wesen – der Scarlatti- muss gefunden werden, ehe es weitere Generationen von Insekten in die Welt setzen und aufziehen kann, denn dann wäre die Erde in wenigen Wochen oder Monaten entvölkert.

Wie aber soll man den Scarlatti rechtzeitig finden? Zwar kann ein entsprechendes Gebiet grob eingegrenzt werden, aber das heißt nicht, das man ihn mit herkömmlichen Mitteln aufspüren kann. Eher im Gegenteil. Eine raffinierte Lösung muss her – ein Team von Spezialisten, das auf Miniaturgröße geschrumpft auf die Jagd geht. Und genau für diesen Zweck hat Onkel Al die passende Maschine entwickelt.

Und kaum sind die gut ausgebildeten Agenten auf ihrer Mission unterwegs, muss der Wissenschaftler feststellen, dass sein Neffe ebenfalls verschwunden ist. Finn erlebt derweil das Abenteuer seines Lebens, ohne jetzt erst einmal an die Konsequenzen zu denken. Denn er ist notgedrungen Teil des Teams geworden.

 

Action und gefährliche Abenteuer lassen das Herz jedes Jungen zwischen elf und fünfzehn Jahren höher schlagen, vor allem wenn das alles noch mit einem coolen Job und viel Technik verbunden ist. Und genau diese Wünsche erfüllt der Autor mit „Scarlattis Söhne“. Sein Held „Infinity Drake“ entspricht im Alter der angepeilten Zielgruppe. Mit fast dreizehn Jahren, aufgeweckt und klug, bringt er noch die Neugier eines Kindes mit sich, ohne schon all zu sehr von seinen Hormonen gequält zu werden.

Er gerät eher zufällig in eine knallharte Mission, in der viel geschossen wird, Explosionen hoch gehen und sich die Gegner nichts schenken. Es fällt leicht, gegen ein Monster vorzugehen, dessen einziges Lebensziel es ist, sich zu reproduzieren und Menschen zu töten, da es keine Gefühle besitzt oder Menschliches an sich hat.

Und damit die Geschichte noch nicht zu Ende ist, zieht ein Gegenspieler im Hintergrund die Fäden, dessen Raffinesse und Bösartigkeit mit so manchem Bond-Bösewicht mithalten kann.

Man merkt, dass der Autor ein erfahrener Drehbuchschreiber ist – er weiß die Action gut zu verteilen, bietet verständliche Dialoge und eine rasante Handlung, in der der Leser kaum eine Minute zum Verschnaufen kommt.

Alles andere wird auf ein Minimum reduziert. So ist die Charakterisierung der Helden eher oberflächlich – wir haben die abgedrehten aber freundlichen Wissenschaftler, das durchgeknallte Genie, die coole Kämpferin, begleitet für den kräftigen Marine, der fürs Grobe zuständig ist und den Tüftler. Die kauzige Oma darf auch noch gelegentlich mitreden, aber vor allem ist der junge Held klar gezeichnet – als frecher und mutiger Junge, der sich schnell an die neue Situation gewöhnt und kaum Angst verspürt, der am Ende natürlich das Zünglein an der Waage wird.

Die Handlung ist geradlinig gehalten, wird aber zügig und straff erzählt, so dass erst keine Langeweile aufkommt. Ob der Technobabble Hand und Fuß hat, sei allerdings dahin gestellt – jedenfalls funktioniert er ausgezeichnet.

 

„Infinity Drake – Scarlattis Söhne“ will im Grunde nicht mehr sein als ein spannender und kurzweiliger Abenteuerroman für Jungs, der ihnen genau das bietet, was sie sich wünschen: einen starken und gewitzten jungen Helden, der mit cooler Technik hantieren darf und dabei ein abgedrehtes Abenteuer an der Seite eines eingespielten Teams erlebt. Das alles verpackt in einer übersichtlichen Story mit einem guten Schuss Humor.

 

 

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Scarlattis Söhne

Reihe: Infinity Drake Band 1

Autor: John Mc Nally

gebunden , 448 Seiten

Loewe Verlag, Januar 2015

 

ISBN-10: 3785580649

ISBN-13: 978-3785580646

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B00QM8Q7EW

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

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Erstellt: 03.09.2016, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53