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Schattenmacht von Anthony Horowitz

Reihe: Die Fünf Tore Band 3

Rezension von Carmen Huber

 

Anthony Horowitz zählt zu den gefragtesten Schriftstellern im englischsprachigen Raum und gilt als der „Stephen King“ für Jugendliche. Mit „Schattenmacht“ legt er jetzt den dritten Teil seiner Reihe „Die fünf Tore“ und damit den Nachfolgeband zu „Todeskreis“ (Band 1) und „Teufelsstern“ (Band 2) vor.

 

 

Schon immer waren die Zwillinge Jamie und Scott Außenseiter. Als Babys ausgesetzt, wurden sie seitdem von einer Pflegefamilie zur nächsten geschoben, aber nirgendwo ist es lange gut gegangen. Denn Jamie und Scott sind anders – sie wissen, was der andere denkt, und immer wieder geschehen seltsame Vorfälle in ihrer Nähe. Nie haben sie irgendwo wirklich dazu gehört, stets hatten sie nur sich. Schließlich sind sie bei einer gewalttätigen Pflegefamilie gelandet und werden von ihrem neuen Pflegevater dazu gezwungen, als „telepathische Zwillinge“ in dessen Show im schlecht besuchten Theater einer trostlosen Kleinstadt aufzutreten – was sie nicht ausstehen können. Ihr einziger Lichtblick ist die Gegenwart des anderen ...

 

Währenddessen ist NIGHTRISE CORPORATION auf der Suche nach besonderen Kindern. Diese Organisation bereitet die Rückkehr der Alten vor und versucht alles, um die Torhüter auf ihre Seite zu ziehen – oder sie auszuschalten. Auch Jamie und Scott geraten schließlich in das Visier von Nightrise, und zwei Killer werden auf sie angesetzt. Während Scott entführt wird, gelingt Jamie die Flucht – und zum ersten Mal in ihrem Leben sind die beiden getrennt. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt: Jamie muss seinen Zwillingsbruder finden und zugleich verhindern, dass auch er von Nigthrise geschnappt wird – denn die beiden gehören zu den Torhütern, sie sind zwei der Fünf ...

 

 

Wie man es nicht anders von Anthony Horowitz gewohnt ist, legt er auch diesmal wieder mit „Schattenmacht“ eine gelungen Fortsetzung vor, die erneut mit ihrem fesselnden Schreibstil und der mitreißenden Story für gute Unterhaltung sorgt. Nach den Inka aus Band 2 sorgen diesmal Indianer vor moderner Kulisse wie Präsidentenwahl und Forschungsstationen für einen Hauch von Mythischem und Unerklärlichem. Und natürlich darf auch jede Menge Action nicht fehlen: Indianer, die ein Jugendgefängnis mit Pfeil und Bogen stürmen, ein Mordanschlag auf den Kandidaten für die Präsidentenwahl oder wilde Verfolgungsjagden sorgen wie gewohnt für Spannung, auch wenn es zwischendurch immer wieder ein wenig ruhiger wird. Denn anders als in den ersten beiden Bänden steht diesmal nicht Matt im Mittelpunkt, sondern es gibt eine neue Hauptperson, Jamie. Und der Autor nimmt sich auch die Zeit, diese etwas genauer vorzustellen und über ihr Leben zu berichten.

 

Die Handlung selbst spielt zeitgleich mit Matts und Pedros Erlebnissen in Peru aus dem zweiten Band. Außerdem erfährt man jetzt im dritten Band endlich auch ein wenig über die Vergangenheit, über die Zeit, als die Alten das letzte Mal die Erde zerstören wollten. Anthony Horowitz gelingt es, eine überraschende Brücke zu dem Ereignissen von damals zu schlagen und füllt so endlich ein paar Wissenslücken bei seinen Lesern. Zwar war es anfangs ein wenig verwirrend, sich plötzlich zusammen mit Jamie in einer völlig anderen Umgebung und – wie man später dann erfährt – Zeit wiederzufinden, doch trotzdem war dieser Wechsel wirklich gut gelungen und eine interessante Idee des Autors.

 

Wie immer ist auch die Gestaltung wieder gut gelungen: „Schattenmacht“ ist ein dickes Hardcover mit Schutzumschlag, Lesebändchen und passendem Cover. Alle drei Bände von „Die fünf Tore“ machen sich durch ihre einheitliche Gestaltung auch wirklich super nebeneinander im Bücherregal. Ein „Was bisher geschah“-Kapitel gibt einen kurzen Überblick über die wesentlichen Ereignisse der ersten beiden Bände und ermöglicht es, sofort wieder in die Geschichte einzusteigen. „Schattenmacht“ ist etwas dicker als seine Vorgänger, weiß aber sicherlich durch die unkomplizierte Sprache, die spannende und actionreiche Story und seine jungen Helden Jugendliche erneut zu begeistern – auch wenn es nicht ganz an den wirklich spannungsgeladenen 1. Band heranreicht.

 

Fazit

Eine gut gelungene Fortsetzung, die schon neugierig auf den nächsten Band macht!

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Eure Meinung:

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Kirsten
Montag, 18. Mai 2009 08:17 Uhr
Das Buch ist unglaublich interessant geschrieben und in einem packenden Stil gehalten. Anthony Horowitz schafft es auch mit dem 3. Band seiner Buchreihe den Leser zu fesseln und zu begeistern. Ich persönlich habe alle bisher erschienen Bände gelesen und war von jedem einzelnen begeistert. Schon jetzt warte ich gespannt auf den 5. und leider letzten Teil dieser interessanten Geschichte.

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Schattenmacht

Reihe: Die Fünf Tore Band 3

Autor: Anthony Horowitz

Gebundene Ausgabe

287 Seiten

Verlag: Loewe Verlag

Erschienen: März 2007

ISBN-10: 3785558856

ISBN-13: 978-3785558850

Erhältlich bei: Amazon

 

weitere Infos:


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Erstellt: 10.04.2007, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53