Scherben herausgegeben von Michael Schmidt

Rezension von Frank W. Werneburg

 

Klappentext:

Der vierte Band der Reihe Fantasyguide präsentiert bietet 16 Geschichten und zeigt die ganze Bandbreite phantastischer Literatur.

 

Rezension:

Von Fantasy bis SciFi reicht die Bandbreite dieser vom Fantasyguide präsentierten Phantastik-Anthologie. Vom mittelalterlich geprägten Abenteuer bis zur philosophischen Utopie ist vieles vertreten. Sogar eine bereits 1939 veröffentlichte Story ist enthalten. Bei einer solchen Bandbreite differieren natürlich sowohl die Qualität der einzelnen Geschichten, die jeweiligen Stile wie auch das Treffen des persönlichen Geschmacks des Lesers. Aus diesem Grund will ich hier speziell meine persönlichen Favoriten aus den 16 Beiträgen einzeln erwähnen.

 

Gleich der Start stellt für mich eines der Highlights dieser Anthologie dar, Achim Hildebrands Zeit ist Gold. Ein Abenteurer und Meuchelsänger verdingt sich als Alchemist, obwohl er vom Goldmachen nicht die geringste Ahnung hat. Wie sich der Protagonist mit vielen Tricksereien durch die Geschichte windet, macht einfach Spaß. Ein rundum gelungenes, humorvolles Fantasy-Abenteuer.

 

Das nächste Highlight – um bei der Reihenfolge der Geschichten im Buch zu bleiben – ist Diane Dirts Tod eines Wechselbalgs. Hier kombiniert die Autorin klassische Urban Fantasy gekonnt mit SciFi und ziemlich skurrilen Charakteren.

 

Nächster Stopp auf meiner persönlichen Highlight-Tour ist Ein Schwert zu schmieden von Christel Scheja. Hier sind wir bei einer klassischen Fantasy-Story gelandet, die mit eher ernsten Themen aufwartet.

 

Beim letzten meiner persönlichen Lieblingsbeiträge handelt es sich mit Herofluenza von Detlef Klewer wieder um eine lustig angelegter Fantasy-Geschichte.

 

Auffallend ist, dass es sich bei 3 meiner Lieblingsstories (sowie mehreren der nicht einzeln hervorgehobenen) um Kurzgeschichten aus Reihen handelt, deren Protagonisten bereits in anderen Anthologien ›umgingen‹.

 

Auch die meisten der nicht namentlich erwähnten Beiträge sind gelungene Geschichten, die jeder Genre-Fan gerne lesen wird. Die einzige Ausnahme stellt für mich Das Heerlager der Toten dar, das das Thema »Phantastik« in meinen Augen total verfehlt und als politische Dystopie nicht in diese Anthologie passt. Insgesamt gesehen kann man dem Herausgeber diesen einzelnen Fehlgriff angesichts des ansonsten hohen Niveaus wohl verzeihen.

 

Fazit:

Eine (fast) rundum gelungene phantastische Anthologie.

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Eure Meinung:

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zuletzt aktualisiert: 18.09.2021 13:30 | Users Online
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