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Schotts Sammelsurium

Rezension von Tanja Thome

 

Spielziel:

 

„Schotts Sammelsurium“ ist ein Quizspiel auf Basis des erfolgreichen Buches gleichen Namens von Ben Schott. Erschienen ist das Spiel im September 2007 im Kosmos-Verlag und das Spielziel ist denkbar einfach: seine Spielfigur ganz vorn auf dem Spielfeld zu haben, wenn maximal zwanzig der Quizfragen ausgespielt worden sind.

 

Aufmachung:

 

Der Spielkarton weist ein Minimum an Inhalten auf: einen quadratischen Spielplan mit 16 Feldern aus stabiler Pappe, 6 Spielfiguren unterschiedlicher Farbe aus Plastik, insgesamt einen Pool von 180 Karten und somit 360 Fragen (doppelseitig bedruckt) sowie 6 mal drei Tippkärtchen in den Spielerfarben, ebenfalls aus Pappe.

 

Außerdem enthält der Karton eine zweiseitige Spielanleitung, wobei die Hälfte der zweiten Seite schon keine Regeln mehr, sondern Hintergrundinformationen und Werbung enthält.

 

Regeln und Spielverlauf:

 

Jeder Spieler erhält eine Spielfigur, die auf das mit Pfeil markierte Startfeld des Spielplans gestellt wird, und die farblich abgestimmten drei Tippkärtchen mit den Zahlen 1, 2 und 3.

 

Bei 2, 4 und 5 Mitspielern werden 20 Karten aus dem Pool abgezählt und in die Tischmitte gelegt, bei 3 und 6 Spielern 18 Karten. Sinn dieser Aufteilung ist es, dass jeder Spieler gleich oft als Vorleser an die Reihe kommt.

 

Der beginnende Spieler (laut Spielregel der älteste) zieht eine Karte und liest die Frage und die drei Antwortmöglichkeiten von der Rückseite vor. Jeder Spieler wählt für sich eine Antwort aus und legt das Tippkärtchen mit der Zahl der entsprechend als richtig vermuteten Antwort verdeckt vor sich hin. Haben das alle Mitspieler mit Ausnahme des Vorlesers getan, werden alle Tippkärtchen umgedreht. Der Vorleser liest die korrekte Antwort und den zugehörigen Infotext vor. Jeder, der richtig getippt hat, darf seine Spielfigur nun um ein Feld im Uhrzeigersinn weiter bewegen.

 

Sind die 18 bzw. 20 Karten durchgespielt, ist das Spiel sofort zu Ende. Gewonnen hat, wer zu diesem Zeitpunkt am weitesten vorne steht. Stehen mehrere Figuren zugleich auf dem vordersten Feld, so haben auch mehrere Spieler gewonnen.

 

Spielspaß:

 

„Schotts Sammelsurium“ ist ein typisches Spiel für Fans. Wer das Namen gebende Buch kennt und mag, wird von dem Spiel wohl am meisten profitieren und wohl auch am meisten wirklich wissen. Kennt man das Buch hingegen nicht, sind Hopfen und Malz nicht verloren. Tatsächlich sind recht viele Fragen des Pools gut herzuleiten, wenn auch weniger zu wissen. In jedem Fall sind die Fragen kurios genug, dass Leute mit breiter Allgemeinbildung genauso gut oder schlecht wie solche mit speziellen Steckenpferden im Wissensbereich mitspielen können. Ganz zu ernst sollte man das Spiel nicht nehmen und sicherlich nicht mit den üblichen Quizspielen vergleichen.

 

Das Spielprinzip ist denkbar simpel, Vorbereitungen sind kaum zu treffen, und durch die Festlegung auf 18 beziehungsweise 20 Fragen ist das Spiel zeitlich auch sehr begrenzt und eignet sich für eine Partie zwischendurch.

 

Ob man „Schotts Sammelsurium“ besonders oft aus dem Schrank holt, sei dahingestellt. Bei 360 enthaltenen Fragen kann man im schlechtesten Fall nach 18 Partien jede Frage schon einmal gehört haben und sich entsprechend auch an die richtige Antwort erinnern. Vielleicht liebäugelt der Verlag hier mit späteren Kartenergänzungssets, die Langzeitmotivation beim vorliegenden Spiel ist jedenfalls denkbar gering.

 

Fazit:

 

„Schotts Sammelsurium“ ist ein geradezu klassisches Beispiel dafür, erfolgreiche Bücher oder Filme in ein Spiel umzuwandeln. Gleichzeitig kann es als prima Beispiel dafür dienen, wie man mit möglichst wenig Aufwand versucht, mit einem bekannten Titel Geld zu verdienen. In diesem Sektor gibt es auch durchaus gut umgesetzte Spieltitel, zu denen das vorliegende allerdings mit Sicherheit nicht gehört.

 

Abgesehen davon, dass bis zu sechs Spieler mitmachen können (was man im Hausgebrauch im Grunde auch flexibel nach oben korrigieren kann), was eher selten im Spielebereich ist, hat „Schotts Sammelsurium“ keine nennenswert positiven Eigenschaften. Man kann es übrigens auch nur zu zweit spielen, dafür muss einem aber kaum vorstellbar langweilig sein.

 

Leider kein empfehlenswertes Spiel, sondern in erster Linie ärgerlich offensichtliche Geldmacherei.

 

(Anklicken zum Vergrößern)
 

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Eure Meinung:


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Brettspiel:

Schotts Sammelsurium

Kosmos, September 2007

Autor: Ben Schott

Spielerzahl: 2 bis 6

Spieldauer: ca. 30 Minuten

Mindestalter: ab 12 Jahre

ASIN: B000VD4HYQ

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:

Inhalt:

 

  • 1 Spielplan
  • 6 Spielfiguren
  • 180 Karten
  • 18 Tippkärtchen

 


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Erstellt: 15.03.2008, zuletzt aktualisiert: 16.02.2018 17:50