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Schwarzauges Schergen von Guido Krain

Reihe: O.R.I.O.N. Space Opera Band 5

 

Rezension von Ralf Steinberg

 

Verlagsinfo:

Tote Götter sind so lange nette Forschungsobjekte, bis ihre lebendigen Verehrer auftauchen.

Die Eos feiert ihren ersten Kontakt mit einer primitiven Alienkultur. Endlich kann es zu jenem würdevollen Moment kommen, auf den sich jeder Raumfahrer in den letzten siebenhundert Jahren vorbereitet hat. Auch die Aliens scheinen ganz aus dem Häuschen zu sein. Worum es auf ihrer Willkommensparty geht, ist jedoch unklar.

Andererseits – was kann schon passieren, wenn der modernste Kreuzer der Raumflotte auf ein paar Wilde trifft. Nichts, oder?

… Oder?

 

Rezension:

Band 5 der Space Opera O.R.I.O.N. stammt wieder aus der Feder von Autor und Chefkonstrukteur Guido Krain.

Schwarzauges Schergen setzt nicht nur fast nahtlos Das Herz des Kriegers an sondern auch von Norma Feyes Band Sterbende Sonne fort.

Denn die Spuren der Vernichtung, die die Besatzung der Eos dort vorfanden, veranlasste die Crew um Kapitän Cody Callahan, den Ursprungsplaneten der »Schürfer« aufzusuchen. Doch der Planet Pakari IV weist ähnliche Verwüstungen auf. Jegliche Technik ist zerstört, von den »Schüfern« fehlt jede Spur, es gibt nicht einmal Skelette. Um dem rätselhaften Verbleiben einer ganzen Zivilisation auf den Grund zu gehen, steuert die EOS ein nahes System an, das auf den Karten der »Schürfer« eine besondere Kennzeichnung erhalten hatte. Ein 0 und bald hat das System den Spitznamen »Hellhole« …

 

Nach dem sehr martialischen »Herz des Kriegers« stehen auch in »Schwarzauges Schergen« Lorn Chambers, seine Kampf-KI Lynx und ein ganzer Schwarm ihn vergötternder Frauen im Zentrum der Story.

Zunächst steckt Lorn aber für seinen brutalen Angriff auf Oberst Lovingten in der Brigg fest, natürlich zusammen mit der schönen und rätselhaften Thauleen Lyo, Pali, Raven und Ivy an seiner Seite. Kein Wunder, dass man von seinem Harem spricht.

Doch Hellhole erweist sich als bewohnt und geschützt. Ein Ring von alten und zunächst inaktiven Abwehrforts umgibt das System. Auf Hellhole II entdeckt man schließlich Leben. Intelligentes Leben! Es handelt sich aber nicht um die »Schürfer«, sondern um eine primitivere Zivilisation. Die Wissenschaftler an Bord jubeln und schon bald führt Chefwissenschaftlerin Sylvian eine Erstkontaktexpedition an.

 

Es ist schier unglaublich, welches Feuerwerk Guido Krain entfesselt, um ja jegliche Ähnlichkeit mit anderen bekannten Space Opera zu vermeiden. Vom völlig vermurksten Erstkontakt, über zusammenbrechende militärische Ordnung, infantilen Kampfrobotern bis hin zu selbstreflexiven Figurenkonstellationen reicht die Bandbreite der Absonderlichkeiten. Erneut gibt es jede Menge Slapstik, Humor in ganz unterschiedlichen Subtilitätsstufen, natürlich Sex – immerhin denkt Lorn sehr oft mit seinem Reproduktionssystem – und immer wenn man denkt, das ist schon zu viel des Ganzen, gibt es garantiert Nachschlag.

 

Es ist ein einziger großer Spaß.

 

Interessanterweise gelingt es Krain, ganz nebenbei auch einige SF-Aspekte unterzubringen. So verfügt die einheimische Rasse etwa über ein sogenanntes Schallauge, mit dem sie sich besonders in Höhlen besser orientieren können und das auch zur Kommunikation dient.

Auch gibt es weitere Einblicke in die Thauleen-Technik und in ihre Philosophie. Hinter der kunterbunten Fassade der Reihe steckt also auch ein gutes Stück ernsthafte Science-Fiction. Diese Mischung ist in » Schwarzauges Schergen« ganz besonders gut gelungen.

 

Leider endet das Buch mit einem fiesen Cliffhanger und etlichen offenen Enden. Immerhin ist Band 6, Himmelfahrt für den Mai 2017 angekündigt und man kann nur hoffen, dass Norma Feye beim Schreiben heilende Hände hatte.

 

Freuen dürften sich Fans der Zeichnungen von Shikomo. Die ganzseitigen Bildtafeln zwischen den Kapiteln erscheinen endlich auf einem Papier, das ihre Brillanz und Farbgebung unterstützt. Selbst dunkle Bildteile sind so endlich gut zu erkennen. Hier hat der Arunya-Verlag glücklicherweise nachgebessert. Sehr gut!

 

Fazit:

Mit »Schwarzauges Schergen« beweist Guido Krain erneut, dass er Humor, Erotik, Action und Science-Fiction auf hochgradig amüsante und unterhaltsame Weise zu kombinieren vermag. Mit diesem Mix könnte sich »O.R.I.O.N. Space Opera« eine festen Platz im Herzen der SF-Fans erobern.

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Buch:

Schwarzauges Schergen

Reihe: O.R.I.O.N. Space Opera Band 5

Autor: Guido Krain

Gebundene Ausgabe, 250 Seiten

Arunya-Verlag, 10. Oktober 2016

Cover und Illustrationen: Shikomo

 

ISBN-10: 3958100082

ISBN-13: 978-3958100084

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle- ASIN: B01M61P7ST

 

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Weitere Infos:

Serienguide:

O.R.I.O.N. Space Opera

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Erstellt: 10.11.2016, zuletzt aktualisiert: 23.05.2017 19:44