Selfpublishing und KI – viele denken da an von einer KI geschriebene Bücher. … und sehen diese nicht als ›richtige‹ Bücher an. Aber lässt sich KI im Schreib- und Veröffentlichungsprozess nicht auch ganz anders einsetzen?
Schon der Untertitel »Mit KI‑Assistenten dein komplettes Publishing-Business optimieren« verrät, was der weitgehend anonyme Autor mit Selfpublishing 2.0 meint. Hier geht es nicht darum, ein Buch (alleine) von einer KI schreiben zu lassen. Im Fokus steht eher, bei welchen ›Nebentätigkeiten‹ man sich als Autor beim Schreiben von einer KI unterstützen lassen kann. Das reicht von der Suche nach einem geeigneten Thema über die Recherche für das Buch bis hin zur späteren Vermarktung und der wirtschaftlichen Buchführung. Dass für all diese Zwecke jeweils ein eigener KI-Agent entwickelt wird, beweist, dass dieses Werk auf dem aktuellen Stand der KI-Nutzung ist, denn Agenten sind in dieser Hinsicht aktuelle Entwicklungen.
Die Frage, welche KI das Mittel der Wahl ist, wird genau wie das Zusammenstellen eines konkreten Prompts dabei nur am Rande gestreift. Das Hauptgewicht liegt bei den Einsatzmöglichkeiten. Und hier werden zahlreiche betrachtet. Neben offensichtlichen Anwendungsgebieten wie der Recherche werden auch Anwendungsmöglichkeiten vorgestellt, auf die man nicht unbedingt kommen würde.
Fachlich ist dieses Buch für alle, die selbst ein Buch veröffentlichen möchten und offen für aktuelle Techniken sind, absolut empfehlenswert. Der einzige sprachliche Mangel liegt darin, dass ständig gegendert wird. Demjenigen, der ein Buch schreibt und dabei den KI-Einsatz in Erwägung zieht, dürfte wohl auch ohne ständig mit dem Holzhammer darauf hingewiesen zu werden, klar sein, dass es auch weibliche Autoren und Leser gibt.