Schon 1 Jahr lernt und lebt Sepia mittlerweile bei Meister Silbersilbe in Flohall. Bald steht ihr und ihren Freunden Niki und Sanzio die Jahresprüfung bevor. Doch gerade jetzt macht sich die Tintenmagie wieder bemerkbar. Bevor sie sich versehen, stecken Sepia und ihre Freunde wider mittendrin. Ausgerechnet jetzt hat Meister Silbersilbe keine Zeit, weil er mit einem Geheimauftrag des Rates beschäftigt ist. Noch dazu verscherzen es sich die Freunde mit einer mächtigen Stadträtin.
Im 2. Band ihres Jugend-Fantasy-Abenteuers kehrt Theresa Bell nach Flohall zurück. Die Protagonistin und ihre beiden Freunde sind etwas älter geworden, aber die Handlungswelt mit ihrem typischen Flair ist natürlich die gleiche geblieben. Gerade diese Welt, die trotz ihrer Magie an unser spätes 19. Jahrhundert erinnert, hebt diese Trilogie von den Genre-typischen, eher mittelalterlich geprägten, ab.
Wie schon in Band 1 (Sepia und das Erwachen der Tintenmagie) gibt es erneut Hinweise, die darauf hindeuten, dass die junge Protagonistin in irgendeinem Zusammenhang mit den magisch-alchemistischen Vorgängen steht. Als Genre-erfahrener Leser fragt man sich dabei natürlich, ob ihr Chef und Mentor nichts davon weiß oder ihr nur nichts verrät. Das wird man aber erst im abschließenden 3. Band erfahren, auf den man gespannt sein darf. Nach den beiden bisherigen gelungenen Bänden dürfte allerdings kaum zu erwarten sein, vom Finale enttäuscht zu werden.
An der ganz auf die Protagonistin zentrierten Erzählweise der Autorin ändert sich natürlich genauso wenig wie an der Gestaltung der Hörbuch-Umsetzung.