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Septemberblut von Rebekka Pax

Rezension von Christel Scheja

 

Die 1978 in Mülheim geborene Rebekka Pax studierte Skandinavistik und Archäologie. Nachdem sie mehrere Jahre in Deutschland und den USA beim Film tätig war, arbeitet sie heute als archäologische Zeichnerin und schreibt Romane. „Septemberblut“ ist das erste Buch, dass bei Ullstein erscheint und spielt in ihrer Wahlheimat Los Angeles.

 

Von den Menschen unbemerkt haben mehrere Vampirclans Los Angeles aufgeteilt und jagen in ihrem Revier. Seit einigen Jahren gilt die Regel, keinen Menschen mehr zu töten, damit man ihnen nicht auf die Schliche kommt. Die meisten halten sich daran, nur einige wenige schlagen über die Stränge. Für den Clan Leonhardt achtet Julius Lawhead auf die Einhaltung der Gesetze.

Der alte und erfahrene Vampir beobachtet eines Abends den Mord an dem Vampirjäger Frederick Conann durch Mitglieder eines abtrünnigen Clans. Denn einer der Meister ist nicht bereit mitzuziehen und hinterlässt weiterhin mit seinen Nachkommen ein Blutbad in der Stadt.

Eigentlich hatten die Leonhardt gehofft, Frederick auf seine Seite ziehen zu können, da er ein magisches Messer besitzt, mit dem man Vampire töten kann.

Nun macht sich Julius auf die Suche nach dem Erben des Artefakts, doch Amber, Fredericks Schwester ist alles andere als begeistert von dem Vermächtnis ihres Bruders und will nichts mit der dunklen Welt und den Vampiren zu tun haben.

Doch ihr Widerstand ist vergeblich, denn sie ist längst in den Machtkampf verstrickt – und das nicht nur, weil Julius einen Bund mit ihr geschlossen hat, als sie bewusstlos war, sondern auch, weil der abtrünnige Meistervampir Gordon das Messer und seine Trägerin in seine Gewalt bekommen will...

So muss Amber schon bald um ihr Leben fürchten und gleichzeitig ist sie immer mehr von Julius fasziniert, denn die Bindung zwischen ihnen wird durch die Gefahr immer stärker...

 

Zwar ist „Septemberblut“ ein paranormaler Liebesroman, aber die Autorin folgt nicht unbedingt eingetretenen Pfaden, sondern entwickelt ein etwas anderes Universum als man es durch die vielen Vampir-Romanzen kennt. Der Hintergrund erinnert ein wenig an die Welten, die Anne Rice und ihre Epigonen eine Generation zuvor geschaffen haben. Gerade auch der Kunstgriff, Teile der Geschichte in „Ich“-Form zu erzählen, ist auch sehr typisch für diese Zeit.

Die Vampire unterwerfen sich ihrem Schöpfer, dem sogenannten Meister, sind hierarchisch organisiert und unterwerfen sich strengen Regeln, um unter den Menschen nicht aufzufallen. Durch die Clanbildung fühlt man sich auch an das Rollenspiel „Vampire – Die Maskerade“ erinnert, auch die Hierarchie gleicht ein wenig dem, was Spieler daraus kennen.

Interessanterweise steht nicht Amber im Mittelpunkt der Geschichte, es ist eher Julius. Da direkt aus seiner Perspektive erzählt wird, erfährt man auch viel über seine Gefühle und Gedanken.

Die junge Frau bleibt blasser, da eher auf ihre Handlungen eingegangen wird, als auf ihre inneren Regungen, zudem sorgt die Beschreibung in der dritten Person für eine ziemliche Distanz.

Die Handlung selbst ist sehr geradlinig und gut zu überblicken, besitzt aber auch keine großen Überraschungen. Spannung entsteht aber trotzdem zwischen den Figuren, denn man wartet gespannt darauf, wann und wie die Liebenden zusammenkommen oder der offene Krieg zwischen den Vampiren ausbricht. Das alles geht zwar nicht sonderlich in die Tiefe, weiß aber gut zu unterhalten.

 

Gerade weil einiges anders ist, als man es heute gewohnt ist, erweist sich „Septemberblut“ als eines der Werke, die sich zwar nicht durch die Handlung aber durch den lebendigen Hintergrund, die intensive Atmosphäre und die interessante Gewichtung bei den Charakteren aus der Masse ähnlicher Geschichten hervor heben.

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Eure Meinung:

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Anzeige: 1 - 1 von 1.

FantasyFan01
Dienstag, 01. Februar 2011 15:37 Uhr
ICH LIEBE DIESES BUCH!!!!

grade bin ich mit dem lesen fertig geworden und nur noch begeistert!!!
man wird von anfang an in die geschichte hineingesogen, da es auch keine langweilige einleitung gibt und man die hauptpersonen schnell lieben lernt.
jeder charakter hat seine eigenheiten und ist präzise ausgearbeitet und hat seinen platz in der vergangenheit, gegenwart und zukunft.
bis man alle zusammenhänge im fall elantris begriffen hat dauert bis zum ende des buchs, da man nie mehr weiß als die helden erfahren.
mir haben die meisten figuren so sehr gefallen und im ende wird gottseidank auf überflüssige dramatische, herzzerreißende tode verzichtet. das wäre gar nicht shcön gewesen, da man wirklich alle personen ins herz geschlossen hat.

Fazit: die beste high-fantasy, die ich je gelesen habe. keine langweiligen passagen, höchst überzeugend und charakteren zum liebhaben^^
EIN MUSS FÜR JEDEN LESER, EGAL OB FANTASY ODER NICHT!!!!!

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Buch:

Septemberblut

Autorin: Rebekka Pax

Taschenbuch, 512 Seiten

Ullstein, Dezember 2010

 

ISBN-10: 3548282482

ISBN-13: 978-3548282480

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 01.02.2011, zuletzt aktualisiert: 30.11.2018 12:42