Sex = Love hoch 2, Band 2

Rezension von Christel Scheja

 

Vieles Leserinnen sind inzwischen von den erotischen Liebesgeschichten der Mangaka Mayu Shinjo begeistert, weil sie eben nicht nur mit einem zarten Küsschen enden, sondern sehr handfest zur Sache gehen. Wie auch schon in ihren Reihen „Kaikan Phrase“, „Haou Airen“ und „Love Celeb“ machen auch in dem Zweiteiler „Sex = Love hoch 2“ unschuldige Mädchen durch gut aussehende aber sehr fordernde Männer ihre ersten sexuellen Erfahrungen und halten diese für die einzig wahre und große Liebe.

 

Weil sie um jeden preis Lehrerin werden will, lässt sich Kumiko auf einen Handel mit ihrem Vater ein. Sollte sie es schaffen, den faulen und launischen Sohn einer Bekannten namens Ryo mit erheblich besseren Noten als vorher ins nächste Schuljahr zu bugsieren, darf sie ihrem Traum folgen, ansonsten soll sie dem üblichen Lebensweg einer Tochter aus guten Hause folgend heiraten, repräsentieren und schließlich auch Kinder bekommen..

Kumiko muss jedoch feststellen, dass Ryo keine wirkliche Lust hat und lieber etwas anderes mit ihr anstellen will.

Damit der junge Mann überhaupt lernt, lässt sie sich auf seine erotischen Spiele ein und erfährt dadurch überraschenderweise eine nie gekannte Erfüllung.

Doch das Treiben bleibt leider nicht lange unbemerkt, denn der Vater muss erkennen, dass der Schuss nach hinten los gegangen ist, und seine Tochter unseligerweise einem Taugenichts verfallen ist.

Deshalb nimmt er auch gerne das Angebot Mannes an, der Kumiko schon lange selbst begehrt und nun daran arbeiten will, die das Mädchen und ihren Liebhaber beiden zu entzweien.

Ryo merkt das nicht sofort, denn sein Freund hat ihn abgelenkt, weil dieser seine Stiefschwester Yuka mehr als alles in der Welt begehrt und gerne ins Bett bekommen möchte. Doch das ist auch dem ansonsten so sexsüchtigen jungen Mann zu viel des Guten. Dadurch bemerkt er aber erst zu spät, was hinter den Kulissen abläuft, während Kumiko bereits einem anderen ausgeliefert ist.

 

Wie auch schon im ersten Teil dient die dünne Hintergrundgeschichte in erster Linie dazu, um die Sex-Szenen, die einen nicht unbeträchtlichen Teil der Geschichte ausmachen, miteinander zu verbinden. Das zu kommt auch noch, dass die Entwicklung der Beziehung zwischen Kumiko und Ryo fast schon erzählt ist und nun nur noch eine Hürde überwinden muss.

Damit der Band nicht all zu dünn wird bindet Mayu Shinjo schnell noch eine andere Handlung ein, was zu einiger Verwirrung führt, denn bis auf die Haarfarben unterscheiden sich die beiden andere Figuren nicht unbedingt von den Helden, vor allem weil sie sich ziemlich gleich benehmen.

Verstörend wirkt dabei wie auch schon in den anderen Geschichten, dass der Mann ruhig zum Schlafen mit einem Mann genötigt werden darf, denn die Liebe kommt damit sowieso. Letztendlich ist der Sex nicht Höhepunkt und Erfüllung einer Beziehung, sondern deren Anfang.

Sicher ist das ganze eine sexuelle Phantasie – aber sie kann durch stetige Wiederholung dazu führen, dass sich die devot-passiven Verhaltensmuster gerade in den Köpfen junger Mädchen festsetzen, und diese sich dann wundern, warum sie im intimen Beisammensein mit einem Jungen nicht das gleiche fühlen und erleben, wie die Heldinnen ihrer Lektüre.

 

Tatsächlich ist „Sex = Love hoch 2“ nur eine weitere Variante dessen, was Maju Shinjo so gerne erzählt und bietet daher keine Abwechslung zu ihren anderen Titeln, was nicht unbedingt jeden ansprechen dürfte.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Sex = Love hoch 2 (Bd. 2)

Autorin & Künstlerin: Mayu Shinyo

Aus dem Japanischen von Costa Caspary

Sex = Love 2, Vol. 2, Japan 2006

Manga-Taschenbuch, 192 Seiten

Egmont Manga & Anime, 07/2009

ISBN-10: 3770470656

ISBN-13: 978-3770470655

Erhältlich bei Amazon


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zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39 | Users Online
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