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Shadows Peak

Rezension von Cronn

 

Hinter mir dreht das Licht des Leuchtturms einsam seine Runde. Gleich einem wachsamen Zyklopenauge bestreicht es das Eiland vor mir mit seinem geisterhaften Schein.

Aus den Büschen höre ich das Zischen der Klapperschlange. Ein Rucksack lehnt an der Einfriedung des Geländes.

Als ich ihn untersuche, finde ich einen Schlüssel. Gottseidank! Endlich kann ich das Haus auf der Anhöhe näher untersuchen. Ich laufe los quer über die Insel. Plötzlich schwebt ein Schatten auf mich zu. Ich renne los! Er darf mich nicht erwischen!

Das Phantom ist hartnäckig und rennt ebenfalls los, stets hinter mir her. Als ich die Sichtlinie unterbreche, indem ich hinter einem Hügel verschwinde, bleibt das Gespenst stehen. Nun muss ich mir einen anderen Weg die Anhöhe hinauf suchen.

Ich wähle den Weg durch die Schlucht. Er führt mich vorbei an einem See, durch den ein Frosch schwimmt. Dann geht es bergauf.

Oben angekommen, krieche ich näher. Ich höre einen Hund bellen. Vorsichtig geworden schaue ich nach links und rechts. Dort drüben ist er – ein Schäferhund! Und er ist offenbar nicht gut auf Besucher zu sprechen.

Ich schleiche auf die Veranda des Hauses und stecke den Schlüssel in das Schloss. Er lässt sich drehen, während ich ängstlich auf den Hund horche, bemerke ich, dass die Tür nachgibt.

Nun liegt es an mir, in das verlassene Anwesen zu schleichen. Vielleicht ergibt sich dort eine Möglichkeit, den Hund abzulenken?

 

Shadows Peak heißt ein Game, das von Andrii Vintsevych erstellt wurde. Sein Independent-Studio hat auch Witch Hunt hervorgebracht. »Shadows Peak« ist aber bereits vorher erschienen. Man könnte es als ein Grusel-Action-Adventure beschreiben. Doch wie gelungen ist es? Das soll die nachfolgende Kritik aufzeigen.

 

Hintergrund:

Als Schriftsteller verschlägt es den Spieler auf eine einsame Insel und dort wird er Zeuge mysteriöser Geschehnisse. In deren Folge muss er seine Schwester suchen, die auf dem Eiland verschwunden ist.

Die Story entwickelt sich später von der reinen Psychothriller-Handlung zu einer Art »Akte X«-Verschwörung, die recht unterhaltsam präsentiert ist. Gerade der Twist zum zweiten Akt ist nicht vorhersehbar und kann gefallen.

 

Gameplay:

Der Spieler ist in Ego-Perspektive auf dem Eiland unterwegs und sammelt genretypisch verschiedene Gegenstände ein, die dann an anderer Stelle eingesetzt werden müssen. Dabei sind die Rätsel recht einfach und logisch. Problematisch ist nur das Finden.

Gegner treten ebenfalls auf. Diese sind als Schatten mit menschlichen Formen definiert, welche schnurstracks auf den Spieler zuschweben. Sobald man von ihnen erwischt wird, verliert man Lebensenergie, die man nur mittels Erste-Hilfe-Pakete auffrischen kann.

Die Stimmung von »Shadows Peak« ist sehr gelungen. Stets ist man in diffus ausgeleuchteten Szenerien unterwegs und fürchtet, die Schatten hinter jeder Ecke. Das macht das Spiel zu einem Genuss für Gruselfreunde, die keine bockschwere Herausforderung suchen, aber dennoch sich gut unterhalten lassen wollen.

 

Grafik und Sound:

Das Grafikgerüst der Unity-Engine wurde gut ausgenutzt. Lediglich die Texturen sind beim näheren Betrachten etwas schwach aufgelöst. Die Lichtstimmung ist sehr gelungen und wirkt surreal, fast schon wie bei einer Sonnenfinsternis.

Der Sound passt, die Effekte sind gut in die Umgebung integriert. Es fallen nur manche Stellen auf, in denen die Sounds nicht am richtigen Ort ertönen.

 

Fazit:

»Shadows Peak« ist ein sehr gutes Spiel für Fans von gruseligen Actionadventures. Die Atmosphäre stimmt und auch die Rätsel sind gelungen, wenngleich etwas einfach. Aber wer angenehme Horror-Unterhaltung sucht, ohne sich zu überfordern, der wird bei »Shadows Peak« fündig. Eine klare Kaufempfehlung!

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Eure Meinung:

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PC-Spiel:

Shadows Peak

Andrii Vintsevych games, 13. März 2017

 

Erhältlich bei: steam


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Erstellt: 20.08.2018, zuletzt aktualisiert: 10.05.2019 10:50