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Shinobi Life, Band 1

Rezension von Christel Scheja

 

Ninjas haben in Japan ähnlich wie die Samurai einen Kultstatus, der sich auch in Animes und Mangas wiederspiegelt. Deshalb sind sie nicht unbedingt nur in Action-Geschichten für Jungs wieder zu finden, sondern geraten manchmal auch in romantische Verstrickungen, die manchmal sehr verwirrend für sie sind – vor allem wenn sie aus der Vergangenheit kommen.

Und wenn dann auch noch die Prinzessin, die sie beschützen wollen, eine moderne und nicht auf den Mund gefallene junge Frau der Jetztzeit ist – erweist sich die Geschichte als Komödie – wie „Shinobi Life“

 

Beni, eine Tochter aus reichem Hause, ist einiges gewöhnt und deshalb auch nicht schockiert, als plötzlich ein junger Mann wie aus heiterem Himmel und ihr vor die Füße fällt und geradewegs verhindert, dass sie von ein paar finsteren Typen entführt werden kann. Sie ist schon so einiges gewöhnt, was Kidnapping und Bodyguards angeht, so dass sie es eher lustig findet, dass der Junge Mann sich als Kagetora vorstellt und behauptet, ein waschechter Ninja zu sein, der seine Prinzessin Beni um jeden Preis beschützen will.

Ihr Vater und der Prokurist der Firma wittern die Chance, einen Leibwächter zu bekommen, der fast kein Geld verlangt und engagieren Kagetora, auch wenn Beni beide zur Rede stellt, was der dumme Scherz solle.

Doch schon bald wird sie eines Besseren belehrt, denn ein Trip in die Vergangenheit zeigt, dass Kagetora nicht gelogen hat. Und die junge moderne Frau lernt nicht nur ihre Vorfahrin, die wahre Prinzessin Beni, sondern auch die Liebe kennen.

 

Natürlich ist „Shinobi Life“ ist nicht der erste Manga um einen Ninja und seine hübsche Schutzbefohlene. Es gibt einen Unterschied: Beni besitzt keine besonderen Gaben und es steht auch keine geheimnisvolle Organisation hinter allem. Und auch Kagetora ist nur ein einfacher Kämpfer. Allein die Zeitreisen sind phantastische Elemente.

Ansonsten dreht es sich in erster Linie um den humorvollen Kulturclash in die eine wie auch in die andere Richtung, die Fettnäpfchen in die die beiden jungen Leute in der ihnen jeweils fremden Zeit treten und das Verwirrspiel um Liebe und Treue.

Interessanterweise gibt es mehr Action als man sie sonst von Shojo-Mangas her kennt, aber das Hauptaugenmerk liegt immer noch auf der Situationskomik und der sich entwickelnden romantischen Beziehung der Protagonisten.

 

Alles in allem ist die Idee, die hinter Shinobi Life“ steckt vielleicht nicht neu, aber die Umsetzung ist eine gelungene Variation der Geschichte, in der sich sowohl Spannung, als auch Abenteuer, Humor und Romantik die Waage halten.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Shinobi Life (Bd. 1)

Autorin & Künstlerin: Shoko Conami

Aus dem Japanischen von Stefan Hofmeister

Shinobi Life Vol. 1, Japan 2006

Manga-Taschenbuch, 192 Seiten

Egmont Manga & Anime, 02/2010

ISBN-10: 3770471806

ISBN-13: 978-3770471805

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 09.05.2010, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39