Am Black Feather wird gebaut. Die Arbeiten gehen zu Nathalies Zufriedenheit voran. Doch eines Morgens entdecken die Arbeiter eine tote Nonne auf dem Fundament. Als wäre das nicht schon merkwürdig genug, stellt sich auch noch heraus, dass sie aus großer Höhe gestürzt sein muss. Doch gibt es weit und breit kein so hohes Gebäude.
Gäbe es Earlsraven wirklich, würde ich bei meinem nächsten England-Aufenthalt definitiv einen großen Bogen um den Ort machen. Die Gegend, in der Ellen Barksdale ihre Cozy-Crime-Reihe Tee? Kaffee? Mord! angesiedelt hat, wäre mir eindeutig zu gefährlich. Die wievielte Leiche ist es mittlerweile, die der Protagonistin und Hotelbetreiberin Nathalie direkt vor die Füße fällt? Aber natürlich nimmt die zusammen mit ihren mittlerweile recht vielen Mit-Hobby-Detektiven die Angelegenheit wieder selbst in die Hand.
Wie in dieser Reihe gewohnt, gibt es zunächst weder ein erkennbares Motiv noch Verdächtige. Lediglich der gerade in der Gegend gastierende Nonnenchor bildet einen Anhaltspunkt. Aber natürlich erweist sich alles wieder als viel komplizierter, als zunächst erkennbar ist. Und dann ist natürlich noch die Frage zu klären, woher die Nonne gefallen ist. Ein Hubschrauber hätte in der Nacht schließlich nicht unbemerkt bleiben können. Ermittlungstechnisch bleibt alles beim Alten – und ist doch wieder ganz anders. Wie man es aus dieser Reihe gewohnt ist.
Was auch gleich bleibt ist, dass der Verlag wie schon bei Band 18 (Die gestohlene Braut) keinen Übersetzer nennt.