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Sliders: Das Tor in eine fremde Dimension - Season 1 & 2 (DVD)

Filmkritik von Carsten Kuhr

 

Rezension:

Quinn Mallory (Jerry O´Connell) ist ein typischer amerikanischer Student. Gut aussehend, intelligent, ein Typ auf den die Mädels stehen, und den ihre Mütter als perfektes Schwiegersohn-Material zu schätzen wissen. Um seine alleinerziehende Mutter – sein Vater ist tödlich verunglückt - finanziell ein wenig zu entlasten jobbt er nebenher in einem Computer-Geschäft, seine Scheine an der Uni macht er mit links.

Im Keller hat er seine Versuchsapparatur aufgebaut. Während sein Professor, der geniale Maximilian P. Arturo (John Rhys-Davis) die Existenz anderer Dimensionen mathematisch nachzuweisen versucht, hat der charismatische Sunny-Boy mit Hirn nicht nur den rechnerischen Beweis angetreten, sondern gleich noch eine Maschine erfunden, mit der Reisen in andere Dimensionen möglich sind. Mittels eines Timers werden die Dimensionsreisenden nach einer voreingestellten Dauer wieder in ihre Heimat zurückbefördert – so zumindest die Theorie.

Bislang hat Quinn nur einen Basketball durch die Dimensionen gesandt, dem muss ein Versuch mit einem lebenden Wesen folgen. Da ihm seine Katze viel zu sehr am Herzen liegt, macht er selbst sich auf, als Pionier Neuland zu betreten. Und wirklich gelingt die Versetzung in eine andere Welt – oder doch nicht?

Alles wirkt wie immer, doch dann, zunächst fast unmerklich fallen Unterschiede ins Auge. Hier fährt man bei einer roten Ampel und hält bei grün, dort wirbt ein Plakat für einen Auftritt von Elvis in Las Vegas – der Nobel-Preis scheint sicher.

 

Kaum zu Hause angekommen, klingelt es an der Tür. Sein Professor und seine Arbeitskollegin Wade Kathleen Welles (Sabrina Lloyd) besuchen den Erfinder. Zusammen sliden sie in eine andere Dimension – und nehmen gleich noch den abgehalfterten Sänger Rembrandt Lee „Crying Man“ Brown (Cleavant Derricks)und seinen Cadillac huckepack mit. Ungeschickt nur, dass ihr Ziel sich als vereiste Erde entpuppt. Da heißt es gleich wieder zurück – doch dann landen sie in einer Dimension, in der der Kommunismus weltweit gesiegt hat, die USA ganz unter der Knute der Bolschewiken stöhnt....

 

In den anschließenden zwei Seasons, die Koch Media auf insgesamt sechs DVDs in einer sehr preiswerten Box zusammengefasst hat – Season drei, bei der die Hauptdarsteller größtenteils gewechselt haben folgt am 20. Juni – reisen die vier Gefährten dann auf der Suche nach ihrer Heimatdimension in jeder Folge durch eine andere Welt.

Hierbei bedient man sich gängiger Plots. Da wird Quinn unsichtbar, da hat ein Virus fast alle Männer dahingerafft, da besuchen sie eine Welt, in der die holde Weiblichkeit die Zügel der Macht in ihren zarten Händen hält, Dinosaurier haben überlebt, ein Wild-West Showdown und die Mafia dürfen auch nicht fehlen und sie treffen auf außerirdische Lebensformen, die das Sliden auch beherrschen...

 

Das sind meist bekannte Themata, die wir in anderen Serien bereits ähnlich haben genießen können, aber immer wieder schleichen sich durchaus interessante, neue Ideen ein. Tracy Tormé, der verantwortliche Kopf hinter der Serie konnte hier seine Vorstellung von einer modernen SF Serie außerhalb der üblichen Weltraumschlachten durchsetzen.

Gerade die Folgen, in denen sich die besuchten Welten nur in Kleinigkeiten von der unsrigen unterscheiden sind oftmals die Interessantesten. Hier durften die Drehbuchschreiber frei agieren, hier hatten die Darsteller ihre Freude am Inhalt und das merkt man dem Ergebnis dann auch an. So hat die Serie ihren eigenen Charme. Das liegt, neben den liebevollen Details mit denen die Folgen immer wieder aufwarten hauptsächlich an den Darstellern. Es stimmt die Chemie, man merkt ihnen an, dass die Arbeit Spaß macht. Wenngleich die Rollen doch arg stereotyp besetzt sind gehen sie mit Feuereifer ans Werk. Der eingebildete Professor, der charismatische Sunny-Boy, die graue Maus, die sich als gewieftes Mitglied entpuppt oder der etwas trottelige Alibi-Schwarze halten wenig Überraschendes für den Zuschauer bereit.

 

Die technische Umsetzung insbesondere was die Special Effects angelangt ist eher dürftig, zu gering war das Budget um hier wirklich große CGI-Effekte erwarten zu können.

Die Bildqualität ist für eine Serie aus dem 90ern ordentlich, wobei auffällt, dass die Farben doch eher matt rüberkommen. Ein leichtes Rauschen fällt ebenso auf wie ein leichtes Ruckeln bei einzelnen Kameraschwenks. Der Stereo-Ton ist sauber abgemischt, die Dialoge sind gut verständlich.

Als Extras gibt es einen Audiokommentar zum Pilotfilm, eine Bildergalerie sowie ein 15minütiges Feature in der neben Tormé auch Jerry O´Connell und Cleavant Derricks zu Wort kommen.

 

Fazit:

Insgesamt eine nett gemachte Box, die in den enthaltenen Folgen die besten Sendungen der insgesamt 4 Staffeln enthält und jedem SF-Fan muntere, teilweise recht humorvolle und auf jeden Fall kurzweilige Unterhaltung bietet.

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DVD:

Sliders: Das Tor in eine fremde Dimension

Season 1 & 2

Regisseur: Richard Compton

Format: Dolby, HiFi Sound, PAL

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)

Region: Region 2

Bildseitenformat: 4:3

Anzahl Disks: 6

FSK: 16

Spieldauer: 976 Minuten

Koch Media, 22. Februar 2008

 

ASIN: B000YRODZC

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Darsteller:

Jerry O'Connell

Sabrina Lloyd

John Rhys-Davies

 


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Erstellt: 18.03.2008, zuletzt aktualisiert: 22.11.2019 07:56